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Offener Brief


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schuster!

Als gebürtiger Stuttgarter und Absolvent der Stuttgarter Universität habe ich Ihren offenen Brief vom 6. August gelesen. Er schockiert mich, da Sie Behauptungen aufstellen, die mir fern jeder Realität erscheinen. Ich sehe Sie in einem Zug sitzend, der längst entgleist ist - Sie wollen dies nicht wahrhaben! Seit langem stellen Bahnexperten und Bürger fest, berichten Fachzeitschriften, Magazine und Zeitungen darüber, dass die DB AG regelmäßig die Kosten von Neubauvorhaben unrealistisch niedrig einschätzt, damit Wirtschaftlichkeitsrechnungen schönt, Baubeginne erreicht und aus Steuermitteln die dann auftretenden Mehrkosten finanziert.

In Ihrer Sichtweite:

Der von Ihnen mitunterschriebene Vertrag zur Realisierung von S21 weckt bei mir den Verdacht, dass damit das Land und Stadt nachhaltig geschädigt wurden und werden, indem bei der DB AG Zugleistungen ohne Vergabeverfahren zu Preisen bestellt wurden, die gegenüber den marktüblichen überhöht erscheinen. Diese und weitere Fakten werden in der Öffentlichkeit mehr und mehr diskutiert. Das müsste Sie doch veranlassen, deren Stichhaltigkeit z.B. mit der Beauftragung und Anhörung unabhängiger Sachverständiger zu prüfen. Indem Sie dies versäumen, nehmen Sie Ihre Verantwortung für die Entwicklung der Stadt nicht wahr. Nun erkennen mehr und mehr Bürger diese Verantwortung: Sie haben viele tausend Stunden geopfert, um ihre Stadt vor unabsehbaren Schäden zu bewahren:

Es ist zu hoffen, dass sie damit Erfolg haben werden!

Da Sie auf meine früheren Schreiben bislang nicht reagiert haben, mache ich diesen Brief von vorneherein öffentlich.

Mit freundlichen Grüßen

Karl-Dieter Bodack

Starenweg 11a . 82194 Gröbenzell .
Tel.: 08142-53477 .
kd.bodack@gmx.de
9. August 2010
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