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Argumente gegen S21 - Folgen für den Rems-Murr-Kreis

Auswirkungen S21/K21 auf Regionalstrecken

Verkehrsexperte Martin Hilger von den Grünen hat Auswirkungen der beiden Konzepte K21 und S21 auf verschiedene Bahnstrecken untersucht.

Von und zur Wieslauftalbahn zum Beispiel verschlechtern sich die Anschlüsse teilweise drastisch. Diese erhält morgens und nachmittags jeweils andere Abfahrtzeiten, damit wenigstens in Lastrichtung einigermaßen akzeptable Anschlüsse von bzw. zu den RE-Zügen entstehen. Wer das Pech hat entgegen dem Hauptstrom zu pendeln, muss in Schorndorf im Halbstundentakt jeweils 25 Minuten warten. Und von und zur S-Bahn beträgt der Aufenthalt immer mindestens 16 Minuten.

Die ausführlichen Ergebnisse sind hier zu finden: Übersicht

Aktualisiert am 22.03.2011

Regionalverkehr

Auf Basis des SMA-Berichts von 2008 hat Dr. Berschin in seiner Präsentation vom 27.11.2010 viele Nachteile für Reisende in der Region nachgewiesen:

Als RE-Reisende aus Aalen und Schwäbisch Hall werden wir mit häufigen Verspätungen rechnen müssen, die sich durch den S21-Tiefbahnhof mit seiner begrenzten Kapazität ergeben.
Der Fernverkehr wird gegenüber dem Regionalverkehr Priorität haben. Wir werden oft im Tunnel vor dem Tiefbahnhof stehen und auf ein freies Gleis warten müssen.
Die Haltezeiten werden teilweise sehr kurz sein, an ein ruhiges Aus- und Einsteigen ist nicht zu denken, die Züge müssen z.T. sehr schnell wieder das Gleis räumen, um den nachfolgenden Platz zu machen.
Die Fahrzeit der S-Bahnen nach Stuttgart wird länger durch die neue Haltestelle Mittnachtstrasse um 2 Minuten, natürlich auch bei der Rückfahrt. Auch die RE-Züge aus Rems-Murr brauchen länger.
Was wohl jedem von uns schon passierte: Sperrung des S-Bahntunnels zwischen Stuttgart-Hauptbahnhof und –Vaihingen. Es entfällt die Möglichkeit, dass die S-Bahnen in den Kopfbahnhof einfahren, denn dieser soll bei S21 zerstört werden. Es gibt kein schlüssiges Konzept für diesen Notfall.
Bei Abfahrt von Stuttgart werden die Reisenden häufig durch 2 Züge mit verschiedenen Zielen auf einem Gleis verwirrt werden (sog. Doppelbelegungen, ein Notbehelf bei überlasteten älteren Bahnhöfen und für einen neuen Bahnhof eigentlich eine Schande).
Um die Probleme (sog. Trassenkonflikte) mit den nur 8 Gleisen im Tiefbahnhof und dem Mischverkehr auf der Filderstrecke zwischen Rohr und Flughafen zu lösen, drohen auf der Rems-Murr-Schiene folgende Änderungen:

Tausch der S-Bahnlinien, d.h. nicht mehr S2 oder S3, sondern die S4 fährt zum Flughafen.

Wegen der Belegung der S-Bahngleise zwischen Rohr und Flughafen durch RE- und IC-Züge nach Zürich drohen uns Einschränkungen auf den Linien S2 und S3.

Der 15/45er Knoten in Schorndorf mit optimalen Anschlüssen / Verknüpfungen zwischen RE, S-Bahn und Wieslauftalbahn wird aufgegeben.

Der Eckanschluss Cannstatt – Zuffenhausen wird nicht besser, sondern verlängert sich um 4 Minuten, auf der neuen S-Bahn-Station Mittnachtstraße hat man „Sichtanschluss“ (man sieht die S-Bahn, die man erreichen wollte, gerade noch wegfahren).

Auf der S2-Strecke gibt es Probleme zwischen S-Bahn und Fernverkehr in Endersbach.

Auf der S3-Strecke gibt es Probleme zwischen S-Bahn und RE im Bahnhof Waiblingen.


Aktualisiert am 22.08.2016

Umstiegszeiten

Die mittleren Umstiegszeiten im Tiefbahnhof werden deutlich höher sein als im Kopfbahnhof, selbst ohne Modernisierung nach Konzept K21.
Diesen Nachteil für Reisende in der Region, vor allem Pendler, kann eine Schnellverbindung auf einer ausgewählten Strecke nicht wettmachen.
Quelle: Vortrag Boris Palmer 27.11.2010


Aktualisiert am 22.08.2016

Bessere Anbindung an Flughafen?

Angesichts fehlender konkreter Fahrpläne der Bahn können nur Mutmaßungen angestellt werden.

Beispiel: ein schneller RE aus/durch Backnang zum Flughafen pro Stunde. Dafür fahren die S-Bahnen 2-3 Minuten länger (neue Haltestelle Mittnachtstraße). Außerdem muss der S-Bahn-Fahrplan ausgedünnt werden, weil die S-Bahnen künftig auf der Filderstrecke das Gleis mit RE und IC teilen. Da bleibt es, die Ergebnisse des Stresstests abzuwarten.

Wie dem auch sei, das wahrscheinlichste Szenario ist, dass der Pendler bei der täglichen Fahrt zur Arbeit Nachteile davonträgt, dafür aber 10 Minuten schneller nach Mallorca kommt (falls der Flieger zum schnellen Zug passt).

Aktualisiert am 07.12.2010

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