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Presse, Medienberichte über Stuttgart 21
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ARD: Explodierende Kosten...

Stuttgart 21 ist laut Bahn das bestgeplante Projekt, doch die Kosten steigen seit Jahren. Obwohl die Hälfte der aktuell geschätzten Kosten noch nicht finanziert ist, baut die Bahn unbeirrt weiter. Wirksame Kostenkontrolle ist kaum möglich.
7 Minuten Beitrag.

Tadeusz, am 05.09.2016

Wechsel von StN zu DBAG

Jörg Hamann, seit acht Jahren ­Lokalchef der Stuttgarter Nachrichten, wechselt zur Deutschen Bahn AG. Er übernimmt spätestens ab dem 1. Oktober 2015 die Verantwortung für die Kommunikation der Projektgesellschaft Stuttgart–Ulm.
Ganzer Artikel
Wie konnte man da bloß eine neutrale Berichterstattung zu S21 erwarten?

Tadeusz, am 26.03.2015

Warum kaum noch Neues?

Immer häufiger bringt die Stuttgarter Presse (StZ, StN) kritische Artikel zu S21. Für uns leider nichts Neues - meistens werden weitere Risiken bestätigt, vor denen wir seit 2010 warnen. Aber was bringt es uns, unsere Kritiken jetzt in der "unabhängigen" Presse zu sehen, die damals maßgeblich zum Ausgang des Volksentscheids beigetragen hatte?

Damals wollte es keiner hören. Ihr ewigen Nörgler und Fortschrittsverweigerer!

Heute will es keiner gewusst haben. Wieso erst jetzt? Wenn ich es damals wüsste! Aber jetzt ist schon so viel gebaut...

Morgen wird es keiner gewesen sein wollen. Wir haben schon immer gesagt...

Tadeusz, am 08.10.2014

Diese Woche standen bezüglich S21 zwei Themen ganz oben: der Prozess zum 30.9. und die Tunneltaufe am Fildertunnel.

Rechtsanwalt Frank-Ulrich Mann berichtet bei der 227. Montagsdemo vom „Wasserwerferprozess“.

Die Stuttgarter Zeitung berichtet ebenfalls vom Prozess. Die beiden Angeklagten belasten ihren Führungsstab: Ihm hätten gegen 15 Uhr die im Internet kursierenden Fotos eines aus den Augen blutenden Mannes vorgelegen, sagten sie am Dienstag vor dem Landgericht Stuttgart. Er habe sie jedoch nicht darauf hingewiesen. „Wäre uns das bekanntgewesen, hätte das Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Einsatzes gehabt“, sagte einer der beiden Angeklagten.

Sogar die Stuttgarter Nachrichten bringen einen Bericht. Die zwei Polizisten, ein 41-jähriger Polizeioberrat und ein 48-jähriger Polizeidirektor, hatten damals als Einsatzabschnittsleiter im Schlossgarten fungiert und sollen die Wasserwerfer sorgfaltswidrig eingesetzt haben. Den Beamten, die jede Schuld von sich weisen, wird fahrlässige Körperverletzung im Amt vorgeworfen.

Tadeusz, am 14.07.2014

SWR-Doku

25.06.2014 20:15 Uhr, SWR-Mediathek:

Die Methode Bahn
Betriebsstörung

"Betriebsstörung" in der Mediathek

Tadeusz, am 26.06.2014

Späte Einsicht, oder immer noch nicht?

im Dezember berichtete die Kontext:Wochenzeitung über die Lage in Hohenstadt. Es wurde deutlich, dass die Ortschaft zwar von den ca. 100 zusätzlichen "Einwohnern" profitiert - doch auch Risiken für Gebäude und Ackerflächen sind mit den Bauarbeiten für den Steinbühltunnel verbunden: Kontext.
Ein bisschen Geld wollte sicher auch der eine oder die andere verdienen, indem Flächen an die Bahn verpachtet wurden. Und heute? Heute zeigt die Bahn ihr wahres Gesicht (und die "üblichen" Medien merken das endlich auch): Vertraglich vereinbarte Zahlungen bleiben aus: StZ
Entschädigungen werden gar nicht erst vereinbart: Schwäbische
Es ist wahrlich zynisch, wenn Herr Dietrich hier sagt, man müsse der Bahn nachweisen, den Schaden verursacht zu haben - man kann sich vorstellen, welch langen Atem man in einem Gutachterprozess gegen einen Konzern haben müsste. Den Fernsehbericht gibt es hier zum nachschauen: SWR

Tadeusz, am 17.02.2014

Doku zu Nesenbachdüker

Wer näheres über den Nesenbachdüker erfahren möchte, dem sei der Film bei Kontextwochenzeitung empfohlen. Das Wichtigste in wenigen Minuten, erklärt vom Geologen Dr. Ralf Laternser.


Tadeusz, am 10.02.2014

Pofalla

Im Artikel So machte Pofalla die Bahn frei erläutert der Stern, wie das Kanzleramt mit Pofalla Politik im Sinne der Bahn AG machte. Das Angebot eines millionenschweren Vorstandsposten für Pofalla könnte als "Dankeschön" der Konzernspitze empfunden werden.
Mehr Info...

Tadeusz, am 08.01.2014

Leserbrief

zum Interview von Sonntag Aktuell am 5.1.2014 mit der neuen FDP-Generalsekretärin Nicola Beer

Willkommensgruß aus der „Mitte der Gesellschaft“
Da sagt die neue Generalsekretärin Nicola Beer im Interview mit Sonntag Aktuell, dass die FDP auch mal wieder auf die Straße gehen will, um verlorene WählerInnen zurückzugewinnen. Die nächste Gelegenheit dazu hätte sie am Montag, 13. Januar und allen darauffolgenden Montagen. Wir treffen uns immer um 18 Uhr, entweder vor dem Hauptbahnhof oder auf dem Marktplatz in Stuttgart. Dort findet Frau Beer unter den dort versammelten Menschen dann auch die der FDP verlorengegangene „Mitte der Gesellschaft“ wieder: Lohnabhängige, UnternehmerInnen, Arbeitslose, Jugendliche und RentnerInnen. Und jede Menge klassisch liberale Themen werden dort angesprochen: staatliche Verschwendung von Steuergeldern, mangelnde Bürgerbeteiligung, Ignoranz der Mächtigen, staatliche Unterdrückungs- und Überwachungsmaßnahmen gegen Menschen, die grundgesetzliche verbriefte Rechte in Anspruch nehmen und weitere staatliche Grundrechtsverletzungen. Und vieles andere mehr. Und – was Sie bei uns auch noch lernen können: mensch braucht einen langen Atem zur Erreichung seiner Ziele. Herzlich willkommen, Frau Beer, bei den Montagsdemos gegen das Projekt Stuttgart 21!

Ebbe Kögel

Tadeusz, am 07.01.2014

Verkehrsbeeinträchtigung

...durch S21: Wegen Bauarbeiten am Stuttgart-21-Tunnel „Untertürkheimer Kurve“ kommt es im Januar und Februar zu Beeinträchtigungen im Stuttgarter Bahnverkehr.
Mehr bei StZ

...durch Montagsdemo: am letzten Tag vor Heiligabend ein Verkehrschaos rund um den Hauptbahnhof verursacht.
Mehr bei StZ

Kurz: Wie von uns vorhergesagt, versinkt Stuttgart im Chaos wegen einer milliardenschweren Fehlplanung und die Öffentlichkeit regt sich wegen einer kurzzeitigen Störung während einer Demo auf oder diskutiert den Wechsel des Bahn-Lobbyisten Pofalla aus der Regierung in den Bahn-Vorstand (als was eigentlich? Als CDU-Lobbyist?)

Tadeusz, am 07.01.2014

Prof. Bodack: Skandalhauptstadt

Unter dem Titel Stuttgart auf dem Wege zur Skandalhauptstadt bringt Prof. Bodack eine Analyse der politischen Situation und der tiefer liegenden Ursachen für das Desaster genannt S21.
Dieser Widerstand erscheint den Offiziellen als so „gefährlich“, dass man ihm keinesfalls nachgeben darf, den man brechen, ja besiegen muss! Anderenfalls würde man die Meinungsführerschaft, ja „Macht“ verlieren: Folgerichtig hat die Bundeskanzlerin persönlich das Durchhalten verordnet! Wichtigstes Argument des Vorstands gegen den Abbruch ist daher der „Ansehensverlust“. Sieg ist damit unabdingbar – koste er was er wolle!
Ganzer Text

Tadeusz, am 23.12.2013

Leserbrief: Stachel im Fleisch

Unser Bündnis schickt den folgenden Leserbrief an die WKZ und FZ:

Wir verstehen, dass es für Busse am Hauptbahnhof lästig ist, wenn es montags regelmäßig ca. zwei Stunden zu Behinderungen kommt. Unverständlich ist jedoch, warum dieses Thema von der Presse und der Stadt so hochgespielt wird. Warum wird nur dürftig in Randnotizen und Leserbriefen über Verkehrsbehinderungen durch S21 berichtet: in Untertürkheim, Wangen, dem Nordbahnhofviertel? Die Belästigungen durch den Schwerlastverkehr dort sind unzumutbar. Verspätungen im Schienenverkehr führen schon jetzt und künftig zu weit größeren Behinderungen. Es wird hingenommen, dass Fahrgäste im Hauptbahnhof weite Strecken gehen müssen! Direkte Anschlüsse zur S-Bahn sind für gehbehinderte Menschen oder Eltern mit Kinderwagen kaum noch erreichbar.
Die Montagsdemos sollen immer noch darauf aufmerksam zu machen, dass in Stuttgart ein Provinzbahnhof durchgesetzt wird mit weniger Gleiskapazitäten als Plochingen. Der Ort der Demos ist entscheidend, weil sie Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit erzeugen müssen. Sie sollen der Stachel im Fleisch bleiben. Es gibt immer noch Bürgerinnen und Bürger, die den falschen Versprechen von unfähigen Managern und Politikern nicht blind vertrauen.
Für Busse und ortsfremde Autofahrer finden sich Lösungen, wenn die Verantwortlichen wollen und Demonstranten nicht als Sündenböcke herhalten müssen.

Tadeusz, am 19.12.2013

Übliche Vorgehensweise

Aus dem Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams:

Bewohner der Erde! Hier spricht Protestnik Vogon Jeltz vom galaktischen Hyperraum-Planungsrat. Wie ihnen zweifellos bekannt sein wird, sehen die Pläne zur Entwicklung der Außenregion der Galaxis den Bau einer Hyperraum-Expressroute durch Ihr Sternensystem vor. Und Ihr Planet ist einer von denen, die gesprengt werden müssen. Es gibt keinen Grund, dermaßen überrascht zu tun. Alle Planungsentwürfe und Zerstörungsanweisungen haben 50 ihrer Erdenjahre in ihrem zuständigen Planungsamt auf Alpha Centauri ausgelegen. Wenn Sie sich nicht um ihre ureigensten Angelegenheiten kümmern, ist das wirklich ihr Problem.

Mehr über die Erörterungen zu S21 finden Sie Hier.

Tadeusz, am 16.12.2013

Neuer Film von Stefan Otto

Eine neue halbstündige Doku über S21 ist zu finden auf Youtube.

Tadeusz, am 16.12.2013

Sonderstatus für Berlin oder Stuttgart?

Baden-Württembergs Finanzminister weigert sich, die Hauptstadt weiter zu subventionieren. Wenn Berlin Geld will, soll es sich das beim Bund holen und ein Sonderterritorium wie Washington D. C.

Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum ätzt zurück: Wenn die Mittel, die wir als Hauptstadt zusätzlich vom Bund erhalten, als Argument für einen Sonderstatus herhalten sollen, dann müsste Stuttgart mit seinem S21-Projekt längst Stuttgart D.C. heißen.

Mehr bei WELT

Tadeusz, am 05.12.2013

Die Bahn im ZDF

Das war super recherchiert:
4. Dezember 2013, 23:15 ZDFzoom: Auf dem falschen Gleis
Was läuft schief bei der Bahn?

Wer es nicht gesehen hat, kann es hier nachholen:
Mediathek bei zdf.de

Tadeusz, am 04.12.2013

Kernen-21 auf 200. Montagsdemo

„Uns wird oft vorgeworfen, dass wir mit dem Protest zu spät angefangen haben, ich will mir nicht sagen lassen, wir hätten zu früh aufgehört“, sagt Michael Becker.
Artikel in StN

Tadeusz, am 02.12.2013

StZ nicht mehr uneingeschränkt für S21

Jahrzehnte lang hat die Stuttgarter Presse (StZ und StN) Lobbypolitik für das Projekt gemacht und war maßgeblich am Ausgang der Volksabstimmung beteiligt. Kritische Stimmen wurden kaum zu Wort gelassen, meist wurde statt technischen Argumenten der S21-Gegner nur über die menschliche Seite, über Motivation und Folklore der Protestbewegung berichtet.
Nachdem Arbeiten begannen, fiel es den Redakteuren immer schwerer, für das Projekt zu werben.
Einen neuen Höhepunkt dieser Wende stellt der Kommentar zur Bauunterbrechung dar.

Tadeusz, am 27.11.2013

ÖGB: „Deutsche Bahn illegal unterwegs“

Die österreichische Gewerkschaft vida fordert von der EU-Kommission, der Deutschen Bahn die Lizenz zu entziehen. Sie erfülle geltende Sicherheitsauflagen nicht.

Mehr bei Presse.com
Mehr bei ÖGB
Mehr bei Radio Salzburg

Tadeusz, am 17.10.2013

Programm-Empfehlung

Das könnte interessant weden: SWR 2(Radio) am 14.10. um 08.30 Uhr
Fährt die Bahn aufs Abstellgleis?

Programm-Info

Tadeusz, am 09.10.2013

Zug-Brand? Unwahrscheinlich!

Klaus-Jürgen Bieger, der Brandschutzbeauftragte der Deutschen Bahn:
...das sind in aller Regel beherrschbare technische Defekte wie eine durchgeschmorte Kaffeemaschine. Echte Brände im Zug sind europaweit die absolute Ausnahme, da es in Schienenfahrzeugen einen hohen Brandschutz nach europäischer Norm gibt.
ganzer Artikel in StN
Nun ja, diese bei Youtube gefundene Sequenz stammt wohl aus einem amerikanischen Katastrophenfilm, was?

Tadeusz, am 09.10.2013

Brandschutz erst 2014

Das überarbeitete Branschutzkonzept muss noch Mal überarbeitet werden. Wir können gespannt sein, ob von der futuristisch-unterirdischen Ingenhoven-Architektur viel übrig bleibt, wenn ausreichend Notaufstiege, Rauchabzüge und Feuerschutzschotten eingebaut werden.
Artikel bei StZ

Tadeusz, am 01.10.2013

Sternfahrt

Am Samstag, 28.09.2013, traf sich ab 14.05 Uhr ein harter Kern von "Obenbleibern" am Bahnhof Fellbach auf Gleis 3.
"Die Masse" wuchs auf insgesamt 12 Personen an und war "bewaffnet" mit Transparenten, Stuttgart-21-Schildern und Pfeifen.
Dafür PFIFF uns ein in Richtung Waiblingen fahrender extrem langer Güterzug freundlich zu. Der Lokführer durfte dies vermutlich nur, weil er eine Privatlok führte.
Um 14.22 Uhr fuhr dann der Sternzug, bereits verspätet, aus Stuttgart kommend durch. Jetzt schlugen unsere Herzen höher, denn um 14.31 Uhr erwarteten wir unseren Sternzug in Fellbach.
14.30 Uhr Schreie: Er kommt, er kommt! Tatsächlich! Punkt 14.31 Uhr fuhr der ET 25 mit ca. 80 - 100 km/h auf Gleis 3 durch unser Fellbacher Bahnhöfle, allerdings ohne zu halten. Zwei Frauen waren im Besitz von Fahrkarten und hatten eigentlich zusteigen wollen und schauten nun entsetzt dem "Stuttgarter Stern" hinterdrein.
Nach kurzer Beratung rannten sie Richtung Bus um schnell nach Untertürkheim zu fahren, wo sie den Sternzug eventuell um 15.10 Uhr noch erreichen könnten. Irgendwie waren wir alle geplättet.
Aber SCHÖN war ES!

Und hier ein Artikel in StZ.

Tadeusz, am 30.09.2013

GWM in der StZ

Das Wichtigste über die GWM-Verhandlungen in StZ:
Wie viel Grundwasser muss abgepumpt werden?
Umweltschützer: S-21-Erörterung beantwortet nicht alle Fragen
Regierungspräsidium erwägt Fortsetzung


Tadeusz, am 16.09.2013

Erfinder des K21 im Interview

Das Konzept K21 ist unsere Alternative zu S21. Was viele nicht wissen: wer hat das Konzept entworfen?
Im Artikel bei Fairkehr-Magazin wird der Urheber von K21 interviewt.

Ein aktuelles Papier des VCD zu S21 gibt es HIER.

Tadeusz, am 18.07.2013

Das bestgeplante...

Damit es noch bestgeplanter wird, weitere Planänderungen:

Nesenbachdüker - Planänderung läuft:
Mehr bei StZ

Neckarbrücke bei Cannstatt - Planänderung (ob ein regelgerechtes Planänderungsverfahren eingeleitet wird ist noch offen)
Mehr bei StZ

Grundwasserentnahme - Planänderungsverfahren läuft:
Mehr bei StZ

Abstellbahnhof Untertürkheim - noch kein PlanFeststellungsVerfahren (PFV) eingeleitet. ob überhaupt schon pläne eingerecht wurden?
Mehr bei StZ

Filderbahnhof Pläne wurden erneut eingereicht. das verfahren läuft schon seit über 10 jahren. auch der Filderdialog brachte nicht das gewünschte ergebnis, welches sich die DB AG vorgestellt hatte.
Mehr bei StZ

Fildertunnel - Kein Platz für das Betonwerk um die Tübbinge herzustellen.
Mehr bei StZ

Tadeusz, am 26.06.2013

Nihil novi...

Es gibt nicht viel zu kommentieren...

Eine neue Organisationsstruktur soll schaffen, was physikalisch unmöglich ist:
Artikel in StZ

Projektsprecher Dietrich behauptet stur, Termine würden eingehalten
Artikel in StZ

Technikvorstand Kefer verliert Einfluss
Artikel in StZ

Lenkungskreis wird (wieder mal) vertagt
Artikel in StZ

S21 schafft Arbeitsplätze - für Schwarzarbeiter
Artikel in SN


Tadeusz, am 10.06.2013

Schäuble zu Bevölkerung: selber schuld!

Wer ist schuld an S21 und BER?
Für Finanzminister Schäuble ist die Frage klar: Schuld sind die Bürger. Weil sie im Laufe des Projekts einfach ihre Einstellung verändern. Zum Beispiel den Lärmschutz drastisch verschärfen.
Das ist aber normal. Schon der Kölner Dom brauchte länger und kostete mehr als geplant. Offensichtlich hat die deutsche Wirtschaft seit dem Mittelalter nic hts dazugelernt.

Für all jene, die in Berlin Steuern zahlen müssen und gleichzeitig sehen, wie Schulen und Kindergärten verfallen, das Bildungs-System ausgedünnt wird und die S-Bahn zur Lotterie verkommen ist, sind Schäubles Aussagen ein Schlag ins Gesicht.

Deutsche Wirtschaftsnachrichten

Tadeusz, am 23.05.2013

"Ich habe es nicht gewusst"

Das kann wirklich niemand unter den Schlüsselfiguren behaupten. Alte Artikel in der StZ belegen: schon 2010 warnte der Bundesrechnungshof vor unseriösen Kalkulationen und warf dem Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) die Verbreitung von Unwahrheiten:

StZ vom 15.11.2010: Prüfer rüffeln Verkehrsminister
StZ vom 15.11.2010: Minister will auf Prüfer hören

Aus der aktuellen Presse:

FASZ bringt ein Porträt von Roland Morlock
FASZ vom 10.03.2013

Kommentar im DRadio über Sümpfe, Frösche und die CSU:
Und der Frosch ist nicht nur Bürger und Steuerzahler, sondern auch Wähler. Über Stuttgart 21 wird nach der Bundestagswahl mit Sicherheit noch gesprochen. Oder saßen Sie schon einmal in dem einst in Bayern geplanten Transrapid?
Kommentar bei Deutschlandradio

Tadeusz, am 12.03.2013

Linke kritisiert Steinbrück

Der Kellerbahnhof könnte die Chancen der SPD auch in der Bundestagswahl in den Keller mitreißen.
Schon jetzt steht die SPD im Südwesten wegen ihrer starren Haltung zu S21 schlecht da. In der jetzigen Diskussion sind Fakten zutage getreten, die auch Peer Steinbrück belasten. 2009 unterschrieben die Projektpartner Bahn, Bund, Land und Stadt die Finazierungsverträge auf der Basis von 3 Mrd. Euro, wobei der Bundesrechnungshof schon 2008 aufgrund wahrscheinlich auch dem Bundesverkehrsministerium vorliegender Daten auf mindestens 5,3 Mrd. kam. 2009 regierte die große Koalition - Peer Steinbrück war Finanzminister, Wolfgang Tiefensee (ebenfalls SPD) Verkehrsminister. Es stellt sich die Frage, was haben die SPD-Minister damals gewusst?
Neues Deutschland

Mein Kommentar
Sollte sich herausstellen, dass die SPD beim Unterschreiben der Verträge 2009 ahnungslos war, stellt sich noch eine weitere Frage: Wieso haben sich Minister, Premierminister und andere Verantwortliche bei solch wichtigen Entscheidungen nicht informiert? Warum haben sie den Bericht des Bundesrechnungshofes ignoriert?


Tadeusz, am 08.03.2013

Häussler unter Druck

Nachdem einige Vorgänge in der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit S21 aufgedeckt wurden, wächst die Kritik an OStA Häußler. Auch wenn - erwartungsgemäß - alles juristisch einwandfrei sein sollte, moralisch ist es schwer zu rechtfertigen, wie Beschwerden der S21-Kritiker abgeschmettert werden.
Artikel bei StZ

Tadeusz, am 05.03.2013

Wie sieht uns die Schweiz: Auf den Hund gekommen

Die Schweizer Wochenzeitung analysiert das Bahnhofs- und andere Baudebakel:

Während früher der Staat noch über eige­ne Kompetenzen verfügte (also über Expert­Innen, die die Bauaufträge vergaben und den Baufortschritt sowie die Kosten kontrollierten), sind die Fachabteilungen inzwischen vielerorts weggespart: Die PolitikerInnen und Behörden wissen des Öfteren kaum noch, was Sache ist.

Dazu kommen die deutschen "Verdingungsordnungen" für Planungs- und Bauleis­tungen, die bei öffentlichen Ausschreibungen verlangen, dass die billigsten AnbieterInnen zum Zuge kommen. Billig ist aber nicht unbedingt auch preisgünstig. Der politisch gewollte ruinöse Wettbewerb, den diese Regeln erzeugen, sorgt dafür, dass Pfusch oft einprogrammiert ist: Anspruchvolles Planen und Bauen ist auf dieser Basis oft nicht möglich.


Wochenzeitung

Tadeusz, am 27.02.2013

Es ging nie um den Bahnhof

Was schreiben andere? Flaneursalon:

Jede Diskussion um die Bahn- oder Bautechnik lenkt vom eigentlichen „Ziel“ des Vorhabens ab (möglichst hoher Umsatz an Steuergeld zugunsten der Baubranche ff – egal für was), das mit einem „Bahn“projekt nichts zu tun hat.

Zum Blog von Joe Bauer

Tadeusz, am 27.02.2013

Was war da mit den Kosten?

Schon 2008 warnte der Bundesrechnungshof, die offiziellen S21-Kosten wären fehlerhaft berechnet und nannte die Zahl mind. 5,3 Mrd. Euro. Im gleichen Jahr errechnete das Büro Vieregg und Rössler sogar 6,9 Mrd. als wahrscheinliche Kosten.

Von offizieller Seite - Landesregierung, Bahnvorstand - wurde immer wieder zugesichert, die Kosten betrügen 4,088 Mrd und die Obergrenze 4,5 Mrd biete somit ausreichend Puffer. Erst nach der VA Ende 2011 begann Bahnchef Grube schiebchenweise Kostensteigerungen zuzugeben.

Heute ist es offiziell, dass die Verantwortlichen schon damals, 2009, von höheren Kosten wussten:

Nicht nur der Aufsichtsrat hat 2009 mit höheren Kosten gerechnet und sie abgesegnet, auch die damalige Regierung von CDU und FDP war informiert.

Nach internen Bahn-Unterlagen kalkulierten Beamte der Regierung mit mind. 4,9 bis zu 6,5 Mrd. Euro Kosten. Um die Zustimmung der SPD nicht zu gefährden (2009 hat der Landtag dem Finanzierungsvertrag zugestimmt), verbat MP Oettinger, diese Zahlen zu veröffentlichen. Spiegel von 2011

Wir wissen also:
- der Kostendeckel ist definitiv gerissen
- Bahn, CDU und FDP wussten es schon 2009
- Die SPD sollte es nicht vor den Beschlüssen erfahren

Und es bleibt die quälende Frage: Warum rückt die SPD selbst jetzt nicht von S21 ab?

Tadeusz, am 22.02.2013

Aufsichtsrat stoppt S21

Das war 1999, als Rot-Grün im Bund regierte. Hoffentlich schreiben wir bald den gleichen Titel mit aktuellem Datum.

Artikel in der SZ von 1999

Die heutigen Nachrichten sehen dagegen weniger erfreulich aus. Die Vertreter des Bundes im Aufsichtsrat haben sich anscheinend schon darauf verständigt, für einen Weiterbau zu stimmen und das Land an Mehrkosten zu beteiligen. Die Arbeitnehmervertreter haben sich noch nicht festgelegt.
Artikel in StN
Artikel in StZ

Der Spiegel berichtet von der Missachtung des Parlaments durch Aufsichtsratschef Felcht.
Artikel im Spiegel


Tadeusz, am 21.02.2013

Niemand will zahlen

...na ja, bis auf einige Politiker der CDU, SPD und FDP (woher die wohl so viel Geld haben?)
Sehr sachlich stellt die momentane vertrackte Situation und die Positionen der Beteiligten der heutige Artikel bei den Stuttgarter Nachrichten dar.
Artikel bei StN

Selbst Heiner Geissler, der die These "bei Abbruch 2 Milliarden für nichts" vertritt, sieht für S21 keine Chance mehr und fordert eine ernsthafte Überlegung von Alternativen:
Artikel in Zeit

An der Wahrheit vorbeigeschrammt
Mit dem neuesten Kommentar von Joachim Dorfs ist die StZ, dem Asteroiden 2012-DA14 ähnlich, um knappe 28000 km an der Wahrheit vorbeigeschrammt.
Der Kommentator wiederholt die ewigen Mantras der Lobbyisten, an die die meisten unaufmerksamen Leser seit Jahren, dank gleichgeschalteter Stuttgarter Presselandschaft, sowieso schon glauben:
- Bund und Bahn zahlen das Meiste für S21. In der Tat ist es - unabhängig vom verkehrlichen Nutzen des Projekts - ein Riesengeschhäft für die Bahn AG und deren Eigentümer, den Bund (Siehe hier)
- Land, Region und Stadt würden von S21 profitieren. Kein Wort davon, dass S21 einen Leistungsrückbau bedeutet.
- S21 sei alternativlos, bei Projektabbruch stünden wir vor jahrelangem Stillstand. In der Tat hätten wir in dem Fall jetzt sofort einen voll funktionsfähigen Bahnhof, der zu den leistungsfähigsten in Deutschland gehört. Es müßten nur Renovierungen (die die Bahn jahrzehntelang unterlassen hat, obwohl sie dafür Geld kassierte), Reparaturen und Modernisierung des Gleisvorfelds in Angriff genommen werden - ohne die Notwendigkeit von Planfeststellungen. Und mit Erweiterung in geringem Umfang - zu einem beliebigen Zeitpunkt - kann die Leistungsfähigkeit noch verbessert werden, was bei S21 ausgeschlossen ist (Eine Erweiterung um weitere Gleise ist unterirdisch nicht nur extrem schwierig und teuer, sondern aus Platzmangel schlicht nicht möglich)
Es stimmt, dass keine detailierte Planung für diese alternativen Maßnahmen vorliegt. Aber zu behaupten, dass eine Renovierung des Kopfbahnhofs vergleichbar teuer würde wie 60 km Tunnel im Gipskeuper und vollkommener Neubau zusätzlich zur Renovierung des Kopfbahnhofs (der kann ja bekanntlich nicht abgerissen werden, weil die oberirdischen Gleisanlagen weiterhin benötigt werden), das hat mit Sachlichkeit nichts zu tun.

Tadeusz, am 20.02.2013

Brandschutz = Lametta?

Ein Bahn-Aufsichtsrat forderte kürzlich angesichts von Mehrkosten, die aus der Schlichtung resultieren, mehr Geld vom Land: "Wer Lametta will, muss zahlen".
Eine der "Lamettas" war die Forderung, für den Bahnhof ein Brandschutzkonzept vorzulegen, das genehmigungsfähig wäre.
Nun hat die Bahn nachgebessert und ein neues Konzept vorgelegt, das laut Feuerwehr immer noch unzureichend ist. Bei der Gelegenheit blamiert sich Projektsprecher Dietrich wieder mal mit Unwissen - offensichtlich weiß er noch nichts von einem neuen Brandschutzkonzept.
Artikel bei StZ

Tadeusz, am 20.02.2013

Besetzt und verbohrt

"Wer mit uns bohrt, kommt weiter": Mit diesem Wahlspruch gräbt Martin Herrenknecht (70) weltweit. Jetzt auch in Israel und im besetzten Westjordanland. Dort entsteht das Schnellbahnprojekt Tel Aviv–Jerusalem, das für die Bundesregierung ein "potenziell völkerrechtswidriges Vorhaben" ist.

Kontext:Wochenzeitung

Tadeusz, am 10.02.2013

SPD bewegt sich (außer Schmiedel)

Dejan Perc, der Kreischef der Sozialdemokraten in Stuttgart, ist endgültig sauer. Die SPD dürfe nicht die letzte Partei sein, die an dem Projekt festhalte, poltert der junge Politiker im Gespräch mit Kontext. Angela Merkel habe schließlich bewiesen, "dass sie schnell handeln kann". Siehe Fukushima.
Kontext:Wochenzeitung

Bewegung gibt es auch bei anderen Parteien:
[...]Damit würde sich das Projekt für die Bahn aber auch nicht mehr rentieren.
Daher ging auch die FDP, die das Projekt bislang befürwortete, auf Distanz: "Wenn die Eigenwirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist, muss sofort die Notbremse gezogen werden", sagte FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic.

Artikel bei Reuters

Manche Kommentatoren haben noch nichts begriffen und können es trotzdem nicht lassen, ausgeleierte Mantras zu wiederholen:
Einfach so stoppen – nach dem Motto „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“ – geht auch nicht. Erstens gibt es dafür in keinem Parlament eine Mehrheit; zweitens entstünde erheblicher Schaden für eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen in Deutschland, die mit einem Scheitern von S 21 demonstriert hätte, dass sie ebenso wenig in der Lage ist, Leuchtturmprojekte zu meistern, wie das von den Schwaben so gern belächelte Berlin; drittens existiert keinerlei Alternativplanung, die rasch umsetzbar wäre.
Ganzer Kommentar in StZ

Wir sagen dazu: Erstens können Parlamentarier ihre Meinung ändern, wenn sie sachlich informiert werden; zweitens wäre es ein Schaden, einen der besten Bahnhöfe mit einer minderwertigen unterirdischen Haltestelle zu ersetzen; drittens ist die beste Alternative, den funktionierenden Bahnhof nicht abzureißen, sofort umsetzbar, billig und muss nicht mal genehmigt werden.

Winne Hermann: “Im Moment ist es unklar, wie dieses Projekt finanziert werden kann. Jetzt muss die Bahn klären, woher sie das Geld bekommt. Der Bund muss klären, ob er bereit ist, das abzusichern”, sagte Hermann dem Fernsehsender Phoenix am Dienstagabend. Der Ball liege eindeutig in Berlin.
Mehr bei euronews

Die zusätzlichen Kosten für den umstrittenen Bahnhofsbau könnten einzelnen Managern angelastet werden. Laut "Stuttgarter Zeitung" werden mögliche Regressansprüche geprüft.
Artikel bei SPIEGEL

Tadeusz, am 06.02.2013

Chefaufseher der Bahn vor Bundestagsausschuss zitiert

Der Deutsche Bundestag hat den Chefaufseher der Deutschen Bahn, Utz-Hellmuth Felcht, erneut schriftlich aufgefordert, sich den Fragen des Parlaments zur Kostenentwicklung bei Stuttgart 21 zu stellen.
Artikel in StZ

Tadeusz, am 01.02.2013

Pressestimmen

Ein Desinteresse am Thema S21 lässt sich nicht feststellen.

Die StZ bringt inzwischen viele interessante Artikel zu S21. Sie sind bei weitem nicht so einseitig wie vor 1-2 Jahren:
S21-Themenseite der StZ

Die 4-Buchstaben-Zeitung giftet unvermindert weiter:
Keine Strafe für S 21-Chaoten? Grüner fordert Amnestie für Straftäter
Artikel bei BB**D

Walter Sittler über sein Engagement gegen S-21
Artikel bei Stern

Neuer Streit über Kostenexplosion bei S21: Bund und Länder sollen „Zusatzrisiken“ von 1,2 Milliarden Euro tragen
Artikel bei FOCUS

Unbeliebtes Großprojekt S21 steht auf der Kippe
Artikel bei WELT

Tadeusz, am 01.02.2013

Wie ECE die Städte ruiniert

Die ARD brachte kürzlich einen schockierenden Beitrag (ARD Mediathek) über die Machenschaften von ECE. Zur Erinnerung: es ist die ECE und die "unabhängige" Stiftung Lebendige Stadt, die darauf warten, dass der "Gleiskruscht" endlich beseitigt wird und ein neues Handelszentrum entsteht. In der ECE-Stiftung sind bzw. waren Gönner, Oettinger, Schuster...

Tadeusz, am 27.01.2013

Attacke gegen Kuhn, immer noch keine Fakten

Stadtrat Hill (CDU) attackiert OB Kuhn. FDP und SPD schließen sich der Kritik an. Sachliche Argumente vermissen wir weiterhin - Emotionen, Polemik und Argumente ad personam gelten unseren gewählten Volksvertretern mehr als Tatsachen.
Artikel in StZ

Dazu ein Kommentar von Jörg Nauke.

Technikausschuss: Schlampereien beim Abriss waren Thema des Treffs, ebenso die Zugentgleisungen. Hantel wies darauf hin, dass aus Sicht der Bahn das Gleis zehn wieder befahrbar sei, nur das Eisenbahn-Bundesamt sehe das anders.
Artikel in StZ

Die Kostenexplosion beim Bahnprojekt Stuttgart 21 wird nicht wie geplant an diesem Mittwoch im Verkehrsausschuss des Bundestages diskutiert.
Artikel in StZ

Tadeusz, am 16.01.2013

Was ist schlimmer als S21?

Ein tiefgründiger Artikel von Albrecht Müller besagt: S21 ist nur ein Symptom für das wahre größere Problem - die Privatisierung der Bahn.
Ob der Zeitpunkt reif ist, aus der Privatisierung der Bahn auszusteigen, darf angezweifelt werden. Aber denken wir etwas weiter:

Dass der Versuch, alles gesellschaftliche Tun nach ökonomischen Regeln zu organisieren, im fundamentalistischen Glauben, dass der Markt nicht nur allmächtig, sondern auch allwissend und gut ist und dass wir deswegen alles dem Markt überlassen müssen, nur zu einer Katastrophe geführt hat (und führen musste), das haben die Krisen 2009 und die jetzige Schuldenkrise gezeigt.

Dass immer mehr Menschen dieser neoliberalen Religion den Rücken kehren, weil sie die immer dreistere und immer weniger verschleierte Selbstbedienungsmentalität der Mächtigen durchschauen, erkennen wir an den heutigen Nachrichten: die FDP liegt bei 2%.

Ob S21 immer noch fortgesetzt wird oder nicht, ob die Bahn eine Aktiengesellschaft bleibt oder wie früher im Auftrag des Staates die Bedürfnisse der Menschen (und nicht die Gier der Investoren) bedient - dieses Stuttgarter Monsterprojekt hat einen Prozess in Gang gesetzt, den wir, im Interesse künftiger Generationen, am Leben erhalten müssen. Dieser Prozess wird wieder den Menschen und den Einklang mit der Natur als Beurteilungskriterium anstatt von Profiten und Renditen setzen.

In "Herr der Ringe" heißt es: Doch die Zwerge haben zu tief und gierig geschürft. Nur die Weisen wissen, was sie an den Wurzeln des Gebirges geweckt haben. Nun, erstaunten Augen der insolventen Immobilienhaie und enttäuschter Tunnelbauer mögen uns als einen Dämon aus vergangenen Zeiten sehen. Ein CDU-Mitglied schrieb in seinem Blog über unseren K21-Infotisch Da stehen sie, der Abschaum aus der SED/PDS, eine CDU-Dame schimpfte uns Gleisfetischisten. Wer so schimpft, der hat keine Argumente, dafür aber mächtig Angst. Man könnte fast Mitleid mit ihnen haben...


Tadeusz, am 10.01.2013

Geißler zweifelt an S21

Heiner Geißler, der frühere Schlichter im Stuttgarter Bahnhofsstreit, hat Zweifel, ob das Projekt Stuttgart 21 in der derzeitigen Planung überhaupt noch realisiert werden kann. „Es ist mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen."
Artikel bei FAZ

Tadeusz, am 06.01.2013

StN spekulieren über Kuhns Schritte

Die Stuttgarter Nachrichten spekulieren, welche Möglichkeiten Fritz Kuhn als neuem OB Stuttgarts zur Verfügung stehen.
Artikel in StN

Tadeusz, am 06.01.2013

Presse über Ausstieg und Kosten

Fünf Milliarden für nix? Politiker überbieten sich mit Phantasiezahlen bei Ausstiegskosten
Rülke (FDP) und Schmiedel (SPD) überbieten sich bei "Pi mal Daumen" geschätzten Ausstiegskosten und greifen immer noch auf die alte Mär von "Milliarden für nix":
Stuttgarter Zeitung

Özdemmir fordert Baustopp
Stuttgarter Zeitung, Spiegel

Während die Staatsanwaltschaft Bahnhofsgegner verfolgt, die Bäume mit roten Kreuzen markiert haben, erwägt das Bündnis eine Klage gegen Nils Schmid, sollte dieser den Gestattungsvertrag zur Abholzung des Rosensteinparks unterschreiben: Stuttgarter Zeitung. Allerdings heißt es aus dem Finanzministerium, die Bahn müsse vorher noch Umweltgutachten nachreichen.

Grünen-Verkehrspolitiker Anton Hofreiter ist überzeugt, dass die Kostenexplosion beim Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 vor allem Bahnkunden und Steuerzahler treffen wird: Berliner Morgenpost

Tadeusz, am 02.01.2013

Ende der Zensur?

Jahrelang vermied die Stuttgarter Presse jegliche Fakten, die das Großprojekt S21 gefährden könnten. Selbst wenn mit Sympathie von unseren Protesten berichtet wurde - es waren immer Porträts oder Geschichten über Menschen, aber unsere Argumente, warum wir protestieren, wurden nicht zitiert.
Und jetzt erscheint ein bemerkenswerter Artikel in der StZ:
der dänische Wissenschaftler Bent Flyvbjerg erklärt, warum Großprojekte fast immer im Desaster enden - der Fehler liegt im System. Zuerst werden Kosten kleingerechnet, um die politischen Entscheidungen zu beeinflussen, später - wenn es kein Zurück mehr gibt - werden die Kosten scheibchenweise erhöht.
Wenn das Projekt teurer wird, bekommt der Steuerzahler die nächste Rechnung – und die Bahn keine Sanktionen, sondern als Belohnung für die Fehlplanungen höhere Planungs- und Bauetats.

Wir haben das schon immer gewusst. Nun berichtet auch die Stuttgarter Presse davon. Früher hätte das vielleicht das Ergebnis der Volksabstimmung anders ausfallen lassen.

Tadeusz, am 22.12.2012

Ingenieure22 schreiben dem Bahn-Aufsichtsrat

Die Ingenieure22 für den Kopfbahnhof haben eine Reihen von Briefen an alle Mitglieder des Aufsichtsrates der Bahn AG geschickt. Damit kann niemand mehr sagen, er hätte nicht genug gewusst.
Ingenieure22 - die Briefe

Tadeusz, am 21.12.2012

Unser Bündnis in der WKZ

Die heutige Waiblinger Kreiszeitung bringt einen Artikel über unser Bündnis aus Anlass der 150. Montagsdemo am 26.11.2012.
Natürlich war es nicht möglich, alles was wir zu sagen hatten, in einem einstündigen Pressegespräch rüberzubringen und in einem einzelnen Artikel unterzubringen.
Für eine vertiefende Studie halten wir unsere Homepage aktuell und veranstalten weiterhin Infostände und Vorträge namhafter Experten.
Zum Artikel

Tadeusz, am 22.11.2012

Kretschmann: Kostendeckel gitl!

An eventuellen Mehrkosten wird das Land sich nicht beteiligen. Das ist vom Kabinett so beschlossen worden. Und daran werden wir nicht rütteln. (...)
Wenn die Bahn das anders sieht, muss sie das vor Gericht feststellen lassen.

Interviev bei der BZ

Tadeusz, am 16.11.2012

Bahn ist klamm

Die Bahn AG versteigert Bahnhöfe, zum Teil ab 2-3 tausend Euro. Und wenn dann noch der Gleisschrott beim Altmetall entsorgt ist, kann sie mit ihren Speditionstöchtern endlich Gewinne machen.
Zur Auktion

Tadeusz, am 16.11.2012

Fotoshow: Baustellen um den Rosensteinpark

Der fotografische Rundweg beginnt in der Ehmannstraße, führt in den Rosensteinpark, weiter zum Nordbahnhof und über die Gäubahn-Brücke zu den Bauschutt-Bergen auf dem Pfleiderer-Gelände, zum Feuerbacher Bahnhof, zurück zum Schloss Rosenstein und in die Nähe des alten Rosenstein-Tunnels sowie runter zum Neckar zur Terrasond-Bohrstelle. Alle Aufnahmen entstanden am 14.11.2012.

Zur Fotoshow

Tadeusz, am 15.11.2012

StZ: Katastrophales Brandschutzkonzept

Was wir schon seit Jahren (z.B. hier) bekanntgeben, darf jetzt auch die StZ veröffentlichen, nämlich: S21 hat kein brauchbares Brandschutzkonzept.

Artikel in StZ

Damit wird die nächste - zwölfte - Planänderung für den Tiefbahnhof fällig. Kein Grund zu dramatisieren, sagt Projektsprecher Dietrich.

Tadeusz, am 11.10.2012

elfte Änderung seit 2005

Die Bahn rückt Fakten weiterhin nur scheibchenweise raus. Die Politik der Verschleierung wird noch von ignoranten Politikern unterstützt:

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Roswitha Blind machte deutlich, technische Details seien nachrangig: "Da können wir uns auf die Verwaltung verlassen." Gerade bei S 21 arbeite diese "gut und sorgfältig".

Auch CDU ist "entspannt". Nur die Grünen bekämen bei S21 einen "Ausschlag".

StZ: Debatte über 300 Rammpfähle

Tadeusz, am 19.09.2012

Tunnelblick 09/12

Der aktuelle Tunnelblick September 2012...

Tadeusz, am 14.09.2012

Vortrag von Klaus Gebhard

Video von Dipl. Ing. Klaus Gerhard, in dem er erklärt, was in Stuttgart tatsächlich "geplant" ist.

Einführung (7 Min)
Details (37 Min)

Tadeusz, am 05.09.2012

Stern - Der Krampf geht weiter

Der nächste gute Artikel von Arno Luik im heutigen Stern:

Wie der stern berichtet, tut sich auf der Großbaustelle mitten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt so wenig, dass die geplante Inbetriebnahme 2020 so gut wie ausgeschlossen scheint. Noch völlig ungewiss ist, wann überhaupt mit dem Bau selbst begonnen wird: 2013 oder 2014? Oder noch später?

ganzer Artikel online

Tadeusz, am 12.07.2012

Volksabstimmung: was wussten die Wähler?

Waren die Wähler ausreichend informiert? Diese Frage taucht immer wieder bei der Bewertung der VA auf. Hier eine Liste aller möglichen Stern-Artikel von Arno Luik:

Kapitalprivatisierung - Der große Eisenbahnraub (Sept. 2008)
Ab in die Grube
Angst vor der Grube
Friede der Stadt
Geheime Akten
3 Mrd Euro oder nix? Ausstiegskosten
Monopoly 21 - die Strategie der Investoren
Der Offenbarungseid
Wie die Bahn die wahren Kosten verschleiert
Kalkulation und Kalkül

Also am Mangel an Informationen kann es nicht gelegen haben...

Tadeusz, am 29.05.2012

TAZ: Analysen von Palmer und Sittler

Zwei ausführliche Analysen der eigenen Fehler und warum der Widerstand gegen S21 gescheitert ist.

Boris Palmer:
Nun ist Selbstkritik immer hart. Sie hat aber auch etwas Reinigendes. Aus der Katharsis kann man neue Kraft schöpfen. Das unterscheidet sie von der Konstruktion von Verratsvorwürfen.
Ganzer Artikel

Walter Sittler:
Was wir und auch ich nicht bedacht haben: Es nutzt nichts, als einfacher Bürger die nachweisbar richtigen Argumente zu haben, wenn du einer Koalition aus politischer und wirtschaftlicher Macht gegenüberstehst, die etwas durchsetzen will. Da verlierst du. Die Regeln sind irrational, aber man muss sie kennen, sonst geht man unter
Ganzer Artikel

Tadeusz, am 24.05.2012

Winne Hermann in der StZ

Die StZ bringt ein ausführliches Interview mit Minister Hermann zum Thema NBS, Fildertrasse und Regio-Verkehr: zum Interview

Tadeusz, am 11.05.2012

Gegendarstellungen

Die Massenmedien berichten bei Artikeln zu Stuttgart 21 und anderen strittigen Themen oft parteiisch und fehlerhaft oder haben eine Schieflage, die eine Richtigstellung herausfordern.

Das neue Blog www.durch-sicht21.de bringt Gegendarstellungen mit Schwerpunkt Stuttgart 21

Tadeusz, am 07.05.2012

WKZ: S21 und die Remstalbahn

Im Jahr 2003 schloss die schwarz-gelbe Landesregierung einen neuen Verkehrsvertrag mit der Bahn ab. Er fiel auffällig vorteilhaft für die Bahn aus – Lieb (VCD) nennt den Kontrakt „eine Good-Will-Aktion“ gegenüber dem Mobilitätsunternehmen. Und in der Tat, bereits 2001 schrieb das Verkehrsministerium: Der Vertrag solle so gestaltet sein, dass er „den erschwerten Betriebsbedingungen während der Bauzeit“ von S 21 „Rechnung trage“. Auf gut Deutsch: Damit die Bahn das Mammutprojekt stemmen kann, bekam sie feinste Konditionen.
Der aktuellen, grün-roten Landesregierung aber reichen die Regionalisierungsmittel kaum mehr aus, um das derzeitige Zugangebot noch zu bezahlen, es droht eine Fahrplanausdünnung – und die ehemalige, schwarz-gelbe Landesregierung, die das „finanzielle Desaster“ angerichtet hat, schimpft oppositionsfidel darüber. Dieselben Leute, die zur Misere beigetragen haben, „wundern sich“ nun, dass „kein Geld mehr da ist, um das aktuelle Zugangebot sicherzustellen“ – Lieb nennt das „scheinheilig“.
Ganzer Artikel

Tadeusz, am 07.05.2012

Fehler in der Stresstest-Software

Wie drei Grüne Abgeordnete mitteilen, nennt WikiReal einen Fehler in der beim Stresstest eingesetzten Simulatiossoftware, der zu einer höheren Leistungsfäghigkeit des simulierten Tiefbahnhofs führte.
Zur Zeit überprüft das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur den Sachverhalt.
Ganze Pressemeldung

Tadeusz, am 05.03.2012

Stellungnahmen

Auszug der Erklärung von Andrea (Infooffensive):

Bei allem gerechtfertigten Zorn auf die Grünen und ihre schwächliche Wankelmütigkeit, lasst uns nicht vergessen, wer die wirklichen Projekttreiber in unserer Regierung sind. Lasst uns nicht vergessen, dass Finanzminister Nils Schmid der Bahn unseren Schloßgarten übergeben hat. Und das, obwohl mit einem Baufortschritt gar nicht zu rechnen ist. Derselbe Herr Schmid, für den es völlig akzeptabel zu sein scheint, dass die Bahn bis heute keine transparente Kostenkalkulation vorgelegt hat - was uns übrigens vor der Volksabstimmung versprochen wurde.

In seinem Brief an Parkschützer/innen schreibt Markus Rösler (MdL) u.a.:

Man hat das Feindbild ausgewechselt.
Diejenigen, die S21 massiv vorantreiben, nämlich insbesondere CDU und SPD, sind quasi nicht mehr existent in der Kritik.
Es gibt jetzt einen neuen grünen Sündenbock und der muss jetzt nicht nur für gerechtfertigte Kritik, sondern für alles herhalten.
Schwarz-Weiß-Malerei pur.
Ist das der richtige Weg?


Ganzer Brief

Tadeusz, am 20.02.2012

SWR2 zu S21 am 23.02

SWR2 sendet am 23. Februar 2012 um 22.03 Uhr ein ARD radiofeature zu “Stuttgart 21″. Im Fokus des Features "Abstellgleis für alle" steht die Frage, ob das Milliardenprojekt einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland leistet.
S21 sorgt aus Sicht vieler Experten dafür, dass wichtige Verkehrsprobleme auf dem Abstellgleis landen.

Mehr Info bei Currentgame

Tadeusz, am 14.02.2012

Stellungnahme des VCD

Die Volksabstimmung war ein ungleicher Kampf David gegen Goliath. Mit massiver Unterstützung der CDU und von Interessenverbänden, finanziert großteils aus unseren Steuermitteln, hat die unsachliche, hochemotionale Kampagne der S21-Befürworter die Mehrheit der uninformierten Bürgerinnen und Bürger vor Allem gegen die Grünen mobilisieren können.
Der Glaube, die Grünen in der Regierung könnten gegen die gesamte Opposition und gegen den eigenen Koalitionspartner das Projekt mit politischen Mitteln verhindern, ist ebenso weltfremd wie ein weiteres Festhalten an K21. Es bleibt nichts anderes übrig, als das Ergebnis der VA anzuerkennen - die Mehrheit der Stimmberechtigten will nicht aus dem Projekt aussteigen.
Diese politische Situation ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass S21 die schlechteste Lösung für den Bahnknoten Stuttgart ist - es handelt sich hierbei um ein städtebauliches Projekt, das aus den Mitteln des Verkehrsetats finanziert und durch Rückbau von Infrastruktur auf Kosten des Bahnverkehrs durchgezogen wird.

Seine künftige Aufgabe sieht der VCD in der kritischen Begleitung des weiteren Baus - alle noch anstehenden Planfeststellungen und Planänderungen müssen fachmännisch analysiert werden. Abweichungen von Regelwerken, Gesetzen und Abmachungen im Rahmen der Faktenschlichtung dürfen nicht mehr durchgewunken werden - das will der VCD in Zusammenarbeit mit Behörden, Betroffenen und Umweltverbänden einfordern.

Pressemeldung: Beschluss des Landesvorstands des VCD

Tadeusz, am 13.02.2012

Grüne Fraktion informiert

In einem ausführlichen Text erklärt die Fraktion der Grünen im Landtag ihre Position und einige rechtliche Zusammenhänge, u.a.:

Zuständigkeiten für Planfeststellungen
Das Eisenbahnbundesamt (EBA) ist für Planfeststellungsverfahren bei Betriebsanlagen der Eisenbahnen des Bundes zuständig. Aufgabe des EBA ist es, auf die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen zu achten und ihre Umsetzung von der Bahn einzufordern. Die Träger öffentlicher Belange (z.B. die untere Naturschutz- oder Wasserbehörde) werden an den Planfeststellungsverfahren in Form der Anhörung beteiligt. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Beim Grundwassermanagement hat die Bahn das missachtet, weshalb der BUND mit seiner Klage beim Verwaltungsgericht Mannheim Erfolg hatte.
Das Land und seine Behörden sind nicht am Verfahren beteiligt, auch eine Zustimmung des Landes ist leider nicht erforderlich. Diese für uns unbefriedigende Regelung kann nur auf Bundesebene für Infrastrukturprojekte von besonderer Bedeutung diskutiert und geändert werden.

ganzer Text

Tadeusz, am 12.02.2012

SPD: späte Einsicht

„Endlich erkennt auch die SPD, dass die Stuttgart 21-Planungen Murks sind“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb angesichts der aktuellen Forderungen der SPD, bei der Streckenführung auf den Fildern sowie beim Standort des Flughafenbahnhofes umzuplanen.

Seit Jahren schon kritisierte der VCD, dass die S21-Planung auf den Fildern mit ihren zwei getrennten Bahnhöfen eine Fehlplanung sei – während diese vom ehemaligen Mister S21 der SPD, Wolfgang Drexler, als Teil des ‚bestgeplanten Projektes’ vehement vertreten wurde.
Ganze Meldung

Tadeusz, am 13.01.2012

StZ kennt die Zukunft!

Varlogas Wisch - ein Hammer!

Die Stuttgarter Zeitung hat den letzten Rest journalistischer Glaubwürdigkeit verspielt. Heute, Freitag, 13.01. auf der Titelseite:

"[...] Mit einem großen Einsatz sicherte die Polizei in der vergangenen Nacht den Baustellenbereich und stellte Absperrgitter auf. Gegner von Stuttgart 21 riefen daraufhin zu Protesten auf."

Besagter Artikel in der Online-Version

Redaktionsschluß war am 12.01., vermutlich gegen 18:00 Uhr. Ab 22:00 Uhr konnte man die Zeitung am noch absolut friedlichen Ort des späteren Geschehens, dem Bahnhof nämlich, bereits kaufen.

Tadeusz, am 13.01.2012

Alles Wichtige in TAZ-Beilage

Die wichtigsten und aktuellen Fakten zu S21 und zur Volksabstimmung bringt eine mehrseitige Beilage der TAZ. Wer neu im Thema ist, kann gleich das Wichtigste finden.

Tadeusz, am 04.01.2012

Grube relativiert Zusage

Bahnchef Grube hat immer behauptet, die Kostengrenze würde eingehalten. Jetzt, nach der Volksabstimmung, heißt es plötzlich "weder vor noch nach der Volksabstimmung gesagt, dass genau exakt der Preis von 4,088 Milliarden für Bahnhofknoten rauskommt".

Der Termin 2019 ist auch nicht mehr zu halten - wegen der Volksabstimmung und Schlichtung. Achso. Hoffentlich haben die Leser vergessen, dass lange Zeit keine Firma bereit war, Arbeiten am PFA 1.1 zu übernehmen und dass PFA 1.3 noch lange nicht genehmigt wird.

Und nebenbei bedankt man sich höflich für die freundliche Unterstützung von Kretschmann und Hermann - das sät so schön Misstrauen und Zwietracht in den Reihen der Gegner.

So macht man Politik!

Interview in dradio

Siehe auch unseren Beitrag: Was kostet S21?

Tadeusz, am 15.12.2011

Fachartikel in Eisenbahnrevue

Stuttgart 21: Leistung von Durchgangs- und Kopfbahnhöfen
Dr. Christoph M. Engelhardt vergleicht die Leistungsfähigkeit vieler Kopf- und Durchgangsbahnhöfe und stellt fest, von einer vielfach versprochenen Verdoppelung der Leistung kann keine Rede sein, allemal etwa 40% mehr Leistung bringen Durchgangsbahnhöfe. Die versprochenen Zugzahlen von S21 können nach jetzigem Stand der Technik und des Wissens nicht erreicht werden.
Zum Artikel

Stress mit dem Stresstest
Felix Berschin stellt eine detailierte Analyse des "Stresstests" dar.
Zum Artikel

Weitere Fachartikel aus der Eisenbahnrevue gibt es bei Kopfbahnhof-21

Tadeusz, am 12.12.2011

Stimmen nach der VA

Entgegen den bisherigen Beteuerungen, Kosten und Termine einzuhalten, rückt die Bahn nach dem für die erfreulichen Ausgang der Volksabstimmung von Zusicherungen ab. Sowohl der Termin, als auch die Kosten könnten überschritten werden ("Hexen können wir nicht").
Natürlich sind die Schuldigen ausgemacht - natürlich Die Grünen (wer denn sonst?!), denn sie haben das Projekt nicht genügend lieb und wollen nicht für solchen Luxus, wie Barrierefreiheit und Feuerschutz, nicht extra zahlen. Und das hat MP Kretschmann zum wiederholten Male eindeutig bekräftigt.
Die scheinbaren Bemühungen der S21-Betreiber um Deeskalation erscheinen im Lichte der angedrohten Klagen verlogen, ebenso wie die Sorge von OB Schuster, die Bürger könnten wegen der Zeltstadt im Park nicht entspannen. Nichts entspannt bekanntlich so sehr, wie der Anblick von Motorsägen und einer Baugrube im Herzen des Schlossparks.

Aber wen überrascht das? Als AG ist die Bahn weder an bequemem transport von Behinderten, noch an Sicherheit, sondern nur noch an kurzfristigen Profiten interessiert. Deswegen hört bei Geld der Spaß auf.

Artikel in StZ: Keiner will die Eskalation
Artikel in StZ: Grube will Barrieren überwinden

Tadeusz, am 01.12.2011

Das war kein Stresstest

Nach langem Ringen hat die Frontal 21 - Redaktion (ZDF) nun das ausführliche Interview mit Prof. Knoflacher von der Technischen Universität Wien online gestellt. Prof. Knoflacher ist Verkehrswissenschaftler und war langjähriger Berater des österreichischen Verkehrsministers. Er sagt im Interview unter anderem: "Das war kein Stresstest"

Interview (Video)

Erläuterung zum Interview: Prof. Knoflacher bezieht sich am Beginn des Interviews auf Ausarbeitungen von Prof.Dr. Christoph Engelhardt (München) veröffentlicht u.a. in der Eisenbahn-Revue International (06/2011) . Darin wird ganz klar nachgewiesen, dass der Durchgangsbahnhof den gewünschten Verkehr nicht abwickeln kann.

Tadeusz, am 30.11.2011

Geissler: Bahn hat Hausaufgaben nicht gemacht

Nach Heiner Geissler ist die Bahn verpflichtet, S21 plus zu bauen - in Sachen Behindertengerechtigkeit und Brandschutz habe die Bahn ihre Verpflichtungen noch nicht erfüllt.
Artikel in StZ

Tadeusz, am 29.11.2011

Heiße Phase

Grube, Schuster, Arbeitgeber sprechen für S21

Die Pro-Tiefbahnhof-Seite konzentriert sich auf ihre Hauptargumente: Autorität (Amtspersonen, die die Neutralität nicht wahren), Vertrauen (Behauptungen statt Fakten) und Einschüchterung (explodierende Ausstiegskosten).
Grube in StZ, Schuster in StZ, Arbeitgeberverbände in StZ

Fakten sprechen gegen S21

Die kürzlich online gestellte Seite WikiReal analysiert den Stresstest akribisch genau und wirft Bahn und SMA vor, eigene Konzernrichtlinien der Bahn zu missachten. Die Gruppe von Wissenschaftlern wird von der Pro-Seite heftig attakiert.
Der von der Pro-S21-Seite beauftragte einen angehenden Verkehrswissenschaftler, der zwar die Ergebnisse des Stresstests als "plausibel" bezeichnete, die konkreten Vorwürfe jedoch nicht entkräften konnte.
Auf die Standardvorwürfe der Gegner, wie doppelte Belegung von Gleisen und die Längsneigung des Bahnhofs, reagierte der Student mit dem Hinweis, das sei unproblematisch und andernorts noch schlimmer.

Klartext: Falls S21 gebaut wird, dann wird es nicht der schlechteste Bahnhof sein.
Artikel in StZ

Tadeusz, am 24.11.2011

Wer es noch nicht weiß...

Interview mir Prof. Bodack
Professor Dipl. Ing Karl-Dieter Bodack arbeitete rund 30 Jahre für die Deutsche Bahn. Dabei vor allem für den Vorstand. 1938 in Stuttgart geboren, erwarb Bodack sein Lokführer-Patent auf der Strecke Ulm-Stuttgart. Der ehemalige Student der „Hochschule für Gestaltung“ (HfG) Ulm entwickelte die Interregio-Züge mit. Bodack zählt zu den kundigsten Kritikern von „Stuttgart 21“. Hier nimmt er Stellung zu den Argumenten der Projektbetreiber.
Interview

Frontal 21 von gestern
Kosten frisiert, Öffentlichkeit angelogen, beim Stresstest getrickst - alles aktenkundig. Der ZDF Frontal 21 zeigte gestern die wichtigsten Gründe zum Ausstieg - geballte Information in wenigen Minuten!

Video: Frontal 21 vom 22.11.2011 (Ab min. 25)

Tadeusz, am 23.11.2011

Argumente für S21

Argument bei Gegnern abgekupfert
Eine interessante Wende in der Argumentation der Unterstützer des Projektes "Stuttgart 21":

Was wir schon lange wussten, dass nämlich der Ausbau des Schienenverkehrs in ganz Baden-Württemberg unter dem großen Geldeinsatz für den unterirdischen Bahnhof leiden würde, scheint inzwischen auch bei dessen Unterstützern angekommen zu sein. Hannes Linck (VCD) zitiert dazu aus einer Anzeige in der Badischen Zeitung vom 23.11.11: "Ein Ausstieg des Landes aus S21 kostet Milliarden - für nichts. Dieses Geld fehlt am Ende bei vielen anderen Verkehrsprojekten im Land. (...)"

"Da haben die S21-Befürworter ihre Argumentation ad absurdum geführt", so Linck weiter. Denn das sei ja nun wirklich niemandem mehr zu vermitteln, dass die von der DB AG geforderten - und von vielen bestrittenen Ausstiegskosten - von 1,5 Mrd. € Verkehrsprojekte im Land mehr behinderten als die zu erwartenden S21-Kosten von sicher mehr als 5 Mrd. €.

Die Autorität des Herrn OB
Der S21-Fan und OB Stuttgarts, Wolfgang Schuster, macht unter Verletzung des Neutralitätsgebots als Amtsperson Werbung für S21 und belastet den städtischen Haushalt mit Kosten von etwa 130.000 Euro. Wir können gespannt sein, wie viele Wähler von seiner Autorität beeindruckt sein werden!
Artikel in StZ

Motive bei Mediamarkt abgekupfert
[Hier stand ein Bild mit dem Text "Milliarden-Strafe beim Ausstieg? Wir sind doch nicht blöd!" Wegen eines Rechtsstreits zwischen der IG Bürger und dem Fotografen um Urheberrechte ist dieses Bild von uns von der Seite entfernt worden, um Regressforderungen zuvorzukommen.]
Auch wenn die Plakate der Tiefbahnhofsfans manch einen an NPD-Plakate erinnern - sie sind eindeutig bei einer Werbekampagne von MediaMarkt abgekupfert. Auf unsere Anfrage hat uns die Leitung von MediaSaturn informiert, dass das S21-Bündnis keine Erlaubnis von MediaSaturn hat, das Motiv zu verwenden.
Artikel bei Designtagebuch

Tadeusz, am 23.11.2011

Interessantes im TV

HEUTE: Dienstag, 21 Uhr, ZDF- Frontal21: "Verschwiegene Kosten"
Mehr Info...

MORGEN: Mittwoch, 22:30 Uhr, SWR: "Stuttgart21 - eine Chronik"
Mehr Info...

Tadeusz, am 22.11.2011

Großanzeige in Schorndorfer Nachrichten

Unser Bündnis bringt in der Samstagsausgabe der Schorndorfer Nachrichten eine große Anzeige mit Aufruf, für den Ausstieg zu stimmen, die von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet und finanziert wurde.

Aufruf als Anzeige

Tadeusz, am 18.11.2011

Umfangreiche Sendungen beim SWR

Der SWR bringt im Hörfunk, Fernsehen und Internet demnächst zahlreiche Sendungen, die umfangreich zum Thema informieren sollen. Hoffentlich auch sachlich und kompetent!
Das Programm zur Volksabstimmung

Tadeusz, am 17.11.2011

Regelverstöße beim Stresstest

Die Auswertung des Stresstests hat anhand der eigenen Regeln/Richtlinien der Bahn schwerwiegende Manipulationen der Daten und umfangreiche Verstöße gegen Bahn-Vorschriften ergeben. Ohne diese Manipulationen wären 49 Züge in der Spitzenstunde nicht möglich.

Die umfangreiche Untersuchung steht auf der neu gegründeten Internet-Plattform WikiReal (wird am Freitag freigeschaltet) jedermann zur Einsicht und Überprüfung offen. Ähnlich dem Guttenplag-Wiki beteiligt sich mittlerweile eine Reihe von Wissenschaftlern und Bahn-Fachleuten an der Detaillierung und Fortschreibung der Untersuchung.

Zu diesem Thema findet eine Pressekonferenz mit Dr.Christoph Engelhardt und Dipl.Physiker Roland Morlock am Freitag, 18. November um 10:30 im Hotel Steigenberger Graf Zeppelin statt.

Tadeusz, am 17.11.2011

VCD: Verkehrsministerium informiert fehlerhaft

Nach Informationen des VCD verschleiert der Bundesverkehrsminister Ramsauer die wahren Gründe für eine Verzöerung des Rheintalstreckenausbaus - er begründet mit fehlendem Baurecht, wobei der wahre Grund eher darin lilegt, dass er die Mittel für das Projekt kürzen will - obwohl die Bundesrepublik Deutschland sich im Vertrag von Lugano 1996 verpflichtet hatte, die Strecke auszubauen.
Pressemeldung des VCD

Tadeusz, am 15.11.2011

Dietrich Wagner erhält Georg-Elser-Preis

Der beim Wasserwerfereinsatz am 30. September 2010 fast erblindete Dietrich Wagner wird heute für seinen Einsatz ausgezeichnet.
Die Auszeichnung wird stets am 8. November überreicht, dem Tag des Anschlags des Widerstandskämpfers Georg Elser auf Hitler 1939 im Bürgerbräukeller in München.

Für die Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung ist dies offensichtlich keine Notiz wert - obwohl manch andere Medien davon berichten:

Abendzeitung München, BILD, Oberpflaz-Radio RamaSuri

Darin sieht meine Fraktion eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus, sagte der CDU-Abgeordnete Bernd Hitzler (StZ).
Na klar. Keine andere Partei als die CDU hat solch prominente Gegner des Nazi-Regimes wie Hans Filbinger hervorgebracht.

Tadeusz, am 08.11.2011

Vorträge und Reden auf Youtube

Dipl.-Ing. Klaus Gebhard:
Neuer Bildervortrag vom 13.11.2011 Video
Waiblingen, 03.11.2011: Ja zum Ausstieg Teil 1 Teil 2
Wie demokratisch ist Stuttgart 21 Teil 1 Teil 2

Boris Palmer, Ulm Hbf, 04.11.2011 Video

Dr. Gregor Gysi, DGB Stuttgart Video

Tadeusz, am 07.11.2011

Weitere Argumente in der Presse

Die Gewerkschaft der Lokführer kritisiert das geplante Gefälle der Gleise von 15 Promille. Nach internationalen Gesetzen ist mehr als 2,5 Promille verboten.
Artikel bei StZ

Zum gleichen Thema meint Prof. Bodack: Bei einem "Haltepunkt" ist ein Wegrollen eines Zuges weniger gefährlich, weil vor und hinter dem Zug stets stets ein langer Gleisabschnitt frei gehalten und mit Signalen und "Indusi"-Magneten für Zwangsbremsung gesichert ist.
Bei einem Bahnhof kann ein wegrollender Zug in den Fahrweg eines anderen rollen, da gibt es bislang keine Sicherheitseinrichtungen. Daher hat kein Bahnhof Gefälle außer Ingolstadt-Nord, der ein Haltepunkt mit Gleisverbindungen ist, wobei hier ein Wegrollen nicht auf eine andere Fahrstraße führen kann.
Das EBA ist von der DB zur Ausnahmegenehmigung verführt worden, mit der Behauptung, S21 würde nur wie ein "Haltepunkt" genutzt werden!


Die Stuttgarter Zeitung berichtet auch vorsichtig (mit einem Fragezeichen) von der Studie von Vieregg und Rössler, in der nachgewiesen wird, dass der Kopfbahnhof mehr Züge abwickeln kann als S21, und das mit einem Investitionsvolumen von mehreren Millionen Euro (also ein Tausendstel der S21-Kosten).
Artikel bei StZ

Tadeusz, am 31.10.2011

Rüpelhaftes Benehmen und dreiste Behauptungen

Während Nils Schmid für seine Unkenntnis grundlegender Daten zu S21 von Bürgern auf dem Marktplatz ausgepfiffen wurde (Artikel bei StZ), widerfuhr dem Ministerpräsident Kretschmann ungebührliches Verhalten auf einer Kundgebung des Gemeindetages - er wurde von Bürgermeistern ausgebuht, weil er die Proteste gegen S21 rechtfertigte (Artikel bei SN).

Die Horror-Ausstiegskosten von 1,5 Mrd (oder sind es über 2 Mrd, wie die CDU und Nils Schmid behaupten?) werden unter Berufung auf die Aussage von Bahnchef Grube angezweifelt. Die Ingenieure22 kommen auf einen Bruchteil dieser Summe (Artikel bei SN).

Die genaue Analyse der Kosten finden Sie bei Ingenieure22.

Der mehrheitlich im Landesbesitz befindliche Stuttgarter Flughafen beteiligt sich mit über 300 Mio. Euro an S21, ohne Mitspracherecht bei der Planung des Filderbahnhofs zu bekommen. Trotzdem erhofft sich der Flughafenbetreiber über 10% mehr Fluggäste durch den "Ausbau" des Bahnknotens. Die Pläne für den Filderabschnitt sind aber immer noch nicht ausgereift und alle angebotenen Lösungen kontrovers (Artikel bei SN).

Tadeusz, am 28.10.2011

Arno Luik im Stern

Der nächste fundierte Stern-Artikel: Das Alte schlägt die Moderne.

Tadeusz, am 28.10.2011

Argumentationshilfen

Auf der Homepage Die Rote Pille kann man Filme in DVD-Qualität mit Boris Palmer, Arno Luik, Martin Vieregg und Anderen herunterladen. Das Angebot ist dafür gedacht, die selbstgebrannten DVDs an Menschen ohne Internetzugang weiterzugeben.

Pro Bahn liefert 12 gute Gründe - eine Kurzfassung des Wesentlichen, warum wir oben bleiben wollen.

Tadeusz, am 20.10.2011

Druck auf S21-Gegner

Und wieder sollen S21-Gegner eingeschüchtert werden. Weil ein SPD-Abgeordneter von einer Mailflut zu S21 genervt war, wurde die Wohnung eines Aktivisten durchsucht und Rechner beschlagnahmt. Artikel in StZ

Die Parkschützer begrüßen wiederum eine verstärkte Polizeipräsenz im Schlossgarten. Das Zeltdorf der S21-Gegner wird von zwielichtigen Gestalten als Unterschlupf missbraucht. Artikel in StZ

Tadeusz, am 20.10.2011

StZ: Gönner ließ SMA-Studie verschwinden

Nun berichtet auch die Stuttgarter Zeitung von der SMA-Expertise von November 2010, die keinen Fahrzeit-Vorteil bei S21 gegenüber K21 ermitteln konnte. Da diese Tatsache der damaligen Schwarz-Gelben Regierung nicht ins Konzept passte, blieb auch dieses Papier in der Schublade, genauso wie das brisante SMA-Papier von 2008.

Wir haben in unserem Bericht vom September schon die SMA-Studie erwähnt und freuen uns sehr, dass einen Monat später auch Zeitungen davon berichten.

Tadeusz, am 15.10.2011

Staatsanwalt verstößt gegen Datenschutz

Oberstaatsanwalt Bernhard Häußler, der in letzter Zeit bei der Verfolgung von S21-Kritikern sehr aktiv ist, hat es abgelehnt, Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen die Bahn in Verbindung mit S21 überhaupt erst aufzunehmen. Pikant: die Namen der Personen, die Anzeige erstattet haben, sind durch die Staatsanwaltschaft u.a. an die Medien weitergegeben und in Folge dessen sind diese veröffentlicht worden.
Nun ermittelt der Landesdatenschutzbeauftragte wegen eines Datenschutzverstoßes gegen die Staatsanwaltschaft Stuttgart.
Artikel in StZ

Staatsanwalt Häußler erlangte eine gewisse Berühmtheit, weil er vor etwa fünf Jahren Antifaschisten verfolgte (Artikel im Spiegel von 2006), sowie eine Anklage in Zusammenhang mit dem Sant-Anna-Massaker 1944 gegen SS-Angehörige jahrelang verschleppte (VVN BdA Mannheim).

Tadeusz, am 14.10.2011

Neues Infomaterial für die VA

fuer-k21.deDie Infooffensive stellt Infomaterial für Kampagnen zur Verfügung. Wer sich einbringen möchte und an Infotischen u.ä. für den Ausstieg werben möchte, kann sich jederzeit an uns oder eine der lokalen Initiativen des Kreises wenden.

Ein guter Einstieg in Diskussionen mit Uninformierten ist der neueste Flyer der Ingenieure gegen S21.

Für Detailverliebte: neue Auflage der Broschüre über die Finanzierung des Projekts: S21-Finanzierung_2_Aufl_Web.pdf

Tadeusz, am 13.10.2011

Bodack contra Dietrich

Unsere Diskussionsveranstaltung vom 29.09.2011 in Winnenden ist auf Youtube zu sehen:
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

Tadeusz, am 09.10.2011

Großangriff der Propaganda

Die Schwarze Seite der Macht startet Großangriff

Der Verein für S21 setzt auf prominente Namen (Artikel in StZ). CDU, FDP und Wirtschaftsverbände sowie prominente Politiker (Nils Schmid, Lothar Späth, Barbara Bosch u.v.m.) schließen sich zusammen, um "fast ausschließlich aus Spenden", aber auch mit Steuergeld, eine Propagandakampagne zu beginnen.
So soll nach Willen der CDU und FDP in der Regionalversammlung an 1,3 Mio Haushalte eine Broschüre mit Pro-S21-Argumenten verschickt werden, finanziert mit 1 Mio Euro aus dem Verkehrsetat der Region. Auch die SPD stimmte dafür, nur Die Grünen und Die Linke stimmten dagegen. (Artikel in StZ)

Dr. Pfeiffer: Lug und Trug
Mit welcher Qualität an "Informationen" das Wahlvolk bombardiert werden soll, zeigt uns ein Pamphlet von Dr. Pfeiffer, das heute in manchen Regionalzeitungen abgedruckt wurde. Es ist eine Mischung aus Beleidigungen der Grünen und Wiederholung von Lügen und Märchen, die selbst die BILD schon widerlegt hat (siehe weiter unten).

Tadeusz, am 06.10.2011

Bestgeplantes Kartenhäusle

Bahn hinkt dem eigenen Zeitplan hinterher
Der Filderabschnitt wird immer offensichtlicher zur Katastrophe. Bestenfalls kann die Fertigstellung der Flughafenanbindung 2 Jahre nach Plan stattfinden. Auch die Kosten laufen aus dem Ruder.
Artikel in StZ

CDU hält Stimmzettel für "tendenziös"
Offensichtlich hat die CDU Bammel vor der Volksabstimmung. Sonst würde sie nicht schon jetzt so absurde Bedenken äußern. Die CDU und ihre Verbündeten jaben jahrelang die ganze Geschichte so verkuddelmuddelt, dass kein Mensch durchblickt, und jetzt will sie eine einfach formulierte Frage?!
Artikel in StZ

Bahn trennt sich von Projektsteuerer für NBS
Jetzt gibt es noch einen weiteren herben Rückschlag für das Großprojekt. Die Bahn beendet die Zusammenarbeit mit "Lahmeyer International", einem der Projektsteuerer der Neubaustrecke Wendlingen (bei Stuttgart) - Ulm. Stuttgart 21 ist nur dann sinnvoll, wenn zusätzlich diese Hochgeschwindigkeitsstrecke gebaut wird.
Artikel im Stern

Tadeusz, am 04.10.2011

Katze aus dem Sack

Es gebe keine Anhaltspunkte für Kostensteigerungen bei Stuttgart 21, haben die Fraktionschefs von CDU und SPD am Freitag im Landtag behauptet.

Dumm nur, dass wieder geheime Verträge (ja, ja, demokratisch legitimiert, Parlamente waren unterrichtet usw.) an die Presse gelangt sind. Damit sind weitere Millionenkosten aufgetaucht, die man nicht mehr wegleugnen kann, ohne das L-Wort entgegengeschleudert bekommen. (Artikel in StZ)

Es gibt immer mehr Kostensteigerungen, die sich nicht mehr leugnen lassen, so dass der Risikotopf schon jetzt verbraucht ist, noch bevor die Bauarbeiten richtig angefangen hätten, bevor für den PFA 1.3 (Filderbahnhof) überhaupt ein Planfeststellungsverfahren begonnen wurde. Wie soll denn das finanziert werden?
Laut Projektsteuerer Drees & Sommer fallen 95 Prozent aller Mehrkosten erst ab 2013 an - kein ausreichender Puffer mehr vorhanden ist. Die Bahn hat für diese Probleme einen Ausweg gefunden: Für die Finanzierung von Nachbesserungen müssten die Projektpartner miteinander sprechen und eine Vereinbarung treffen. (Artikel in StZ)
Soll heißen: wir buddeln die Grube im Garten und dann fordern wir mit diesem Pfand mehr Geld.

Tadeusz, am 19.09.2011

Falsche Pläne, Schusters Vertrauen

OB Schuster beim Bürgergespräch:
Schuster beantwortet alle [Fragen] geduldig, sachkundig, und mit der immer gleichen Botschaft: Die Lage sei von Experten bewertet und geprüft, die Bahn habe sich zur Sorgfalt verpflichtet, man werde ihr beim Bau auf die Finger schauen.
Kommentar: Leute, habt Vertrauen, wird schon werden, es sind ja Fachleute!
Ganzer Artikel

Neues Genehmigungsverfahren für Fildertunnel:
Die Deutsche Bahn AG hat bei ihrem Projekt Stuttgart 21 für den Fildertunnel einen falschen Bauwerksplan ausgelegt. Die beiden vom Tiefbahnhof zum Flughafen geplanten Tunnelröhren lagen damit teils unter falschen Grundstücken.
Kommentar: Na und?! Im Gipskeuper wird sich eh alles verschieben!
Ganzer Artikel

Tadeusz, am 15.09.2011

Frostige Stimmung in der Koalition

Die Bahn will mehr Geld für überfällige Nachbesserungen - Kretschmann bleibt hart.
Artikel in StZ


Die Zeit der Basta-Politik sollte nach März endgültig vorbei sein. Nun muss ausgerechnet der kleinere Koalitionspartner den ruhigen und ausgewogen argumentierenden Ministerpräsidenten mit Verbreiten von Halbwahrheiten, Göttlichem Segen und Geheimbünden mit der Opposition dazu provozieren, ein Machtwort zu sprechen.
Artikel in StZ

Tadeusz, am 14.09.2011

Prof. Bodack am 5. September

In welchem Zustand ist unser Rechtsstaat, wenn ein Unternehmen, eine Aktiengesellschaft Deutsche Bahn mit offensichtlich von vorneherein unzutreffenden Zahlen Verträge mit Stadt, Land und Bund erreicht, die dann von Bürgermeistern und Ministern strikt eingehalten werden. Jeder Betroffene, jedes Unternehmen würde doch versuchen, wegen arglistiger Täuschung die Nichtigkeit solcher Verträge per Gerichtsentscheid erreichen. Nicht so unsere gewählten Vertreter: Sie schließen Verträge, halten Verträge ein, die wahrscheinlich vor den Gerichten keinen Bestand haben würden!

Ganzer Text

Tadeusz, am 14.09.2011

Frankfurt 21

Warum das Projekt Frankfurt 21 beerdigt wurde, obwohl es die gleichen einmaligen Chance versprach wie S21, zeigt der Artikel in HR Online. Anscheinend gibt es auch bei der FDP Menschen, für die rationelle Argumente mehr Gewicht haben als Fraktionsdisziplin. Armes Stuttgart...

Tadeusz, am 15.08.2011

Umfangreiches Videomaterial

Walter Steiger dokumentierte in über tausend Clips Reden und Ereignisse bei den Demos ab Ende 2009 und stellte sie in Youtube. Eine vollständige Liste aller Videos mit den zugehörigen Links ist jetzt auf seiner Homepage zu finden.

Liste der Video-Clips

Tadeusz, am 15.08.2011

Manipulation durch Schlagzeilen

Wenn der Titel klare Sprache spricht, bilden sich viele Menschen eine Meinung, ohne den eigentlichen Artikel gelesen zu haben. Die Zeitung mit vier Großbuchstaben nutzt das seit Jahrzehnten, um die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Es ist peinlich, dass jetzt auch Der Spiegel zu gleichen Methoden greift. Dem Artikel selbst kann man kaum etwas vorwerfen - PM Kretschmann sagt, man könne in der Politik nicht immer all seine Ziele erreichen.

Es ist mir aber unerklärlich, wie die Redakteure zu dem Titel kommen, der suggeriert, Kretschmann hätte die Seiten gewechselt.

Wir appellieren an Journalisten, sich bewusst zu machen, zu welchen Tragödien eine falsche Wortwahl führen kann. Beispiele aus der deutschen Geschichte haben wir genug.

Foto: 2. Juni 1967, die Eskalation infolge der Hetze in Boulevardblättern fordert erstes Todesopfer - Benno Ohnesorg. Das führte zu weiterer Radikalisierung und Bildung der deutschen Terrororganisationen.

Tadeusz, am 10.08.2011

Lob und Tadel für StZ

Unter dem Titel S-Bahn in einem "kritischen Zustand" präsentiert die StZ kritische Stimmen zum S21 und zum Stresstest. Es handelt sich um einen wichtigen Punkt, den Boris Palmer bei der Präsentation vorzutragen versuchte, aber von der Gegenseite erfolgreich gestört wurde. Die Stresstest-Präsentation führte bekanntlich zur Ablenkung von Bahnthemen hin zu Goebbels-Zitaten und verworfenen Heimerl-Projekten.

Es ist sehr wichtig und lobenswert, dass die StZ-Leser endlich auch konkrete Kritikpunkte präsentiert bekommen. Wir hoffen, dass das erst ein guter Anfang ist.

Artikel in StZ

Rot-Grün uneinig
Während Die Grünen in der Landesregierung den Kompromissvorschlag Geißlers prüfen, weiß es die SPD auch ohne Prüfung besser. „Dieser angebliche Kompromiss ist nicht bezahlbar und würde den Stand der Planung auf Null drehen“, sagte Schmiedel und hetzt gegen die eigenen Koalitionspartner: „Niemand kann die Grünen daran hindern, weiter auf diesem Vorschlag rumzureiten. Aber ein Projekt der grün-roten Koalition wird das nicht.“
Artikel in StZ

Tadel gibt es für die Hetzkampagne
In einem "Gastbeitrag" verhöhnt Sibylle Krause-Burger in einem unerträglich besserwisserischem Ton mehr oder weniger alle Teilnehmer des Bahnhofstreits, ohne auf die Sache überhaupt einzugehen.
Erhöht den Blutdruck besser als ein doppelter Espresso.
Hetze in StZ

Tadeusz, am 10.08.2011

Breite und offene Information

...soll nach Projektsprecher Dietrich dazu geführt haben, dass immer mehr Menschen S21 befürworten. Das betrifft insbesondere SPD-Anhänger, was Nils Schmid den Rücken stärkt und somit die Möglichkeiten der Grünen in der Koalition weiter einschränkt.

Damit - und nicht einem Fazit aus den präsentierten Informationen - endet der Artikel über den Auftritt Boris Palmers (StZ) im Rathaus, bei dem er seinen Vortrag über die Stresstest-Ergebnisse vor einigen Hundert S21-Gegnern bringen durfte. Dieser Vortrag hätte während der Stresstest-Präsentation im TV ausgestrahlt werden sollen, er wurde aber von der Gegenseite ständig behindert (siehe Artikel bei Telepolis).
Palmers Vortrag im Rathaus kann bei Flügel-TV angesehen werden.

Somit haben wir eine immer besser informierte Minderheit der S21-Gegner und eine wachsende Schar desinformierter Befürworter, die einfach mal "endlich Ruhe" will.

Wie die Presse weiterhin desinformiert, sehen wir z.B. im Artikel
Darum geht es beim Grundwassermanagement (StZ). Auch hier werden falsche Tatsachen behauptet, wie ein Blick in GWM Rohre und die dort vorgestellten Fakten, Fotos und Dokumente zeigt.

Es gibt allerdings inzwischen auch sachliche Artikel, die auch die Sicht unserer Seite wiedergeben, z.B. von Jörg Nauke Bahn-Chef Grube rechnet nochmal nach (StZ)

Tadeusz, am 09.08.2011

Konzerne...

...und ihre Politiker
Die Bahn schafft Fakten - natürlich bevor der von der neuen Landesregierung vorgesehene Volksentscheid stattfinden kann. Dem Volk soll so demonstriert werden, dass seine demokratischen Möglichkeiten nutzlos sind, denn weder Dauerdemos, noch Unterschriften, noch das Abwählen einer ganzen Landesregierung hilft. (Neue Rheinische Zeitung - ganzer Kommentar)

...und ihre Medien
Ansonsten gibt es im Wilden Süden nichts Neues - immer wieder Meldungen über die kippende Stimmung, nachdem der Stresstest bestanden wurde und die Gegner trotzdem nicht aufgeben wollen. Sogar die Stellungnahme des Verkehrsministeriums wird von den großen Zeitungen verschwiegen, als ob die Stuttgarter Presse immer noch Mappus und Gönner gehören würden.

Tadeusz, am 08.08.2011

Die gespielte Überraschung Kefers

Als bei der Stresstest-Präsentation Heiner Geißler seinen Kompromissvorschlag vorlegte, war Bahnvorstand Kefer "verblüfft". So zumindest hat er behauptet.
Wie es sich herausstellt, war er jedoch schon zwei Tage vorher von Geissler informiert.

Artikel bei Süddeutsche Zeitung

Tadeusz, am 08.08.2011

Spiegel: es brodelt...

Ein wunderbarer Kommentar von Josef-Otto Freudenreich im Spiegel:

Hier gibt es Volksversammlungen vor dem Rathaus, bei denen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann (beide Grüne) in die Mangel genommen werden, weshalb die SPD (die Urlaubsvertretung der CDU) dort gar nicht erst erscheint.

Ganzer Text im Spiegel

Tadeusz, am 29.07.2011

S21 schadet der Wirtschaft

Einzelhandel
Eine Prognos-Studie aus dem Jahr 2009 ist deutlicher: Das Center sei für den Einzelhandel der Innenstadt unverträglich. Das Forschungsinstitut veranschlagt für den Einkaufs­tempel rund 226 Millionen Euro Jahresumsatz (damals ging man noch von 47.500 Quadratmetern Fläche aus). Ergo: Kaufkraft wird anderswo abgezogen.

Der Stuttgarter Handel werde gar 49 Prozent ­seines Jahresumsatzes von 111 Millionen Euro verlieren. Geschäfte ­außerhalb der 1a-Lage "werden signifikante Umsatzsatzrückgänge verzeichnen", warnt Prognos-Projektleiter Tobias Koch.
Artikel in Der Handel

Arbeitsplätze
Auch die 17000 versprochenen Arbeitsplätze, die durch S21 entstehen sollten, erwiesen sich als Seifenblase. Eine Analyse des IMU-Instituts kommt nur auf etwa 2500 neue Jobs.

Tadeusz, am 26.07.2011

FR Online zu Kostenvertuschung

Bund und Bahn haben lange darauf gepocht, das Vorhaben sei von allem Gremien bis hin zum Bundestag beschlossen worden und damit demokratisch legitimiert. Genau daran aber gibt es nun berechtigte Zweifel. Die Bahnmanager wussten, dass das Projekt sehr viel teurer wird – und ließen die Volksvertreter mit voller Absicht darüber im Unklaren. Von demokratischer Legitimation kann da keine Rede mehr sein.
Diese fragwürdigen Vorgänge sind ein Fall für einen Untersuchungsausschuss und womöglich für den Staatsanwalt.
Kommentar: Die Stuttgart-Lüge

Geheim-Dokumente: Bahn hat politische Gremien belogen
Die Verantwortlichen im damals noch CDU-geführten Ministerium stellten im November 2009 schwarz auf weiß fest, dass der Staatskonzern eine weitere Kostenexplosion bei S 21 ein Jahr lang bewusst und fortgesetzt verschwiegen hat. (...)
Trotz Kenntnis dieser Steigerung wurde der Bau von S 21 kurze Zeit später von den politischen Gremien und der DB abgenickt. Anfang Dezember 2009 beschloss der Lenkungskreis der vier Partner das Projekt, gleich danach winkte auch der Aufsichtsrat des Staatskonzerns das Vorhaben durch.
Artikel "Mit deutlich höheren Kosten ist zu rechnen"

Ausführliche Liste offizieller und interner Kosten
Schon vor Jahren suchte die Deutsche Bahn nach Einsparmöglichkeiten, um die Kosten von Stuttgart 21 zu drücken. Damals fanden die Planer gerade mal 68 Millionen Euro Sparpotenzial, wie interne DB-Unterlagen beweisen, die der Frankfurter Rundschau vorliegen. Trotzdem setzt der Staatskonzern in seinen aktuellen Kalkulationen sogar fast 900 Millionen Euro Kostensenkungen voraus – das wäre rund das Dreizehnfache. Bisher stehen diese Zahlen nur auf dem Papier.
Artikel: "Manager warnte vor Mehrkosten"

Tadeusz, am 25.07.2011

Presse vom 22. Juli

Das Kleingedruckte im sma-Bericht
Denn so viel bestätigt auch sma: Die Bahn selbst hat wenig unternommen, um die von ihr ermittelten Ergebnisse nachvollziehbar zu machen. Im Abschlussbericht der Bahn fehle "eine vertiefte Auflistung der Prämissen und Randbedingungen" für den ermittelten Fahrplan. Wie die "Annahmen der Fahrplankonstruktion und Eingangsdaten" eigentlich zustande gekommen seien - das konnten sich auch die Schweizer Gutachter erst nach Vorlage des Rechenwerks der Bahn vollständig erschließen. Eine Möglichkeit, über die die Projektgegner im Zuge des Verfahrens zu keinem Zeitpunkt verfügt haben.
Ausführlicher Artikel bei SWR


Wie die Bahn die wahren Kosten verschleiert
Als im Bundestag über S 21 diskutiert wurde, kannten die Abgeordneten diese Dokumente, die stern und stern.de in den vergangenen Monaten bekannt gemacht hatten, noch nicht. Als in Baden-Württemberg, sei es im Landtag oder im Gemeinderat von Stuttgart, die Parlamentarier für S 21 votierten, wussten sie nichts von den Risiken, den wahren Kosten des geplanten Verkehrsknotens. Als sie ihre Entscheidungen trafen, überblickten sie das Projekt, das das Gesicht ihrer Stadt radikal verändern würde, nicht mal ansatzweise.
Enthüllungen von Arno Luik im Stern


Wer haftet für S21?
Die Vorstandsmitglieder der Deutschen Bahn AG, allen voran Rüdiger Grube und Volker Kefer sind Angestellte einer Aktiengesellschaft, also keine Unternehmer. Nach dem deutschen Aktienrecht haften die Vorstände bei Managementfehlern Dritten gegenüber weder für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft noch haben sie intern der Gesellschaft Verluste zu ersetzen, die während der Zeit ihrer Vorstandstätigkeit entstehen. Das unternehmerische Risiko trägt allein die Aktiengesellschaft, das heißt im Fall der zu 100 Prozent bundeseigenen Bahn AG - der Steuerzahler. (aus Pressemitteilung der Unternehmer gegen S21).

Tadeusz, am 22.07.2011

Weitere Einzelheiten zur Vertuschung der Kosten

Die Projektpartner hielten die krassen Mehrkosten lieber unter der Decke und versuchten, die offenen Fragen der Finanzierung und Wirtschaftlichkeit zu lösen. Die Vorhaben wurden letztlich durchgesetzt – mit politischem Druck und Rechen- und Zahlentricks, wie zahlreiche interne Papiere belegen.

Artikel bei FR Online

Baurecht, demokratische Legitimation - das alles verkommt zu einer Farce. Das einzige Gesetz, das bei uns zu gelten scheint, ist das Aktienrecht, eine Spende von 70 Tausend Euro wiegt mehr als 33% der Wählerstimmen, Profit gilt mehr als eine funktionierende Infrastruktur.

Tadeusz, am 21.07.2011

Presse vom 21. Juli

Ausstieg des Aktionsbündnisses aus dem Schlichtingsverfahren
Die Deutsche Bahn sollte sich jedoch hüten, nun in Triumphgeheul auszubrechen. Die Gutachter dokumentieren nämlich auch, dass der Konzern in den letzten Monaten wenig dazugelernt hat: So enthielt die Bahn den Prüfern wichtige Unterlagen vor. Und sie hat noch immer nicht deutlich gemacht, wie sie die vorgegebene Kostenobergrenze von 4,5 Mrd. Euro einhalten will. Die Geldgeber Bund, Land und Kommune können und dürfen sich nicht mit der Antwort des Konzerns zufriedengeben, dass man schon irgendwo und irgendwie 900 Mio. Euro einsparen werde. Hier muss die Bahn ihre Kalkulationen endlich offenlegen.
Kommentar in der FTD

Gemeinnützigkeit von VCD und BUND wird von SPD angegriffen
VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: "Da muss man sich jetzt mit Papierkram herumschlagen." Der VCD engagiere sich seit 1994 gegen S21 - bisher ohne jede Beanstandung durch das Finanzamt. Dafür dass die Überprüfung jetzt erfolgt, sieht Lieb politische Motive: "Es ist schon bezeichnend, dass so was von der SPD kommt. Die CDU hätte sich nie auf ein solches Niveau herabgelassen." Auch BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß spricht von einem "politischen Manöver".
Meldung bei FTD

SMA distanziert sich von Testergebnis und fordert Umsetzung
Aus dem Kommentar zum SMA-Dokument bei RAILoMOTIVE:
Die SMA schreibt im Vorwort des Audits, das von der DB falsch als “Gutachten” bezeichnet wird, weiter:
Die Arbeiten mit dem Simulationsmodell haben eine Reihe von Maßnahmen ans Tageslicht gebracht, die im Simulationsmodell unterstellt, in der Wirklichkeit aber noch nicht vorhanden bzw. noch nicht in Planfeststellungs-Unterlagen vermerkt sind.
Ganzer Text

Bahn bleibt zynisch
Der Fahrgastverband Pro Bahn nennt die Haltung der Bahn zum Thema Behindertenfreundlichkeit im geplanten Stuttgart-21-Tiefbahnhof zynisch. "Die Aussagen des Bahnvorstandes, im Notfall sollten Mitpassagiere die Behinderten die Treppen hochtragen, ist völlig unrealistisch und ignoriert die Panikforschung", sagte der Behindertenvertreter des Verbandes, Alexander Drewes
Pforzheimer Zeitung

Tadeusz, am 21.07.2011

Hopfenzitz contra Heimerl

Prof. Heimerl, einer der geistigen "Väter" von S21, wiederholt in den Stuttgarter Nachrichten in einem Zwei-Seiten-Interview alte theoretische Argumente für Durchgangsbahnhöfe sowie Halbwahrheiten und Unterstellungen gegen K21. Schade, dass die SN nicht auch ein Interviel mit Egon Hopfenzitz bringt.

Dafür bringen wir den offenen Brief Brief von Egon Hopfenzitz an Prof. Heimerl.

Tadeusz, am 20.07.2011

Aktenanalyse im Ministerium

Die neue Regierung ist inzwischen damit beschäftigt, Tausende Aktenordner zu analysieren. Dabei kommen immer mehr brisante Informationen ans Licht:
"Kommunikationsdesaster: Eine Kostensteigerung um ca. eine Milliarde Euro binnen 8 Monate nach Abschluss des Finanzierungsvertrags ist in der Öffentlichkeit kaum kommunizierbar."

"Die Glaubwürdigkeit der DB steht auf dem Spiel. Sie wird erklären müssen, wie es zu dieser Kostenexplosion kam. Ihre bisherigen Verlautbarungen, Stuttgart 21 sei das "bestgeplante Projekt Deutschlands", hat sie selbst ad absurdum geführt."


Artikel in StN

Anstatt sich um eine Offenlegung aller Fakten und eine Projektplanung zu kümmern (auch nach 167 Jahren ist PFA 1.3 immer noch nicht genehmigungsfähig, d.h. es existiert kein Konzept, wie die Züge aus dem Tiefbahnhof zum Flughafen kommen sollen), prüft die Bahn AG, ob sie die Regierung gerichtlich zwingen kann, entgegen allen Fakten zum Befürworter und Förderer von S21 zu werden.

Artikel in StN

Tadeusz, am 20.07.2011

S21 bringt kaum neue Jobs

IMU-Institut: statt der versprochenen 17-24 Tausend neuen Stellen könne höchstens mit etwa 2500 neuen Jobs durch S21 gerechnet werden. Das berichtet die BILD-Zeitung

Und hier der ganze Bericht des IMU-Instituts

Tadeusz, am 20.07.2011

VCD kritisiert Stresstest-Randbedingungen

Eine ausführliche Kritik des Landesvorsitzenden des Verkehrsclulbs Deutschland, Matthias Lieb, an den dem Stresstest zugrunde liegenden Annahmen und Randbedingungen bringt ein Artikel in der StZ

Tadeusz, am 20.07.2011

Die geheimen Zweifel der CDU

Die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung in Baden-Württemberg hatte erhebliche Zweifel an den Kostenrechnungen der Bahn für Stuttgart 21. Intern seien die Kalkulationen des Konzerns immer wieder in Frage gestellt, in der Öffentlichkeit aber mitgetragen worden.
Artikel in Süddeutsche

Tadeusz, am 15.07.2011

Hickhack um S21

Der Stresstest ist noch lange nicht bestanden - auch wenn der Prüfling seine geheim gehaltenen Antworten auf selbst gestellte Fragen sich selbst benotet hat. Bis die Ergebnisse von beiden Seiten geprüft und präsentiert werden, gehen die verbalen Scharmützel munter weiter.

Ein wichtiger Tunnel wird zunächst weniger kosten als vermutet, zeigen Unterlagen der Bahn. Damit sind wichtige Entscheidungen noch längst nicht unumkehrbar. Die Bahn hinkt zudem hinter ihrem Zeitplan hinterher.
FTD: Drohkulisse der Bahn bröckelt

Damit zeigt sich ein Mal mehr, dass von der Bahn offiziell genannten Zahlen, um Entscheidungen zu beeinflussen, erst Mal kritisch geprüft werden müssen.

Der unverrückbare Termin 15.07, an dem Aufträge vergeben werden sollten, weil sonst eine mindestens anderthalbjährige Verzögerung drohe, ist geplatzt: auch die SMA kann die Ergebnisse des Stresstests nicht vor dem 21. Juli begutachten.
STZ: Stresstest geht in die Verlängerung

Unterdessen kündigten Die Grünen an, die Vorgänge um die Irreführung des Parlaments durch die Bahn AG zusammen mit der Schwarzgelben Regierung in einer parlamentarischen Initiative zu untersuchen.
Pressemitteilung

Für Winfried Mack, der sich um den Landesvorsitz der CDU bewirbt, ist die ganze belastende Faktenlage nichts als reine Propaganda, und im Übrigen ist Rot-Grün an allem schuld.
Interview im DLF

Bei der Stresstest-Debatte wird in den Medien meistens unterschlagen, dass es nicht einzig um 30 Prozent mehr Züge geht, und in diesem Zusammenhang wird ständig von den Befürwortern (und den meisten Medien) die Zahl 49 Züge genannt, auf die sich angeblich beide Seiten bei der Schlichtung geeinigt hätten.

So verlangte auch Minister Hermann, den Kopfbahnhof einem vergleichbaren Test zu unterziehen, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit, und nicht den Fahrplan 2010, als Basis für die Kriterien zu nehmen. Er sagt dazu:
Zum Beispiel wird ja jetzt nur verglichen, ob der Bahnhof, der unterirdische Bahnhof, 49 Züge schafft. Aber Tatsache ist, dass viele Experten inzwischen belegen, dass der alte Kopfbahnhof deutlich auch in dieser Größenordnung Züge schafft.
Interview im DLF

Andreas Schwarz (Die Grünen, MdL) erinnerte daran, dass bei den Bedingungen, die in der Schlichtung an einen funktionstüchtigen Bahnhof gestellt wurden, auch Fragen wie Notfallkonzepte, ausreichender Brandschutz, anerkannte Standards des Eisenbahnverkehrs wie ausreichend lange Halte- und Wartezeiten eine entscheidende Rolle spielen.
Pressemitteilung

In seiner Rede am 29. Juni sagte Schwarz: Im Übrigen umfasst der Schlichterspruch von Heiner Geißler mehrere Punkte.
Hier ist in erster Linie das Notfallkonzept und der Brandschutz zu benennen. Ist die Verkehrssicherheit entscheidend verbessert worden? Sind die Durchgänge auf und zu den Bahnsteigen deutlich verbreitert worden, so dass auch Familien, ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen ein leichtes Durchkommen haben?
Wie werden die zusätzlichen Gleise bewertet und an welcher Stelle werden weitere Zuführungsstrecken errichtet?
Diese und die weiteren Punkte, sind entscheidende Kriterien ob der Tiefbahnhof nicht nur die geforderte Leistungsfähigkeit erbringt, sondern auch die in gleicher Weise geforderte Qualitätsverbesserungen. Auf diese Fragen haben wir bisher von der Deutschen Bahn AG keine Antworten erhalten.


Was auch in der Debatte zu wenig Beachtung findet, ist die Auslegung von Begriffen, die umgangssprachlich klar zu sein scheinen, in den Regelwerken der Bahn AG jedoch ganz anders ausgelegt werden. So bedeutet "Gute Qualität", die Schlichter Geißler gefordert hat, in der aktuellen Sprachregelung der Bahn zum Beispiel, dass eingetretene Verspätungen der Züge nicht abgebaut werden. Das ist erläutert in der ausführlichen Begriffserklärung.

Tadeusz, am 11.07.2011

NBS: Die Kostenlüge

Inzwischen schlägt die Mogelei der Bahn bei der Kostenangabe immer höhere Wellen. Wenn die Parlamente aufgrund absichtlich gefälschter Zahlen ihre Zustimmung zum Projekt gaben, dann ist es nicht mehr demokratische Legitimation, sondern Betrug.
Kommentar in der StZ.

Allen Dementis zum Trotz - aufgrund mehrerer nachvollziehbarer und plausibler Berechnungen können die offiziellen Kosten von 2,9 Mrd Euro nicht stimmen. Dazu eine Berechnung der Kosten NBS von Prof. Bodack

Tadeusz, am 06.07.2011

Geißlers Ausrutscher

Heiner Geißler hält es doch noch für möglich, dass der Tiefbahnhof nicht gebaut wird. Kurz vor der Vorstellung des Stresstests zu Stuttgart 21 relativierte der Schlichter in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa eine Aussage, die bei Stuttgart-21-Gegnern für Ernüchterung gesorgt hatte. "Der Bahnhof wird sowieso gebaut, das sage ich nur ganz nebenbei", hatte Geißler am Montagabend auf einer Podiumsdiskussion gesagt.

Artikel in Süddeutsche.

Dazu auch die Stuttgarter Zeitung.

Tadeusz, am 06.07.2011

Etappensieg für S21-Gegner

Heiner Geißler fordert, dem Bündnis ausreichend Zeit für eine Analyse der Stresstestergebnisse zu geben, auch wenn dadurch die Präsentation verschoben werden müsste.

Artikel bei Neue Züricher Zeitung

Tadeusz, am 05.07.2011

Spiegel: Bahn spart bei Schienen

Im Vergleich zu anderen Europäischen Ländern investiert Deutschland beschämend wenig in den Ausbau des Schienennetzes:

Artikel im Spiegel

Ist klar: seit der Privatisierung sind Transportleistungen nicht mehr das Ziel der Aktiengesellschaft, sondern ausschließlich der Profit.

Tadeusz, am 04.07.2011

Stresstes - eine Farce

Michael Schlecht (Die Linke) nennt den Stresstest eine Farce und Manipulation. In knapp 6 Minuten Redezeit legt er die wichtigsten Argumente gegen S21 dar und erinnert an die Vereinbarungen der Schlichtung 2010, die von der Bahn gebrochen wurden.

30.06.2011 - Aktuelle Stunde auf Verlangen von Union und FDP "Stuttgart 21 - Ergebnis des Stresstests respektieren - Keine Blockadepolitik" - Die Rede von Michael Schlecht (Die Linke)

In Youtube ist auch seit Tagen ein "Informationsfilm" der Bahn (Kommunikationsbüro) über den Stresstest vorhanden, der sich weitgenehd mit der Präsentation der kürzlich veröffentlichten Stresstest-Ergebnisse deckt. Es ist ein weiteres Beispiel für aufwändige Manipulation und Hochglanz-Lüge:
bei Minute 1:18 (in der Präsentation: Seite 5) werden Erweiterungen des Projekts genannt, die angeblich gefordert würden, falls dies die Ergebnisse des Stresstests verlangen:
- Ausrüstung aller Strecken von S21 bis Wendlingen zusätzlich mit konventioneller Leit- und Sicherungstechnik
- zweigleisige westliche Anbindung des Flughafen FErnbahnhofs an die Neubaustrecke
- Anbindung der Ferngleise von Zuffenhausen an den neuen Tunnel von Bad Cannstatt zum Hauptbahnhof
- zweigleisige und kreuzugsfrei angebundene Wendlinger Kurve
- Erweiterung des Tiefbahnhofs um ein 9. und 10. Gleis

An der Stelle müssen wir ein wenig ausholen und als Beweis den Originaltext zitieren. Die sechs Forderungen sind weder mit den von der Bahn gennanten fünf identisch, noch werden sie als eventuelle Anforderungen erwähnt, sondern für unabdingbar gehalten.

So heißt es im Schlichterspruch von Heiner Geißler (Die Bahn-Propagandamanager gehen wohl davon aus, die Leut hätten es längst vergessen):

11. Für die Fortführung des Baues von S 21 halte ich aus den genannten Gründen folgende Verbesserungen für unabdingbar:

1. Die durch den Gleisabbau frei werdenden Grundstücke werden der Grundstücksspekulation entzogen und daher in eine Stiftung überführt, in deren Stiftungszweck folgende Ziele festgeschrieben werden müssen: - Erhaltung einer Frischluftschneise für die Stuttgarter Innenstadt. - Die übrigen Flächen müssen ökologisch, familien- und kinderfreundlich, mehrgenerationengerecht, barrierefrei und zu erschwinglichen Preisen bebaut werden. - Für notwendig halte ich eine offene Parkanlage mit großen Schotterflächen

2. Die Bäume im Schloßgarten bleiben erhalten. Es dürfen nur diejenigen Bäume gefällt werden, die ohnehin wegen Krankheiten, Altersschwäche in der nächsten Zeit absterben würden. Wenn Bäume durch den Neubau existentiell gefährdet sind, werden sie in eine geeignete Zone verpflanzt. Die Stadt sollte für diese Entscheidungen ein Mediationsverfahren mit Bürgerbeteiligung vorsehen.

3. Die Gäubahn bleibt aus landschaftlichen, ökologischen und verkehrlichen Gesichtspunkten erhalten und wird leistungsfähig, z.B. über den Bahnhof Feuerbach, an den Tiefbahnhof angebunden.

4. Im Bahnhof selber wird die Verkehrssicherheit entscheidend verbessert. Im Interesse von Behinderten, Familien mit Kindern, älteren und kranken Menschen müssen die Durchgänge gemessen an der bisherigen Planfeststellung verbreitert, die Fluchtwege sind barrierefrei zu machen.

5. Die bisher vorgesehenen Maßnahmen im Bahnhof und in den Tunnels zum Brandschutz und zur Entrauchung müssen verbessert werden. Die Vorschläge der Stuttgarter Feuerwehr werden berücksichtigt.

6. Für das Streckennetz sind folgende Verbesserungen vorzusehen: 7. Erweiterung des Tiefbahnhofs um ein 9. und 10. Gleis. 8. Zweigleisige westliche Anbindung des Flughafen Fernbahnhofs an die Neubaustrecke 9. Zweigleisige und kreuzungsfrei angebundene Wendlinger Kurve 10. Anbindung der bestehenden Ferngleise von Zuffenhausen an den neuen Tunnel von Bad Canstatt zum Hauptbahnhof. 11. Ausrüstung aller Strecken von S 21 bis Wendungen zusätzlich mit konventioneller Leit- und Sicherungstechnik.

12. Die Deutsche Bahn AG verpflichtet sich, einen Streßtest für den geplanten Bahnknoten Stuttgart 21 anhand einer Simulation durchzuführen. Sie muß dabei den Nachweis führen, daß ein Fahrplan mit 30 Prozent Leistungszuwachs in der Spitzenstunde mit guter Betriebsqualität möglich ist. Dabei müssen anerkannte Standards des Bahnverkehrs für Zugfolgen, Haltezeiten und Fahrzeiten zur Anwendung kommen. Auch für den Fall einer Sperrung des S-Bahn-Tunnels oder des Fildertunnels muß ein funktionierendes Notfallkonzept vorgelegt werden. Die Projektträger verpflichten sich, alle Ergänzungen der Infrastruktur, die sich aus den Ergebnissen der Simulation als notwendig erweisen, bis zur Inbetriebnahme von S 21 herzustellen. Welche der von mir vorgeschlagenen Baumaßnahmen zur Verbesserung der Strecken bis zur Inbetriebnahme von S 21 realisiert werden, hängt von den Ergebnissen der Simulation ab. Diese von mir vorgetragenen Vorschläge in den Ziffern 11 und 12 werden von beiden Seiten für notwendig gehalten.


Des weiteren interessant, wie die Bahn "gute/optimale" Qualität definiert (Minute 6): Nämlich, wenn aufgetretene Verspätingen nicht abgebaut werden, aber auch nicht wachsen. Was Otto Normalpassagier wich wünscht, dass nämlich Verspätungen abgebaut werden können, gilt als "Premiumqualität".

Tadeusz, am 01.07.2011

sma: Stresstest noch nicht bestanden!

Zwischenbericht von sma bewertet S21-Test kritisch
Wie aus einem dem SWR vorliegenden Papier des Züricher Planungsbüros sma hervorgeht, haben die Schweizer Planer bislang nur wenige Vorgaben der Deutschen Bahn zum Stresstest für Stuttgart 21 vorbehaltlos akzeptiert.

Mehr Info bei SWR

Dazu auch ein Artikel im Stern.

Tadeusz, am 30.06.2011

Stimmungsmache

Welcher Seite dabei bundesweit die Sympathien zufliegen, liegt auch immer an der jeweiligen Berichterstattung. Anfangs hatte die Bahn die Deutungshoheit - dann waren es die Demonstranten - und nun, nach der von Heiner Geissler verordneten Ruhepause, ist wieder die Bahn obenauf. Weil die Journalisten begeistert auf jeden Zug aufspringen.
Medienüberblick bei NDR

Tadeusz, am 30.06.2011

Interview mit Heiner Geißler

Geißler steht immer noch zu seinen Forderungen: Die Bahn muss im Zusammenhang mit dem Stresstest auch noch andere Bedingungen verbindlich erfüllen: Zu einer guten Betriebsqualität gehört, dass der Bahnhof behinderten- und familiengerecht gebaut wird, das ist er nach bisheriger Planung nicht.

Geißler über Indiskretionen bei der Deutschen Bahn, Anfängerfehler von Winfried Hermann und den Protest gegen das Bahnprojekt: Ganzer Text bei Tagesspiegel

Tadeusz, am 30.06.2011

Bahn profitiert von S21

Stuttgart 21 bringt dem Staatskonzern einen Extragewinn von Hunderten Millionen Euro. Das belegt ein Geheimpapier des DB-Vorstands, das der Frankfurter Rundschau vorliegt.

Artikel von Ende 2009.

Tadeusz, am 30.06.2011

Was stimmt nun?

Der Stresstest und seine Veröffentlichung ist das nächste erwähnenswerte Ereignis. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor - sie sollen am 11. Juli der Regierung und anschließend am 14. Juli der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Doch die Stuttgarter Presse, die in Sachen S21 schoon immer einseitig berichtete, weiß es scheinbar schon jetzt:

Artikel in Sonntag Aktuell am 26.06

Das Warten auf den Stresstest macht nervös, die S21-Seite versucht deshalb, wilde Gerüchte zu streuen, die K21-Bewegung zu spalten und die neue Grün-Rote Regierung auseinander zu dividieren.

Die Gerüchte kommentierte Verkehrsminister Winfried Hermann im Deutschlandfunk und Boris Palmer bei ARD.

Andreas Schwarz (GRÜNE, MdL) erklärt dazu in seiner Pressemitteilung u.a.:
Der Stresstest ist nicht zu Ende, geschweige denn steht ein Ergebnis fest. Was jetzt auf unseriöse Weise von der Deutschen Bahn versucht wird, ist die Festlegung der öffentlichen Meinung für ein Ergebnis, dessen Grundlagen, Vorgaben, Bedingungen, Verfahren und Details keiner kennt und daher auch nicht nachvollzogen werden kann.


Tadeusz, am 27.06.2011

Leistungsfähigkeit von S21

Die Eisenbahnrevue International brachte kürzlich eine neue vereinfachte Berechnung der möglichen Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs:

Die Durchgangsbahnhöfe, die eine höhere Zugzahl pro Gleis vorweisen als Kopfbahnhöfe, kommen in Deutschland auf max. ca. 4 Züge pro Stunde pro Gleis (Köln und Hamburg), und das nur bei sehr schlechter Qualität (viele Verspätungen, kein Taktknoten).
Sollte S21 30 Prozent mehr Leistung bringen, als der jetzige Fahrplan, nämlich 49 Züge in der Spitzenstunde (was erheblich weniger ist als der Stuttgarter Kopfbahnhof mit ca. 53 Zügen in den Siebzigern leistete) - von einer Verdopplung spricht kein ernstzunehmender S21-Befürworter mehr - dann müsste der Tiefbahnhof ca. 6 Züge pro Gleis und Stunde bewältigen können.

Wie die Bahn diese Zahl erreichen will, ohne neue bahnbrechende Erfindungen vorzuweisen, ist schleierhaft.

Artikel von Christoph Engelhardt

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der offene Brief von Klaus Riedel (SPD-Mitglieder gegen S21) an Dr. Nils Schmid.

Tadeusz, am 13.06.2011

Bahn AG interessiert sich nicht für Leistungsfähigkeit

Die Bahn hat kein Interesse daran, ob S21 funktioniert oder wie geplant fertiggestellt wird. Als Aktiengesellschaft ist sie einzig dem Profit verpflichtet. Dazu sagt Prof. Bodack, ein ehemaliger Bahnmanager:
Solange irgend jemand etwas bezahlt, schafft das Gewinnchancen - also verbaut die DB AG das Geld, das sie erhält, und darf daraus bei staatlichen Zuschüssen 17 Prozent Eigenanteil abzweigen: Jede Milliarde Euro spült per se damit 170 Mio in die Verfügungsmasse der DB AG.
Dabei ist es in Stuttgart unmaßgeblich, ob die Anlage funktioniert oder fertig wird. Es wird das Geld verbaut, was zur Verfügung gestellt wird - wenn es nicht reicht, wird der Bau eingestellt, bis neues Geld fließt - so war es bei den meisten, vom Bund finanzierten Neubauvorhaben!


Doch die Randbedingungen haben sich geändert. Die Bahn AG kann nicht mehr darauf hoffen, dass die neue Landesregierung alles mitträgt und bezahlt, wie es die Schwarz-Gelben gemacht hatten. Vielmehr ist ein Festhalten am Projekt für die AG mit großen Risiken verbunden. Dazu ein sehr informativer Artikel bei FTD.

Wie verworren die Angelegenheit für alle Parteien ist, zeigt der folgende Artikel in Zeit.

In der Frankfurter Rundschau legt Experte Christoph Engelhardt dar, dass S21 den Stresstest nicht bestehen kann:
Die Bahn hat ja bei weiteren Ausbauten sogar 60 Züge pro Stunde für S21 plus versprochen ...
Das kann man nur noch als Beispiel vollkommenen Realitätsverlustes bezeichnen. Die Glaubwürdigkeit der Projektbetreiber ist in erheblichem Maße beschädigt. Ich habe alle Schlichtungsrunden intensiv verfolgt und die Argumente detailliert in Datenbanken ausgewertet. Mein Ergebnis ist eindeutig: Bei diesem Projekt wurde unsauber argumentiert.

Dazu auch die Sendung Zur Sache Baden-Württemberg beim SWR: zu Baustoppkosten, Stresstest und Mineralquellen spricht Bahnmanager Volker Kefer.

Tadeusz, am 09.06.2011

Ingenieure gegen Weiterbau

Die Bahn hat inzwischen eingeräumt, dass die Angaben zur abzupumpenden Grundwassermenge in Höhe von 3 Mio. m3 im Planfeststellungsbeschluss PFA1.1 viel zu niedrig sind. Tatsächlich muss mehr als die doppelte Menge Grundwasser, nämlich 6,8 Mio. m³, für die Bautätigkeiten abgepumpt werden. Das hat juristische und praktische Konsequenzen. Zunächst erlischt damit das Baurecht der Bahn, denn es basiert auf Annahmen, die inzwischen als unzutreffend erkannt sind.

Ganzer Artikel bei Radio-Utopie

Tadeusz, am 07.06.2011

Mehdorn glaubt nicht an S21

Hartmut Mehdorn (68) hält die Wahrscheinlichkeit, dass Stuttgart 21 gebaut wird, für „ziemlich gering“. Dies erklärte der frühere Bahnchef in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „brand eins“. Mehdorn weiter: „Ich fürchte, die neue baden-württembergische Landesregierung wird das Projekt opfern.“
Artikel in Einundzwanzig.

Tadeusz, am 01.06.2011

Neue S21-Artikel

Wir empfehlen die JUNI-Ausgabe der EISENBAHNREVUE International (6/2011), mit den Artikeln von Dr. Christoph Engelhardt (Seite 306) und Dipl.-Ing Sven Andersen (S. 310). Die Zeitschrift ist in der Bahnhofsbuchhandlung "Presse und Zeitschriften", direkt dem Eingang gegenüber unter der Überschrift "Eisenbahn" zum Preis von 10,70 € erhältlich.

Außerdem bringt der Stern am Mittwoch, dem 1. Juni einen neuen Artikel von Arno Luik.

Wir empfehlen den Kauf der Zeitschriften - damit soll ihre wertvolle Recherchearbeit unterstützt werden. Nichtsdestotrotz hat der Verlag Minirex AG der Publikation eines der Artikel zugestimmt: Artikel von Dr. Engelhardt.

Tadeusz, am 30.05.2011

Bahnfahren für Behinderte

Ein Bericht von campusmagazin – Demokratie 21+, über die alltäglichen Abenteuer von Rollstuhlfahrern bei der Bahn.

Bericht

Tadeusz, am 30.05.2011

OB Schuster zündelt weiter

"Ideologische Vorurteile", "Radikale und Anarchisten", "auf eine vernünftige Sachebene zurückkehren" - das ist die Sprache des OB Schuster beim heutigen Lenkungsausschuss.
Er hat die Schlichtung geschwänzt und behauptet weiterhin, mit S21 würde Stuttgart in 10 Jahren ein "leistungsfähiger Knotenpunkt für den regionalen Nahverkehr und den europäischen Schnellbahnverkehr" werden.

Stellungnahme Schusters auf der Homepage des Stadt Stuttgart

Dazu sagte Jochen Stopper, Stadtrat der Grünen: "Die Diffamierung der Projektgegner als Radikale und Anarchisten verbietet sich."

Artikel im Schwarzwälder Boten

Was sind Schusters Worte wert? Wir erinnern hier an zwei Versprechen von OV Schuster:
- Bürgerentscheid, falls die Kosten für S21 steigen
- Baustopp, falls der Bau die Mineralquellen gefährden sollte.

An diesen Versprechen - und deren Einhaltung - wird er sich bei der nächsten OB-Wahl messen müssen.

Tadeusz, am 30.05.2011

Prof. Bodack: warum S21 scheitern muss

Prof. Karl-Dieter Bodack listet aus Anlass der heutigen Sitzung des Lenkungsausschusses fünf eindeutige Argumente auf, warum S21 nicht gelingen kann.
Stuttgart_21_scheitert-Bodack_30.05.2011.pdf

Tadeusz, am 30.05.2011

Bahn hat keinen Plan B

Einige lesenswerte Artikel in der Stuttgarter Lokalpresse:

Von Hermann und Ramsauer - "Der kurze Draht ist gekappt"
Artikel in StN

Baumaschinen immer noch ohne Rußfilter
Artikel in StN

Stresstest - Bürger sollen mitreden
Artikel in StZ

Stress schon vor Ende des Stresstests
Artikel in StZ

Privatbahnen wollen S21 verhindern
Artikel in StZ


Tadeusz, am 27.05.2011

Interview mit Winfried Hermann

Ich will alles tun, dass der Stresstest von Anfang an, einschließlich der Prämissen, transparent abläuft. Und ich will die Konsequenzen auf den Tisch bringen, wenn der Stresstest, wie von mir erwartet, zeigt, dass S 21, so wie bisher geplant, nicht funktioniert. Es wird zu umfangreichen Korrekturen kommen müssen, die sehr teuer sein werden. Ich werde alles tun, dass da nicht Kosten weggerechnet werden, sondern für alle Bürger einsehbar sind.

Artikel in StZ

Bemerkenswert sind auch die Gift-und-Galle-Lesermeinungen der Wahlverlierer :-)

Tadeusz, am 05.05.2011

Arno Luik im Rathaus

Am Mittwoch, 20.04.2011 hielt der Stern-Reporter Arno Luik ("121 Risiken" u.a.) einen Vortrag über seine Recherchen zu diesem Artikel gehalten. Dieser Vortrag ist als Video-Aufzeichnung zu sehen.

Tadeusz, am 01.05.2011

Aktuelle Lage

Stresstest
Der Stresstest ist Bestandteil der Schlichtung, deshalb müssen auch alle Teilnehmer der Schlichtung an dem Stresstest beteiligt werden, sagte Heiner Geißler der Nachrichtenagentur dpa. Mehr bei StZ
Die künftige grün-rote Koalition in Baden-Württemberg will die Bahn beim Stresstest zu dem umstrittenen Bauvorhaben Stuttgart 21 kontrollieren. Denn wie unabhängig ist ein Gutachterbüro, das einen Großteil seiner Aufträge von der Bahn bekommt?, so Winfried Hermann. Mehr bei StZ

Volksabstimmung
Bei der aktuellen Landesverfasung ist es wegen der hohen Quorenregelung fast ausgeschglossen, S21 durch eine Volksabstimmung zu kippen. Die Quoren müssten sehr niedrig sein oder völlig wegfallen, damit die Menschen sich nicht hintergangen fühlen., so Geißler. Jedoch ist eine Absenkung des Quorums trotz Gesprächsbereitschaft der FDP ohne die Stimmen aus der CDU-Fraktion nicht möglich, die CDU wird aber aus taktischen Gründen einer Absenkung nicht zustimmen, obwohl sie vor einem Jahr selbst eine Absenkung auf 25 Prozent beantragt hatte. Mehr bei StZ

Die Bahn AG hält eine Volksabstimmung gemäß den Finanzierungsverträgen für unzulässig. Mehr bei StZ

Stuttgarter Bürgerbegehren
Das Aktionsbündnis hat mehr als genügend Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt, bei dem es um den Ausstieg der Stadt Stuttgart aus der Finanzierung von S21 geht. Diese Finanzierung ist nach Meinung von Experten verfassungswidrig. Mehr bei StZ

Tadeusz, am 27.04.2011

S21 wieder bei SWR

Am Mittwoch, 13.04, kam ein kurzer Beitrag über S21 in den Lokalnachrichten
SWR-Nachrichten

Am Donnerstag, 14.04 kommt das Thema in Zur Sache, Baden-Württemberg vor.

Tadeusz, am 14.04.2011

IHK-Plakatierung zu S21 rechtswidrig

Das an dem IHK-Gebäude in Stuttgart angebrachte Plakat für S21 sowie der Abdruck des Plakats im Magazin der IHK sind rechtswidrig.

Das hat das Verwaltungsgericht Stuttgart aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 07.04.2011 festgestellt (Az. 4 K 5039/11). Zwar bewege sich die IHK mit einer Stellungnahme zu S 21 grundsätzlich im Rahmen ihrer durch das IHK-Gesetz eingeräumten Kompetenz, doch beanstande die Klägerin als Zwangsmitglied der IHK zu Recht die konkrete Form der Äußerung. Die IHK sei nämlich als eine Zwangskörperschaft des Öffentlichen Rechts - anders als ein privatrechtlicher Verein oder eine Pertei - gehalten, bei ihren Äußerungen ein höchstmögliches Maß an Objektivität zu gewährleisten. Dem werde eine plakative Äußerung nur in einer Richtung zu einem auch innerhalb der IHK kontrovers diskutierten Projekt in einer politisch zugespitzten Situation nicht gerecht.

Die ausführlichen schriftlichen Entscheidungsgründe liegen noch nicht vor.

Kommentar bei StZ

Artikel bei StZ

Tadeusz, am 11.04.2011

Risiken am Bonatzbau und Tunnel

Laut bahninternen Dokumenten, die der StZ vorliegen, hat die mit dem Bau des Technikgebäudes unter dem Kurt-Georg-Kiesinger-Platz beauftragte Firma Wolff und Müller eindringlich vor statischen Problemen für den Bonatzbau gewarnt, falls die bisherige Entwurfsplanung für die unterirdische Technikzentrale so umgesetzt werde wie geplant.

Auch beim geplanten Tunnel nach Untertürkheim gibt es Probleme: für den Bau der Röhre, so steht es in den DB-Papieren schwarz auf weiß, hätten die angeschriebenen Firmen "trotz mehrfacher Aufforderung" keine Angebote abgegeben.

Artikel in StZ

Tadeusz, am 11.04.2011

Neuer Artikel im Stern

Ein Bahnhof voller Risiken

Eine bahninterne Studie setzt sich äußerst kritisch mit dem Großprojekt Stuttgart 21 auseinander - und listet 121 Risiken auf, 48 davon mit konkreten Kosten. Das berichtet der stern in seiner neuen, am Donnerstag, 7. April erscheinenden Ausgabe.

Mehr Info bei Stern

Tadeusz, am 05.04.2011

Nach der Wahl: Baustopp und Nervosität

Die Bahn AG hat einen vorläufigen Baustopp beschlossen. Das dürfte der erste Schritt in die richtige Richtung auf einem langen und beschwerlichen Weg sein. Artikel in StZ

Einige Arbeiten werden aber fortgesetzt, wie z.B. die Verlängerung der Bahnsteige und der Bau der Logistikstraße: Artikel in StZ

Währenddessen wird auch bei der Bahn von erwarteten Mehrkosten beim Projekt gesprochen, die eine Nachverhandlung mit den Projektpartnern nach sich ziehen würden. In der SPD steigt die Nervosität, da die Sozialdemokraten immer noch am kompletten Bau des Tiefbahnhofs mitsamt Neubaustrecke festhalten: Artikel in StZ

Auch die nicht unbedingt gesetzkonformen Zuschüsse des Flughafens zum Projekt bereiten der Stadtverwaltung Kopfzerbrechen: Artikel in StZ

Tadeusz, am 29.03.2011

Rot-Grün hat die Nase vorn

Die Umfragen zeigen eindeutige Trends: Die Vollbremsung der Schwarzgelben aus wahltaktischen Gründen, wie es Brüderle zugegeben hat (Spiegel), hilft der Koalition nicht mehr - die Menschen kaufen den Wendehälsen nichts mehr ab. Die Wähler sind nicht so vergesslich, dass sie nicht mehr wüßten, wie Mappus für die Laufzeitverlängerung kämpfte, Schülerdemos mit Polizeigewalt auflöste und Milliarden in einem dubiosen EnBW-Deal versenkte. Nun versucht er in allerletzter Minute nur noch Panik zu schüren und malt den Teufel einer linken Regierung an die Wand, die das "beste Schulsystem Deutschlands" vernichten will. Diese Kampagne erinnert die Älteren unter uns an die "Freiheit statt Sozialismus"-Kampagne eines Franz-Josef Strauß, die übrigens ebenfalls nicht erfolgreich war.

Fotos: Gerhard Hüttl
Entsprechend optimistisch war auch die Stimmung auf der Grünen Wahlveranstaltung am Mittwoch auf dem Schlossplatz. Der Überraschungsgast Nils Schmid wurde mit viel Applaus begrüßt.

Stern

Tadeusz, am 24.03.2011

S21 und Mineralquellen

Verschärfte Sorge um Heilquellen

Stuttgart ist sehr stolz auf seine Heilquellen. Aber die Bauarbeiten für S21 gefährden sie. Der Geologe Martin Schaffer hat das auch schriftlich beklagt - und nie eine Antwort bekommen.

Interview mit Martin Schaffer bei Stern

Offener Brief von Martin Schaffer an die Kanzlerin und die Projektpartner

Hier ein wichtiger Satz daraus:
Nach meiner aktuellen Recherche muß ich feststellen, dass das sog. Grundwassermanagement für den Bau des Tiefbahnhofes in Wirklichkeit nicht technischer Heilquellenschutz, sondern lediglich eine meßtechnisch überwachte Reduzierung einer akuten Heilquellengefährdung ist, die weit über der Schwelle eines Restrisikos liegt.

Liebe Befürworter: Antworten Sie bitte nicht, bei S21 würden alle gültigen Regeln eingehalten! Das haben die Verantwortlichen der Bohrinsel in Mexiko und die Verantwortlichen in Fukushima auch getan!

(zugeschickt von Logikus)

Tadeusz, am 24.03.2011

Off-Topic: Neckarwestheim

Inzwischen geht es nicht mehr um den Tunnelbahnhof allein - die Planlosigkeit und Arroganz der Macht hat viele Gesichter.

Hier ein Briefwechsel zwischen Richter Dieter Reicherter und Bürgermeister von Althütte Reinhold Sczuka (CDU) vom Herbst 2010:

Gesendet: Mittwoch, 29. September 2010 15:40
Betreff: Neckarwestheim

Sehr geehrter Herr Sczuka,
ich habe heute mit Herrn Gödde vom Büro des Abgeordneten Bartle wegen der Atompolitik telefoniert. Er verwies mich an die Gemeinde mit der Frage, welche Maßnahmen ich im Falle eines Ernstfalls in Neckarwestheim zu erwarten hätte (Evakuierung?).
Können Sie mir da weiterhelfen?
Vielen Dank und Gruß
Dieter Reicherter


Und die Antwort vom 5. Oktober 2010:

Zum Thema Neckarwestheim:
Für Althütte sind keine konkreten Evakuierungspläne vorliegend. In einem gewissen Umkreis sind die Gemeinden verpflichtet, bei einem Ernstfall Jod-Tabletten an die Bevölkerung zu verteilen (die Gemeinde Althütte ist davon nicht betroffen, in der Backnanger Kreiszeitung war vor kurzem ein Artikel darüber zu lesen). Über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme und wie diese umgesetzt werden kann überlasse ich Ihnen zu entscheiden.

Soweit zunächst von meiner Seite.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhold Sczuka
Bürgermeister


Bei so unkonkreten Plänen haben wir also entschieden, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und diese am 27. März 2011 umzusetzen.

Tadeusz, am 23.03.2011

"Unser Pavillon"

Die S21-Befürworter machen (info-)mobil - Wir halten dagegen!

"UNSER!PAVILLON" ist eine repräsentative Plattform für die Anliegen und Argumente der K21-Bewegung: hier zeigt sich die Energie des Bürgerprotestes, hier kann die Kritik an S21 einen angemessenen Ort in der Öffentlichkeit finden.

Mehr dazu...

Tadeusz, am 17.03.2011

Geologische Risiken

Dr. Laternser, Diplom-Geologe, hat eine Homepage freigeschaltet, die sich sehr ausführlich dem Thema der geologischen Risiken beim S21-Bau widmet. Allein diese Risiken sind mehr als ausreichend, um das Ganze in Frage zu stellen.

Direkt zum Beitrag

Tadeusz, am 15.03.2011

Neues Buch zum 30.09

Vor wenigen Tagen ist ein neues Buch über die Ereignisse am Schwarzen Donnerstag sowie über den Untersuchungsausschuss herausgekommen.
Aus dem Erlös des Buches werden die zum Teil schwer verletzten Opfer der Polizeiaktion vom 30.9.2010 unterstützt.
ISBN 978-3-86059-370-7

Unterdessen geht die Kündigungswelle bei den Stuttgarter Nachrichten als Reaktion für einseitige, pro-S21-Berichterstattung weiter. Zu den prominenten Lesern die ihr Abo kündigen, gehört auch Dieter Reicherter.

Tadeusz, am 14.03.2011

Die Kriminalisierung geht weiter

Die guten Argumente überwiegen... anscheinend ist der Regierungsseite seit langem klar, dass alle Argumente gegen S21 und für K21 sprechen, denn anstatt sich auf eine sachliche, ergebnisoffene Diskussion einzulassen, fährt sie die Strategie der Einschüchterung, Provokation und Eskalation, allein mit dem Ziel, die Gegenseite als kriminell und gewalttätig darstellen zu können und Argumenten auszuweichen.

Spätestens seit Mappus seine "Fehdehanschuh-Rede" im September 2010 vor der Jungen Union hielt, ist der Ton der Regierung aggressiver und unsachlicher geworden.

Mehr Info auf den NachDenkSeiten

Tadeusz, am 10.03.2011

Mappus in der Alten Kelter

Am heutigen Aschermittwoch trafen sich die CDU-Größen in Fellbach, begleitet von Protesten gegen die Zerstörung des Stuttgarter Kopfbahnhofs und gegen den Nord-Ost-Ring.

Die ersten Bilder

Und noch ein paar Bilder (Klick öffnet neues Fenster):













Währenddessen haben in der Alten Kelter 1600 CDU-Anhänger bei Weißwurst und Bier der Rede des vom Volk nicht gewählten "Landesvaters" Stefan Mappus und seines Unterstützers Volker Kauder (siehe auch hier) gelauscht: Artikel bei StZ.
Die CDU-Größen rufen in guter alter Tradition Adenauer in Erinnerung: Keine Experimente!. Da kann man nur froh sein, dass Gottlieb Daimler, Ferdinand Porsche und Robert Bosch nicht in einem CDU-regierten Land leben mussten, denn dann hätten sie kaum eine Chance gegen staatlich subventionierte Kutschenbauer und Pferdezüchter.

Tadeusz, am 09.03.2011

Rosenmontags-S21-Zug

Der alternative RoS21enmontagszug versammelte einige Tausend K21-Freunde. An der Kundgebung wurden 8000 Menschen gezählt (mit Polizei-Faktor: 2500). In der StZ ist dagegen nur noch von "Hunderten" die Rede. Egal - schaut euch einfach die Bilder an:
Video bei vimeo.com
Artikel in SN
Artikel in StZ


Tadeusz, am 08.03.2011

Monströse S21-Propaganda am Bahnhof

Vor dem ehemaligen Nordflügel steht eine 8 x 40 m große Propagandatafel. Sie zeigt, wie man sich vor 20 Jahren in manchen Architekturbüros die Zukunft vorgestellt hatte. Sie zeigt aber auch, dass die S21-Bauer viel, viel Geld für Propaganda ausgeben, weil es ihnen um Riesenprofite geht.

Ich empfehle diesen wunderbar bissigen Artikel in den Stuttgarter Nachrichten, der alles ins richtige Licht rückt.

Artikel in SN

Tadeusz, am 02.03.2011

Streit um Mehrkosten von S21

In der nächsten Woche wollen die Grünen eine neue Expertise der Münchener Verkehrsgutachter Vieregg und Rössler über die Kosten der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm vorstellen. Für den Fraktionschef der Ökopartei im Gemeinderat, Werner Wölfle, steht bereits vorab eines fest: "Die Finanzierungslücke des Herrn Ramsauer wird noch viel größer."
Artikel in StZ

Tadeusz, am 02.03.2011

Agent Provocateur am Schwarzen Donnerstag

Bei dem am 30.09 gefilmten angeblichen Demonstranten, der Reizgas versprüht haben soll, handelt es sich offensichtlich um einen Provokateur, der im Auftrag der Polizei eine Eskalation herbeiführen sollte.

Zu diesem Schluss kommt die Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten in ihren Stellungnahmen und Pressemeldungen.

Mehr dazu gibt es in Neue Rheinische Zeitung

Tadeusz, am 11.02.2011

Pressekonferenz mit Juristen

Der Arbeitskreis „Juristen zu Stuttgart 21“ ist zu dem Ergebnis gekommen, dass den Entscheidungen der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg die Rechtsgrundlage fehlt und die Verträge zu Stuttgart 21 nichtig sind. Entscheidend in der rechtlichen Würdigung, so die Juristen, ist ein Verstoß gegen Artikel 104 a Abs. 1 GG, der pauschale Mischfinanzierungen von Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen verbietet, weil dies das „Einkaufen“ von Investitionen finanzstarker zu Lasten finanzschwacher Gebietskörperschaften Tür und Tor öffnen würde.

Pressekonferenz am 14. Februar 2011, 10:30 h im Forum 3, Gymnasiumstraße 21

Einladung zur PK

Tadeusz, am 11.02.2011

Neue Flyer

Unser Bündnis verteilt ab sofort einen neuen Flyer über die Auswirkungen von S21 auf den Regionalverkehr im Rems-Murr-Kreis:
Flyer_Rems-Murr.pdf

Die Flyer können bei uns zum Verteilen geholt werden. Finanzielle Beteiligung ist gern gesehen!

Eine weitere Aktivengruppe aus Schorndorf hat für den 5. Februar den folgenden Flyer entworfen:
S21-Nahverkehr-Rems-Murr.pdf

Logikus stellte uns einen folgenden Flyer über Sicherheit im Tiefbahnhof zur Verfügung.

Tadeusz, am 04.02.2011

Berufsdemonstranten "Für S21" aus der Stadtkasse bezahlt

Buttons, Anstecknadeln, Banner, Umhängetaschen und Klebefolien ließ die Stadt Ulm als Werbeträger für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 anfertigen. 21 000 Euro wurden dafür aus der Haushaltsposition „Projekt City-Bahnhof“ entnommen. Ebenso organisierte die Bauverwaltung Fahrkarten für eine Teilnahme an einer Kundgebung für das Bahnprojekt Ende Oktober in Stuttgart. Die Fahrkarten gab’s für Mitglieder des Gemeinderats und der Verwaltung auf Kosten der Stadtkasse.

Artikel in der Augsburger Allgemeinen

Tadeusz, am 27.01.2011

Senioren protestieren in Sigmaringen

Senioren der Aktion K 21, die gegen das Großprojekt Stuttgart 21 protestieren, sind gestern nach Sigmaringen auf den Marktplatz gekommen, um auch in der Provinz die ihrer Meinung nach unsinnigen Planungen zu erläutern und die Alternative eines modernisierten Kopfbahnhofes vorzustellen. Die Landtagskandidatin der Grünen für den Wahlkreis, Ursula Voelkel, schaute am Infostand vorbei und erläuterte ihre Sicht der Dinge.
Artikel in Schwäbische

Tadeusz, am 27.01.2011

60. Montagsdemo im SWR

Die Montagsdemo kommt ca. zur 4. Minute, aber auch andere Themen haben mehr oder weniger mit S21 zu tun:
- Mappus punktet im Wahlkampf mit schwäbischem Geiz (Länderfinanzausgleich)
- Wahlkampf der Grünen
- Montagsdemo
- Engelbergtunnel und Gipskeuper...

Nachrichten im SWR

Tadeusz, am 25.01.2011

Prof. Bodack in Reutlingen

Karl-Dieter Bodack kam am Dienstag mit einer klaren These nach Reutlingen, wo er von rund 120 Stuttgart 21-Gegner(inn)en erwartet wurde: Zu Stuttgart 21 gebe es Alternativen, die wesentlich kostengünstiger seien und bis 2020 realisiert werden könnten. Er schlägt deshalb einen „dritten Weg“ vor, der Vorschläge aus „K 21“ und „S 21“ beinhaltet.

Artikel im Tagblatt

Der aus den Geissler-Faktencheck-Gesprächen bekannte Prof. Bodack hat seine neuen Überlegungen zur Flughafenanbindung an den Kopfbahnhof in folgendem Text vom 4. Januar 2011 vorgestellt: www.bei-abriss-aufstand.de

Hier ein anderer Text von Prof. Bodack: www.rt-s21.de

Tadeusz, am 21.01.2011

S21 behindertengerecht?

Heftig kritisiert wird das Prinzip der "Fremdrettung" im Ernstfall. Bei einem Brand bleiben den Rettungskräften 30 Minuten, um all jene Fahrgäste aus der Gefahrenzone zu bringen, die nicht alleine vom Bahnsteig auf die Verteilerebene gelangen könnten, weil die Aufzüge außer Betrieb wären. Man prüfe außerdem Möglichkeiten, die Aufzüge einzeln in Betrieb zu nehmen.

Artikel in StZ

Tadeusz, am 21.01.2011

Ausbau der Rheintalbahn gestoppt

Die Planung für den Ausbau der Rheintalstrecke "kollidiert in der vorgelegten Form mit geltendem Recht und ist damit nicht genehmigungsfähig", erklärte RP Würtenberger. Der Plan, mit zwei zusätzlichen Güterbahngleisen den jetzt schon unschönen Graben in Offenburg noch zu vertiefen und die Stadt mit hohen Lärmschutzwänden zu spalten, ist damit praktisch vereitelt.

Die Schweiz wird bereits ungeduldig. Ihr wurde 1996 in einem Staatsvertrag zugesichert, dass die Zuführung auf deutscher Seite für die sogenannte Alpentransversale im Güterverkehr rechtzeitig fertig würde. Der neue Durchstich durch den Gotthard ist vergangenes Jahr erfolgt, doch an einen Anschluss am deutschen Oberrhein ist in dem laufenden Jahrzehnt kaum mehr zu denken.

Artikel in StZ

Zum gleichen Thema: Eine Pressemeldung des VCD.

Tadeusz, am 20.01.2011

Globalisierung auf Bürgerkosten

Seit 1994 wurde 5000 km Gleise und fast die Hälfte aller Weichen und Kreuzungen abgebaut - das ist das stolze Ergebnis der Privatisierung der Bahn. Fallengelassene Bahnhöfe, stillgelegte Strecken, dahinschmelzende Personal- und Materialreserven erklären, warum die Qualität der Bahn so schlecht ist - und das trotz 250 Mrd Euro, die seitden vom Steuerzahler in die AG gepumpt wurden. Doch wo bleibt das Geld? Einkäufe von Unternehmen in 150 Ländern der Welt und Prestigeprojekte in Deutschland fressen die kurzfristigen Gewinne auf, während die Substanz des Unternehmens vernichtet und die (frühere) Hauptaufgabe der Bahn - Beförderung von Menschen und Waren in Deutschland - vernachlässigt wird. Für einen Aktiongesellschaft gibt es nur eine Aufgabe: Profit.

All das im Beitrag von Panorama:
Teil 1 - Teil 2


Tadeusz, am 19.01.2011

Netzwerk engagierter Fotografen

Engagierte Fotografen haben sich zu einem Netzwerk gegen Stuttgart 21 zusammengeschlossen. Auf ihrer Homepage (Klick auf das Foto) können die Arbeiten angeschaut werden, ebenso wie eine Zusammenfassung von Argumenten gegen S21.

Ihre großformatigen, wetterfesten Fotos sind ein wahrer Magnet bei Straßenaktionen.

Berichte bei Youtube:

Vernissage im DGB-Haus
Aktion in Esslingen
Aktion in Esslingen 2

Tadeusz, am 19.01.2011

Tragödie: 15-Jährige stirbt auf marodem Bahnhof

Cathrin P. ist davon überzeugt: "Meine Tochter könnte heute noch leben, wenn die Missstände auf diesem Bahnhof nicht existiert hätten. Ich will, dass der Schuldige vor Gericht kommt und Verantwortung dafür übernimmt, was geschehen ist - auch um vielleicht anderen Menschen das Leben zu retten."
Warum gibt die Bahn Milliarden für Projekte wie "Stuttgart 21" aus, spart aber an baufälligen Bahnstationen in der Provinz?

Artikel im Spiegel

Tadeusz, am 15.01.2011

Ab sofort: Behinderungen für Behinderte

Die Projektbetreiber hatten für den 11.01.2011 zu der Informationsveranstaltung
Barrierefreiheit des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs und Interimslösungen für die Bauzeit geladen. Der Dialog mit behinderten Menschen wurde dabei von den
Veranstaltern als erstrebenswerte Parole ausgegeben. Vorab: Ein Dialog fand erst gar nicht statt; die Meinungen der betroffenen behinderten Menschen und die Vorgaben der Betreiberseite prallten großenteils völlig unversöhnlich aufeinander. Viele der Betroffenen empfanden die Veranstaltung als „Alibi-Show“, um bei den betroffenen behinderten Menschen Eindruck zu machen.

Bericht der Initiative Barrierefrei Gegen S21

Stuttgarter Nachrichten: Die Probleme für Mobilitätseingeschränkte (Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte, aber auch Familien mit Kinderwagen) beginnen nicht erst nach Fertigstellung von Stuttgart 21, wo keine Rampen und barrierefreie Fluchtwege vorgesehen sind, sondern schon in den Anfängern der Bauphase:

- Sperrung des Nordeingangs
- Stilllegung des Fahrstuhls zur S-Bahn neben der kleinen Schalterhalle
- Blockieren der Zugänge über die Klett-Passage

Und was sagt zu diesem Thema der Landtagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Gelben, Bachmann? Nur Zyniker wollen Kopfbahnhöfe.

Artikel in der StZ

Tadeusz, am 13.01.2011

Grundwasser-Management

Was bedeutet "Grundwassermanagement"? Im Endeffekt bedeutet dies, dass wir zukünftig 17 Km lange Wasserrohre in einer Höhe von bis zu 4,5 m kreuz und quer durch die Stuttgarter Innenstadt haben werden.
Sichtbar!

Auf der Homepage über das GWM kann man fundierte Infos und Fotos von ähnlichen Maßnahmen in anderen Städten sehen.

Tadeusz, am 12.01.2011

Grubes Wort

Chaos mit Ansage - Rückblick 2010 (Kommentar in der Jungen Welt)
Bei seinem Amtsantritt im Juli 2009 hatte der neue Bahn-Chef Rüdiger Grube noch vollmundig versprochen: »Wir wollen den besten Service der Welt bieten«. Doch jetzt steht er immer noch anscheinend hilflos vor dem Trümmerhaufen, den sein Vorgänger Hartmut Mehdorn hinterlassen hat. Dieser hatte die Unternehmensentwicklung dem einzigen Ziel untergeordnet, das bundeseigene Unternehmen an die Börse zu bringen.
Ganzer Artikel

Dass Grubes Aussagen mit der Realität nichts zu tun haben müssen, ist nichts ungewöhnliches. So hat er am 10. Januar bei einer Rede vor der IHK in Backnang als Argument gegen K21 gesagt: "Wir bringen im Neckartal ja nicht mal mehr
einen Radweg unter, wie sollen wir da mehrere neue Gleise für K 21 bauen?" Das ist nichts als Stimmungsmache, wie an der Wahrheit vorbeigeht. Schon am 17. Juni 2010 hat die Stuttgarter Zeitung (Artikel Zwei neue Gleise - eine Wahrheit) aufgedeckt, dass auch das S21-Projekt zwei neue Gleise im Neckartal vorsieht, es nur bisher verschwiegen wurde.

Es hat sich also nichts verändert: hoffen dass die Wähler dumm sind und werben bis sich die Balken biegen.

Tadeusz, am 11.01.2011

Es geht wieder los

Der Schlichter hat gesprochen. Obwohl Heiner Geißler keinen Baustopp forderte, was für uns enttäuschend ist, so hat die Schlichtung zumindest aufgrund offengelegten Dikumenten und Fakten erkennen lassen, dass S21 nicht wie geplant funktionieren kann. Die Bahn verpflichtete sich, in einem Stresstest die behauptete Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs nachzuweisen oder die dafür notwendigen Verbesserungen vorzunehmen.

Nun aber scheint alles wieder vergessen: Den Stresstest will die Bahn selbst durchführen, was an Objektivität zweifeln lässt. Und obwohl dieser noch nicht mal angefangen wurde, sind alle Zweifel wieder vergessen und die Bauarbeiten gehen ab Montag, dem 10.01. munter weiter. Damit können wir uns nicht zufrieden geben und müssen weiterkämpfen!

Am Montag wurden die Arbeiten der EnBW beim Verlegen einer Leitung mehrere Stunden blockiert, am abend kamen etwa 7000 (Polizei: 4000) Menschen zur Montagsdemo.
Artikel bei RP Online

Mappus versteht die Welt nicht mehr. Beim Neujahrsempfang der IHK in Karlsruhe machte der Ehrengast PM Mappus Wahlkampf für S21. Als hätte es die Schlichtungsgespräche nicht gegeben - er wischt alle Fakten beiseite und hat keine Zweifel, dass es unverantwortlich ist, S21 nicht zu bauen, nur weil 70.000 Leute dagegen auf die Straßen gehen. Hat er nichts gelernt, oder hofft er, dass die Menschen im Land an Fakten desinteressiert sind und sich lieber auf markige Sprüche verlassen?
Artikel bei KA News

Der Innenminister de Maziere hat verstanden. Er hat aus S21 seine Lehre gezogen und will künftig die Öffentlichkeit bei Großprojekten zur Vereinheitlichung und Beschleunigung von Planfeststellungsverfahren ausschließen und behauptet gleichzeitig, der Gesetzentwurf solle die Bürgerbeteiligung nicht einschränken.
Artikel bei Berlin Kontor
Artikel bei Focus Online
Artikel bei Welt Online

Tadeusz, am 11.01.2011

report München: Sicherheitsrisiken in Bahntunnels

Die Sicherheitsstandards in deutschen Bahntunnels zählten einmal zu den höchsten in der Welt. Doch bei Neubauten gelten nun Regeln, die von Feuerwehr und Rettungsexperten aufs Schärfste kritisiert werden.

Auch bei den Plänen zu Stuttgart 21 gibt es Sicherheitsbedenken im Tunnel, zum Beispiel auf dem Streckenabschnitt zum Flughafen: Hier soll der bisherige S-Bahn-Tunnel durch eine Sondergenehmigung auch von Fernzügen genutzt werden können, obwohl dieser dann nicht mehr den Sicherheitsstandards entspricht. Ein Neubau wäre sehr teuer.

Ein Experte zeigte während der Schlichtung das Problem: Ein ICE ist deutlich breiter als eine S-Bahn. Daher ist der Fluchtweg neben dem Zug schmaler, nicht wie vorgeschriebenen 1,20 m breit sondern nur noch 81 cm. Das erschwert Flucht und Rettung.


Vortrag von R. Ryssel

Link zu Report vom 10.01.2011

Tadeusz, am 10.01.2011

Beuel und S21

Neue Hoffnung für die Gegner des Großprojekts Stuttgart 21. Ein kleines Unternehmen aus Bonn-Beuel dürfte mit seinem zähen Widerstand zu einem Fackelträger gegen die Übermacht aus Konzern und Politik werden.
Artikel bei General-Anzeiger

Tadeusz, am 10.01.2011

Stuttgarter Presse öffnet sich

Die Stuttgarter Presse ist nicht mehr so einseitig, wie in den vergangenen 15 Jahren, was S21 angeht.

Artikel in Stuttgarter Zeitung
Artikel in Stuttgarter Zeitung
Artikel in Stuttgarter Nachrichten
Artikel in Stuttgarter Nachrichten

Sehr interessanter Artikel vom 8 Januar: Probleme mit Anhydrit am Engelbergtunnel. Lt. Bahnsprechern kann das beim Bau des Fildertunnels, der ebenfalls durch quellfähigen Gipskeuper gebohrt werden soll, nicht passieren. Man muss nur aufpassen, dass keine Feuchtigkeit eindringt. In den nächsten 100 Jahren. Wie wäre es mit Frischhaltefolie?

Tadeusz, am 09.01.2011

Das Wunder von Stuttgart

Wie der heilige Heiner die Herrscher vor ihrem Volk rettet: Durch Glauben ans Plus.
Ein Weihnachtsmärchen von Georg Kümmel

Tadeusz, am 07.01.2011

Unternehmer gegen S 21

Die Unternehmer gegen S 21 haben heute die Marke von 700 registrierten Betrieben erreicht, welche mit ihrem Namen gegen das unnötige Milliardengrab eintreten! Zusätzlich unterstützen uns 65 Betriebsinhaber, welche anonym bleiben möchten!

So hat alles angefangen:
Artikel in Stern

Diesen Bericht hatte der SWR über 2 Monate unter Verschluss:
Videobeitrag bei SWR

Homepage von Unternehmer gegen S 21

Tadeusz, am 04.01.2011

50 verkehrstechnische Argumente

Ein neuer Blog von Logikus, mit vielen konkreten Argumenten und Grafiken, ist online.
Zum Blog

Tadeusz, am 02.01.2011

CDU-freundliches Wahlrecht

Geschichte wird bekanntlich von Siegern geschrieben. Aber auch das Wahlrecht begünstigt die Mächtigen, die wiederum die Versuche der kleineren Parteien, es zu reformieren, wirksam verhindern.

Das Wahlrecht in BaWü ist besonders freundlich für die stärkste Partei - und das ist in BaWü seit über 50 Jahren die CDU. Die Ein-Stimmen-Regelung führt dazu, dass Überhangmandate die Mehrheitsverhältnisse im Landesparlament besonders krass verzerren.

Artikel in Stern

Wahlrecht in Baden-Württemberg

Aus diesem Grund müsste der Stimmenverlust der CDU extrem hoch ausfallen, um PM Mappus in die Opposition zu bekommen.

Tadeusz, am 02.01.2011

Noch eine Variante...

Bei der Frage nach dem besten Bahnhof gibt es mehr als nur das Duo S21 und K21. Eine ganz andere Alternative stellt Ingo Sangmeister auf seiner Homepage vor.

Wie dem auch sei, als erstes muss der Bau von S21 gestoppt werden, nachdem zweifelsfrei festgestellt werden konnte, dass diese Variante untauglich ist.

Alternativkonzept BC21

Tadeusz, am 02.01.2011

Stuttgart 21 und Rollstühle

Weitere Versuche mit Rollstühlen und Gefälle werden auf dem Blog "Augur" vorgestellt.
Beitrag auf Augur

Tadeusz, am 21.12.2010

Was sprudelt ins Haus der Geschichte?

Ein mysteriöser Wasseraustritt im Haus der Geschichte lässt jetzt aufhorchen. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung handelt es sich dabei um Wasser mit einer Temperatur von 16 Grad - ein Indiz dafür, dass es sich um Mineralwasser handeln könnte.
Nach Aussagen der Bahn hat der Wasseraustritt nichts mit den nahegelegenen Bohrungen beim Bau von S21 zu tun.
Durchbrüche von Leitungs-, Grund-, Fernwärme- und Abwasser lassen sich ebenfalls ausschließen. Wie im Kindergarten oder in der Politik: niemand will es gewesen sein.
Artikel in StZ

Tadeusz, am 20.12.2010

Junge Union versteht Bahnhof

Die JU Rems-Murr übt sich in ausgewogener Sprache und setzt sich für Stuttgart 21 ein. Leider konnten sich die JUler zum Schluss einen Seitenhieb gegen die Grünen nicht verkneifen.

Artikel in BKZ Online

Liebe JUgend: wenn der Kunde nicht bereit ist, Murks zu kaufen, dann ist nicht die Vermarktung das primäre Problem, auch nicht der Kunde, sondern der Murks selbst.

Der Faktencheck hat deutlich gemacht: S21 bringt keine Vorteile für den Nahverkehr, nicht nur im Rems-Murr-Kreis, abgesehen von der ICE-Verbindung zum Flughafen, ein Mal in zwei Stunden. Dafür aber viele Nachteile.

Der Schlichterspruch empfiehlt weiterbauen nicht, weil S21 besser ist, sondern aus formellen Gründen. Die Auflagen, die "Bedenken der Gegner" berücksichtigen, sind absolut notwendig, damit der neue Bahnhof überhaupt funktionieren kann.

Und zu Demokratieverständnis: Demokratie und Menschenrechte wurden nicht einfach dem Volke von den Mächtigen geschenkt, weil die Machthaber überzeugt worden sind. Das Volk hat sie sich vielmehr mit viel Einsatz und Opferbereitschaft erkämpft. Auch dieses Mal - ohne den Einsatz zehntausender jede Woche und ohne die mutigen Schüler vom Schwarzen Donnerstag wäre es niemals zu einem "Gespräch auf Augenhöhe" gekommen. Es gibt seit 1995 Menschen, die sich mit sachlichen Argumenten gegen S21 engagieren. Ihre Argumente wurden niemals in der CDU-kontrollierten Presse publiziert, sie selbst wurden von den Verantwortlichen mal ignoriert, mal beleidigt und verunglimpft. Das zeigt also:

Wir brauchen weiterhin Demonstrationen, um den sachlichen Dialog zu erzwingen!

Und mal ehrlich: Denkt Ihr denn wirklich, Die Grünen würden mur mit Blick auf die Landtagswahl 2011 seit 15 Jahren gegen das Projekt sein? Es ist eine ständig wiederholte Unwahrheit, die glauben soll, wer nichts weiß. Die Wahrheit ist: Der Bahnhof wurde im September von PM Mappus und Kanzlerin Merkel zu einer Machtfrage erhoben und ab dem Tag musste eine sachliche Auseinandersetzung über Zulaufgleise und Tunnelwände einer aggressiven, billigen Polemik weichen, die das Volk spaltete und direkt in die Katastrophe des 30. September mündete.



Tadeusz, am 17.12.2010

arte-metropolis zu S21

Stuttgart 21 – Ein kulturelles und gesellschaftspolitisches Phänomen
Seit Monaten macht „Stuttgart 21“ Schlagzeilen. Nun sind die Schlichtungsgespräche zwischen Gegnern und Befürwortern des milliardenschweren Bahnprojekts beendet. Schon jetzt gelten sie als ein Lehrstück in Sachen Demokratie.

Video-Beitrag

Tadeusz, am 16.12.2010

Mehrkosten für S21+ muss Bahn tragen

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: „Wenn Herr Grube nun erklärt, dass sich die Projektpartner über die Mehrkosten verständigen müssten, verkennt er, dass die Deutsche Bahn (DB) AG der Politik in der Vergangenheit eingeredet hat, mit dem Tiefbahnhof einen viel besseren Bahnhof zu bauen. Damit steht die DB in der Pflicht, ihre Versprechungen gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit, die Grundlage für die Zustimmung zu Stuttgart 21 waren, auch zu erfüllen.“
Folglich müsse nach Ansicht des VCD die Bahn für die Mehrkosten aufkommen, die notwendig seien, um den Bahnhof funktions- und zukunftsfähig zu machen.

Pressemeldung des VCD

Bahnchef Grube möchte die Mehrkosten "gerecht verteilen", also über die Finanzierung neu verhandeln. Die von Projektgegnern genannten Summen von 500 Millionen Euro als Folge der Schlichtung seien „aus der Erfahrung heraus“ zu hoch gegriffen. Die Größenordnung von 150 bis 170 Millionen Euro „erscheint mir realistischer“.

Artikel in Focus Money

Allerdings macht ihm der Verkehrsminister Peter Ramsauer wenig Hoffnung auf Geld vom Bund.

Artikel in RP Online

Tadeusz, am 14.12.2010

Untersuchungsausschuss Polizeieinsatz

Der parlamentarische Untersuchungsausschuss versucht immer noch die politische Verantwortung für die Gewalt am 30. September zu klären, bei der gegen eine angemeldete Schülerdemo Wasserwerfer, Schalgstöcke und Pfefferspray eingesetzt und Hunderte Menschen verletzt wurden.

Wer keine Zeit hat, die Sitzungen im Landtag mitzuverfolgen (das Fernsehen überträgt die Sitzungen auf Wunsch der CDU nicht), kann die vollen Sitzungen hier bei Flügel-TV sehen:

Mitschnitt der Sitzungen

Kritischer Artikel in FOCUS: Die nur für den internen Dienstgebrauch zugängliche Ziffer 5 der Polizeidienstverordnung (PDV) 122, die der Nachrichtenagentur dapd vorliegt, bestimmt, dass ein sogenannter „Wasserstoß“ – also ein Strahl mit hohem Wasserdruck – nur in bestimmten Fällen angewendet werden soll. Laut PDV soll ein Wasserstoß „die Begehung oder Fortsetzung von Straftaten verhindern“, „das Vordringen von Störern verhindern“ oder „Gewalttäter zum Zurückweichen zwingen“. Ausdrücklich steht unter Ziffer 5.1.3 zudem: „Hierbei ist darauf zu achten, dass Köpfe nicht getroffen werden.“ Bei dem Einsatz erlitten allein vier Personen schwere Augenverletzungen.

Tadeusz, am 13.12.2010

Neue Preise und Zugausfälle

VCD: S-Bahn-Fahrgäste warten auf Entschädigung
Obwohl die S-Bahn immer noch nicht die versprochene Leistung erbringe, habe der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) seine jährliche Preiserhöhung durchgezogen.
(...)
Der VCD beklagte, dass es noch nie in der Geschichte des VVS so viele Fahrgastbeschwerden über Verspätungen, Zugausfälle und Anschlussverluste gegeben habe wie seit Beginn der Bauarbeiten zu Stuttgart 21. Da die Misere im S-Bahn-Notfahrplan eindeutig aus dem Bau von Stuttgart 21 resultiere, müsse die Entschädigung für die Fahrgäste aus dem Risikotopf für Stuttgart 21 bezahlt werden, so der VCD. Schließlich seien die Fahrgäste die Leidtragenden der Bauarbeiten, des ausgedünnten Fahrplans und der angekündigten Verspätungen.

Ganze Pressemeldung des VCD

Tadeusz, am 07.12.2010

Schlichtung und Wahrheit

...Darum war die Schlichtung in Wahrheit keine Entscheidungsfindung, sondern der Versuch, die Ohnmächtigen mit dem harten Faktum ihrer feststehenden Niederlage zu versöhnen. Sie war therapeutisch angelegt, nicht offen. Man lieh ihnen nicht das Recht, nur das Ohr. Offenheit hätte vorausgesetzt, dass Bahn- und Staatsvertreter ihre S-21-Rechtstitel dem Schlichter zur Disposition stellen.

Artikel in der Süddeutschen

Tadeusz, am 06.12.2010

Brief von Pfarrerin Guntrun Müller-Enßlin

In ihrem Brief schreibt die Pfarrerin: allmählich weicht bei mir die Irritation und Schockstarre der letzten Tage der Wut. (Das ist meist der erste Schritt zur Besserung! :-) Wir sind vom Schlichter beschäftigt, beschissen und an der Nase herum geführt worden.
Ganzer Brief

Tadeusz, am 05.12.2010

Reaktionen auf den Schlichterspruch

Der Schlichter hat gesprochen. Wortlaut

Das Projekt ist mangelhaft geplant - das ist jetzt offenkundig geworden. Nichtsdestotrotz empfiehlt Heiner Geißler, S21 weiterzubauen, allerdings:

1. Mit erheblichen Nachbesserungen und Nachweis einer erhöhten Leistungsfähigkeit
2. Nicht weil es besser als K21 ist, sondern aus formell-rechtlichen Gründen
3. Er empfiehlt keinen Volksentscheid, obwohl er ihn für am besten hält - ebenfalls aus formell-rechtlichen Gründen

Leider geht aus dem Spruch nicht hervor, dass der Bau bis zum Nachbessern des Projekts und bis zum Nachweis der Leistungsfähigkeit den Bau unterbrechen sollte. Somit bleibt beiden Seiten viel Interpretationsspielraum.

Das Aktionsbündnis Gegen S21 gibt eine Stellungnahme ab.

Auch der Verkehrsclub Deutschlands (VCD) sieht sich darin bestätigt, dass sein Konzept K21 besser ist und fordert: „Bis alle Unstimmigkeiten und Zweifel rund um die Planung von Stuttgart 21 beseitigt sind und solange die Ergebnisse des von Geißler geforderten Stresstest-Simulation für Stuttgart 21 nicht feststehen, muss es einen Bau-, Ausschreibungs- und Vergabestopp geben!“
Pressemitteilung vom 30.11
Pressemitteilung vom 01.12.2010

Auch Die Grünen fordern einen Baustopp bis die Bahn ihre Hausaufgaben gemacht hat und fordern, die Bevölkerung entscheiden zu lassen.
Erklärung der Grünen

Die SPD ist - ebenso wie Die Grünen - enttäuscht über die Ablehnung eines Volksentscheids. Im Falle eines Wahlsiegs im März wollen SPD und Grüne das Volk entscheiden lassen.
Artikel in WELT

Auch Die Linke kann die Ablehnung des Volksentscheids nicht nachvollziehen. Die Bahn behauptet weiterhin, die Obergrenze von 4,5 Mrd einzuhalten.
Weitere Stellungnahmen in Kürze

Die Baukonzerne Bilfinger-Berger, Hochtief, Züblin und Porr freuen sich schon auf Milliardenschwere Aufträge.
Artikel im Spiegel


Tadeusz, am 01.12.2010

Herrenknecht und "mafiöse Strukturen"

Badische Zeitung: Gangolf Stocker darf dem Schwanauer Tunnelbohr-Unternehmer Martin Herrenknecht weiterhin "mafiöse Strukturen" unterstellen. Das entschied am 30.11.2010 das Langericht Offenburg mit Blick auf das Grundrecht auf Meinungsfreiheit.
Ganzer Artikel

Tadeusz, am 01.12.2010

Stern: Bahn verschwieg wahre Kosten

[...]Aber noch etwas macht diese Zahl aus dem Jahr 2002 so brisant: Acht Jahre lang wurde von den Verantwortlichen der Bahn, von den S-21-Befürwortern in der Politik mit Kosten argumentiert, von denen sie wussten, wissen mussten, dass sie weit unterhalb der bahninternen Kalkulation lagen – 4,203 Milliarden Euro. Im Klartext: Das Gros der Parlamentarier votierte für ein Projekt, dessen Kosten es nicht kannte, nicht einschätzen konnte.

Ganzer Artikel

Die Antwort der Bahn kam prompt kurz nach dem Mittag. Die Überschrift: "Bericht von stern.de über angeblich geheim gehaltene Kostensteigerungen unzutreffend." Die Kernaussage der Bahn: "In der vom stern zitierten BAST (Betriebliche Aufgabenstellung) aus dem Jahr 2002 ist in einer Tabelle über die jährlichen Kosten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 die Gesamtsumme von 4,2 Milliarden DM fälschlicherweise in "Euro" angegeben worden.

Was für ein Lächerlicher Versuch, sich herauszureden! Sowas bin ich von unserem 9-jährigen Kind gewohnt, wenn er seine Hausis nicht gemacht hat.

Das wird noch Mal ausführlich zerpflückt im Stern: Schwerer Fehler in der Bibel

Tadeusz, am 24.11.2010

OB Schuster hält sich Hintertürchen offen

Seit längerem befürchten die Gegner des umstrittenen Bauprojekts Stuttgart 21, dass die Bauarbeiten Stuttgarts Mineralwasservorkommen gefährden könnten. Nun hat Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) erklärt, dass ein Baustopp möglich wäre, sollte es tatsächlich eine Gefährdung des Mineralwasservorkommens geben.

Artikel bei Focus

Tadeusz, am 21.11.2010

Die Natur im Schlossgarten

Ein wunderschönber Bildband von Tomoko Arai und Manfred Wetzler über die Natur in unserem Park, darunter einige Fotos, die nur weniger Tage vor der illegalen Abholzung gemacht wurden.
Broschüre über die Tierweit im Schlossgarten

Tadeusz, am 18.11.2010

S21-Verträge verfassungswidrig (Tagesspiegel)

Ein Rechtsgutachten kritisiert den Landeszuschuss für die Neubaustrecke – geklagt wird trotzdem nicht. Falls sie regieren, wollen die Grünen Geld für das Land zurückfordern.
Ganzer Artikel

Tadeusz, am 16.11.2010

Rede von der DGR-Demo

Am 13.11.2010 sprach im Anschluss an die DGB-Demo in Stuttgart die Unternehmerin und Parkschützerin Walburga Bayer (Auf Youtube)

Nehmen wir an, S21 wäre im Jahr 2020 fertig, hätte zehn Mrd. gekostet und müsste mit drei Prozent finanziert werden.

Erwirtschaftete man dann jährlich 390 Millionen (= 1,1 Million täglich!), dann wären die Schulden bis etwa 2070, nach 50 Jahren, getilgt.

Dies bedeutet z. B. 200 000 Fahrgäste je 25 EUR (Stuttgart – Ulm!) täglich, von denen z. B. 20 Euro für den Betrieb (Personal, Fahrzeuge, Energie, Wartung) und fünf Euro für die Finanzierung von Bahnhof und Strecke gerechnet werden.

Auf die Züge gerechnet wären das bei 1000 Zügen, die S21 täglich nutzen, über 1000 Euro Überschuss je Zug, die zu erwirtschaften wären.

Kostet die Sache elf statt zehn Mrd., dann dauert‘s schon bis 2083; bei 20 Prozent Mehrkosten reicht dieses Jahrhundert nicht mehr, um die Schulden zu bezahlen.

Wenn die Kosten 13 Mrd. erreichen oder wenn die Erträge weniger als 300 Millionen pro Jahr betragen (z. B. weil keine Güterzüge fahren), dann kann ich nichts mehr tilgen und arbeite nur für die Zinsen.


Walburga_Bayer_Rede_2010_1113.pdf

Tadeusz, am 16.11.2010

Planziel Autostadt

Als – analog zu Stuttgart – im Jahr 1996 in München das Projekt "München 21" vorgestellt wurde, schrieb die Springer-Tageszeitung Die Welt (die im übrigen dem Vorhaben durchaus positiv gegenüberstand) erstaunlich offen: Die Pläne dafür sind alt. Schon in den 30er Jahren wollte der "Führer" die Gleisstränge in Münchens Zentrum beseitigen und den Bahnhof nach Laim verlagern.

Artikel bei Junge Welt

Tadeusz, am 16.11.2010

Provokationen der Polizei

Der Schriftsteller Wolfgang Schorlau berichtet, was er persönlich am Schwarzen Donnerstag im Park erlebt hat und stellt sein neues Buch Stuttgart 21 - Die Argumente vor. Es kommt am 26. November in den Handel.

Plötzlich, ohne Vorwarnung, schlug einer dieser Polizisten einem Schüler mit voller Wucht ins Gesicht. Sein Kollege filmte den Vorgang. Zwei Kids brachten ihren verletzten Mitschüler fort. Ich fotografierte den Schläger mit der Handykamera. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, was ich sah: Das waren Eskalationstrupps. Sie wollten Schlägereien provozieren. Sie wollten Bilder gewalttätiger Demonstranten.
Sie bekamen die Bilder nicht.


Ganzer Artikel bei Tagesspiegel

Wolfgang Schorlau (Hrsg.): Stuttgart 21. Die Argumente. Verlag Kiepenheuer und Witsch, Köln 2010, 180 Seiten, 8.95 Euro.

Tadeusz, am 15.11.2010

Interview mit Alexander Kirfel

Der Geschäftsführer des Netzwerks Privatbahnen:

Netzwerk Privatbahnen war schon immer gegen dieses Projekt, allein vor dem Hintergrund, dass es für den Güterverkehr keinerlei Nutzen hat sondern – im Gegenteil – Schaden anrichtet. Und zwar massiven Schaden. Angesichts der Investitionsmittel von 1,1 Mrd. Euro pro Jahr für Neubaustrecken ist absehbar, dass auf mindestens zehn Jahre der komplette Bundesetat für Neubaustrecken durch Stuttgart 21 gebunden sein wird.

Ganzer Artikel bei RailoMotive

Tadeusz, am 15.11.2010

StZ sieht Faktencheck nicht erfüllt

Die Zeiten einseitiger Pro-S21-Berichte in der StZ scheinen zu Ende zu sein.

Die Wahrheit kommt scheibchenweise auf den Tisch. Aber was ist Wahrheit? (Pilatus). Die Wahrheit über das "bestkalkulierte und bestgeplante" Projekt (Mehdorn) scheint mehr aus Zweifeln als aus Tatsachen zu bestehen.
Artikel über Erkenntnisse von der Schlichtung

Der "Wirtschaftlichkeitsnachweis" der NBS ergibt - unter Annahme unrealistischer Güterzugnutzung - einen äußerst knappen Wert von 1,2. Die Schätzung wurde Abgeordneten, die in der Vergangenheit über das Projekt zu entscheiden hatten, mit Hinweis auf "Betriebsgeheimnisse" verwehrt, erst jetzt sind die Dokumente der Presse zugespielt worden.
Artikel über NBS Wendlingen-Ulm

Die CDU regt sich über Verschandelung des Schlossparks auf. Man könne sich angesichts der wilden Camper kaum noch dort zur Erholung aufhalten. Die Abgeordneten haben vergessen, dass die Parkschützer auf diese Art gegen das illegale Abholzen von Bäumen protestieren - es scheint ncihts erholsameres für CDU-Abgeordnete zu geben, als eine baumfreie Baustelle.
Artikel über CDU-Aktion gegen Parkschützer

Tadeusz, am 12.11.2010

Friedenspflicht eingehalten

Gangolf Stocker, bestätigte, dass sich die Bahn an die Friedenspflicht halte. Die Bahn habe nur einige Mauern wegen des Brandschutzes eingerissen und den Zugang gesichert.

Mehr Schlichtungsrunden
Wegen des hohen Diskussionsbedarfs wird die Schlichtung um zwei Termine erweitert. Statt der ursprünglich geplanten sechs Gespräche zwischen Gegnern und Befürwortern soll es nun mindestens acht Treffen in kürzerer Folge geben, teilte Geißler mit. Die Abschlusssitzung soll am Samstag, den 27.

Artikel bei StZ

Trotz Schlichtungsgesprächen geht der unsachliche Schlagabtausch auf unterstem Niveau weiter. Wir wollen uns lieber den sachlichen Argumenten widmen und lassen die Nazi-Vorwürfe Strobls und den Einsatz der Bundeskanzlerin für S21, wie auch viele weitere mediale "Ereignisse" uns Aussagen unkommentiert.

Tadeusz, am 03.11.2010

Berichte von der Schlichtung

Für diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, die Schlichtungsgespräche zu verfolgen, hat Einundzwanzig Berichte von den bisher gesendeten Diskussionsrunden online gestellt.

Tadeusz, am 02.11.2010

Propagandaoffensive 2

CDU-Infoveranstaltung in Rudersberg zu S21
Dienstag, 26. Oktober 2010
Ein Bericht von Reinhard Muth, BUND

Referent: Prof. Sommer
Leitung: Claus Paal, CDU Kandidat Landtagswahl

Anwesend waren etwa 400 Menschen, davon für mich erkennbar etwa 20 S21-Gegner.
Entgegen der Ankündigung und entgegen dem Eindruck, den Prof. Sommer von seiner Person erweckte, enthielt der Vortrag wenige klare Fakten, an denen sich ein weniger informierter Bürger orientieren könnte. Vorgetragen wurden die bekannten Argumenten der S21 Befürworter; und nur die Vorteile dieses Projekts, die Nachteile wurden ausgelassen. Das nenne ich nicht "klaren Wein einschenken".
Ein besonders krasses Beispiel dafür war die Info zum Flughafenbahnhof. Hier wurde nur eine Draufsicht des überirdischen Ausgangs gezeigt, die Rolltreppenkaskaden zu den Bahnsteigen wurden nicht gezeigt. Dabei ging Herr Sommer beim tiefer gelegten Stadtbahnhof noch ausführlich auf die dortigen Rolltreppen ein. Allerdings bemühte er sich mit vielen Worten das Problem der Rolltreppen schön zu reden, was ja beim Flughafen auch mit noch so vielen schönen Worten nicht möglich ist.

Dass auf der Murrschiene statt bisher 3 Regiozüge nur noch 1 Regiozug in der Hauptverkehrszeit zwischen 7 und 8 Uhr fahren soll blieb unerwähnt. In Bad Cannstatt besteht keine Verbindung mehr nach Süden. Wer nach Esslingen oder Plochingen will muss im Hbf. umsteigen und eine Zone mehr zahlen! Dass die S3 nicht mehr direkt zum Flughafen und zur Messe fährt und deshalb ein zusätzlicher Umstieg nötig wird, blieb unerwähnt.

Auf der Remsschiene wird der Fahrplan ebenfalls ausgedünnt, wie der Vortrag von Frau Starke beim Schlichtungsgespräch am letzten Freitag gezeigt hat. Jede Gemeinde im Rems-Murr Kreis muss sich auch noch finanziell an dieser Verschlechterung des ÖPNV beteiligen.

Im ganzen Vortrag wurden keine Quellen für die Angaben und Zahlen gemacht. Für einen Professor, der wissenschaftliches Arbeiten gelernt hat und lehrt, ganz schön schwach. Dem Zuhörer wurde kein Weg aufgezeigt, wie er die im Vortrag dargestellten Zahlen und Aussagen nachprüfen kann. Ein Faktencheck zu seinem Vortrag ist vom Prof. Sommer nicht vorgesehen. Der Zuhörer war nach dem Vortrag genauso schlau wie vorher, wem soll er nun glauben? Als Parteigänger natürlich im Zweifel dem eigenen Mann.

Die anschließende Fragerunde versuchte ich dafür zu nutzen, wenigstens eine Zahl in Zweifel zu ziehen. Im Vortrag waren 25 Zugbewegungen pro Stunde für den alten Kopfbahnhof angegeben, für den neuen Durchgangsbahnhof 50. Ich hatte vorher im Ankunftsfahrplan für 7 bis 8 Uhr 36 Züge gezählt. Nun bat ich Prof. Sommer, uns diesen Unterschied zu erklären. Er konnte es nicht und wollte sich "beim Grube" um eine Erklärung bemühen und diese mir zukommen lassen. Ein cleverer Zuhörer überprüfte gleich per Handy meine Angaben und meldete sich dann zu Wort. Im Abfahrtplan waren für diesen Zeitraum nur 18 Züge aufgeführt. Zuerst gab es Gelächter im Publikum. Auf meine energische Wortmeldung hin erkannte Prof. Sommer gleich den Grund für die unterschiedlichen Zahlen, nämlich Ankunft und Abfahrt.


Tadeusz, am 27.10.2010

Bulletin zur Schlichtung

Nicht jeder kann, auch wenn er will - an einem Werktag sechs Stunden und mehr vor dem Fernseher sitzen, um die Schlichtungsgespräche zu Stuttgart 21 zu verfolgen.

Die EINundZWANZIG-Redaktion hat die wichtigsten Pro und Contra, die Argumente von Projektpartnern und Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 in einem Info-Bulletin zusammengefasst.

21-online.de

Tadeusz, am 27.10.2010

Propagandaoffensive

Immer nervöser werden die Angriffe der CDU/CSU gegen die Grünen. Es werden klischeehafte Stammtisch-Behauptungen in den Raum gestellt, die von einseitiger, alles andere als unabhängiger Presse, weitergegeben werden.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wandte sich gegen die Vorstellung, ein Wahlsieg der Grünen in Baden-Württemberg würde das Projekt beenden. "Ich prophezeie: Wenn die Grünen politisch mitentscheiden könnten, würden auch sie mit Stuttgart 21 weitermachen. Genauso wie früher: Da haben sie auch oft genug erst Nein gesagt, und dann ging es nicht anders".

Eine besonders dreiste Manipulation der öffentlichen Meinung: Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Reinhard Löffler, hielt den Grünen vor, sich in einer Arbeitsgruppe 1995 für eine Version von "Stuttgart 21" eingesetzt zu haben, die mit der heutigen Planung identisch sei. Dass genau das Gegenteil der Fall war, kann man in dem Arbeitspapier "Alternativen sind machbar!"
vom April 1995 nachlesen. Doch die Wenigsten haben Zugriff auf das Archiv. Dass aber Journalisten solche Behauptungen ohne Verifikation weitergeben, als wäre es Tatsache, hat mit Seriosität nicht viel gemein. (Artikel in StZ).

Tatsache ist aber, dass von Anfang an die Grünen Bedenken gegen S21 geäußert hatten:
So schrieben Die Grünen im April 1995:
Wir sind überzeugt, daß mit acht unterirdischen Durchgangsgleisen – wie bei Stuttgart 21 vorgesehen – mit vielen Milliarden Mark ein zukünftiger unterirdischer Engpaß gebaut wird. Eine vergleichende Untersuchung der verschiedenen Varianten halten wir vor einer endgültigen Entscheidung für unverzichtbar. (Seite 7)
Bevor bauliche Lösungen konkretisiert werden, müssen zunächst die verkehrspolitischen Kriterien definiert werden … Im Sinne einer demokratischen Planungskultur fordern Bündnis 90 / Die Grünen … eine offene und öffentliche Diskussion über Alternativen dieses Jahrhundertprojekts. (S. 9)


Am 11.10. hat Bahnchef Grube vor der IHK in der Liederhalle eine Rede gehalten, in der er offensichtliche Falschaussagen macht:

1) Bei Minute 32 erklärt er, dass beim Kopfbahnhof ein Zug aus Frankfurt nach dem Halt ganz links in Stuttgart alle anderen Schienenstränge kreuzen muss um Richtung München über Cannstadt ausfahren zu können. Er kennt also im Oktober 2010 immer noch nicht die Überwurfbauwerke des Kopfbahnhofs.

2) Bei Minute 54 erklärt er, dass es je 7 Planverfahren für den neuen Bahnhof und die neue Schnellbahntrasse gibt, also 14 gesamt. Und für beide Projekte seien je 4 Verfahren schon abgeschlossen und die 3 restlichen hätten schon alle Phasen der Anhörung bestanden und die Ergebnisse müssten nur noch schriftlich festgehalten werden, also "reine Fleißarbeit".
Am Ende der Diskussion ab Minute 1:50 fragt ein Zuhörerin, nach dem Stand des Planverfahrens für die Strecke zum Flughafenbahnhof. Sie sei Frau Ingrid Grischtschenko vom Verband Region Stuttgart. Und nach ihrem Wissensstand sei das Planverfahren für den Abschnitt Rohrer Kurve bis Flughafen noch nicht in der Erörterung, die Bürger und Gemeinden wurden noch nicht gefragt. Sie verstehe nicht, dass am Hauptbahnhof schon die Tunnelbohrungen vorbereitet werden und man noch gar nicht weiß, wo der Tunnel oben auf den Fildern heraus kommen soll.

Video-Aufzeichnung

Am 18.10. fand eine Solidaritätsveranstaltung im Stuttgarter Rathaus statt. Die 21 Bürgermeister aus der Region: „Wir sind vom großen Mehrwert von Stuttgart 21 für uns alle – von der internationalen und regionalen Mobilität im Bahnverkehr über den Städtebau bis zur Ökologie – überzeugt und sehen zu Stuttgart 21 keine tragfähige Alternative.“
Es wurden die üblichen platten Sprüche wiederholt, der Gegenseite Falschaussagen unterstellt und das Ganze auch noch als "Gesprächsbereitschaft" bezeichnet.

Artikel in Esslinger Zeitung

Auch in Fellbach gibt es demnächst eine Propagandaveranstaltung mit Werksbesichtigung und Bewirtung. Hans Sommer, der Aufsichtsratsvorsitzende von Drees und Sommer, hält einen Vortrag und will "Halbwahrheiten und Desinformationen ausräumen".

Artikel in der Lokalausgabe der StZ

Auch Innenminister Thomas de Maizière attackiert S21-Gegner mit haltlosen Behauptungen: Wenn Tausende Schüler von ihren begüterten Eltern Krankschreibungen bekämen, um zu demonstrieren, "dann ist das ein Missbrauch des Demonstrationsrechts".

Kommentar für Nicht-Stuttgarter: Weder gab es bei den Demos "tausende Schüler", noch braucht man eine Krankmeldung, wenn die Schüler montags um 18 Uhr oder samstags um 15 Uhr in den Schlossgarten zur Demo gehen. Bei der einzigen Schüler-Demo (die berühmte angemeldete Demo am 30.09 die mit Wasserwerfern und Pfefferspray beendet wurde) waren bis zu 1500 Schüler anwesend. Auch sind "begüterte Eltern", also Mittelklasse, eine bedeutende, aber keine dominierende Gruppe unter den S21-Gegnern. Ein ganzer Absatz, um die lügenhaften Unterstellungen eines einzelnen Satzes des gewählten Volksvertreters und Bundesinnenministers auszuräumen...

Artikel in Spiegel

Tadeusz, am 20.10.2010

Leichte Unpünktlichkeit hat schwere Folgen (StZ)

Wer profitiert vom Umbau des Bahnknotens? Was bringt es für die Region?
Unsere Brfürchtung ist, dass eine gute Verbindung nach Bratislava und zum Flugplatz werbewirksam als zukunftsweisend eingesetzt wird, wohingegen der Durchschnittspendler den Kürzeren zieht. Wollen wir in diesen Umbau so viel Geld reinstecken?

StZ: Eine Erhöhung des Zugverkehrs ist [bei S21]- anders als heute - ausgeschlossen. Die Innenstadt wird die Gäubahn nicht schneller erreichen, allerdings verkürzen sich auch hier die Reisezeiten aus dem Hinterland zum Flughafen erheblich. Auch von Freudenstadt werden Flughafen wie Messe direkt angefahren.

Angesichts der Engpässe bei den Kapazitäten der eingleisigen Passagen lassen sich die Fahrpläne aber nur dann einhalten, wenn die Züge absolut pünktlich fahren.


Ganzer Artikel

Tadeusz, am 18.10.2010

Bedeutung des Durchbruchs des Gotthardtunnels

Für eine der wichtigsten europäischen Güterverkehrsachsen, die Strecke Rotterdam - Oberrhein - Schweiz - Italien, wird durch den Tunnel das größte Hindernis beseitigt. Ziel des Projektes sei es, das steigende Güterverkehrsaufkommen von der Straße auf die umweltfreundlichere Schiene zu verlagern.

VCD-Bundesvorsitzender Ziesak: Die Bundesrepublik hat sich in einem Staatsvertrag mit der Schweiz verpflichtet, bis zur Fertigstellung des Tunnels auch die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel, die als nördlicher Anschluss an den Gotthardtunnel notwendig ist, viergleisig auszubauen. Von den 182 Kilometern von Karlsruhe bis Basel sind nach 23 Jahren Bauzeit jedoch erst 45 Kilometer - rund 25 Prozent - fertiggestellt. Angesichts des langsamen Baufortschritts und der mangelhaften Finanzierung wird die Strecke so voraussichtlich 20 Jahre später fertig werden als vereinbart. Das ist glatter Vertragsbruch.

Matthias Lieb, Vorsitzender des VCD-Landesverbandes Baden-Württemberg: Die Prioritäten für den Schienenausbau in Baden-Württemberg sind völlig falsch gesetzt. Während für den Ausbau der Rheintalbahn noch über 4 Milliarden Euro erforderlich sind, sollen rund 2,5 Milliarden Euro Bundesmittel für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ausgegeben werden. Dabei drohen gerade diese Projekte zum Nadelöhr für den Güterverkehr zu werden.

Pressemeldung des VCD

Tadeusz, am 15.10.2010

Bonatzbau und Denkmalschutz

Hier kommt noch die Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Hauptbahnhof Stuttgart, die die Einbeziehung des Themas Denkmalschutz in die Schlichtungsgespräche fordert.

Dazu auch ein Kommentar von Susanne Kaufmann zum Urteil des OLG Stuttgart über die Rechtmäßigkeit des Abrisses der Seitenflügel.

Tadeusz, am 15.10.2010

Baumfällaktion war nicht rechtens - und andere Meldungen

Das Verwaltungsgericht bestätigt deutlich die Rechtsauffassung des BUND Landesverband-Baden-Württemberg, der am 30.09.2010 versuchte hatte, mit einem Eilantrag die Baumfällungen im mittleren Schlossgarten zu verhindern (Az. 13 K 3749/10). Wie sich nun zeigte, waren diese Bemühungen nur deshalb vergebens, weil das Verwaltungsgericht Stuttgart von den zuständigen Stellen im Eisenbahnbundesamt (EBA) und Regierungspräsidium Stuttgart sowie von der DB Netz AG nicht darüber informiert wurde, dass auch seitens der Behörden erhebliche artenschutzrechtliche Bedenken gegen die Fällarbeiten bestanden.

Ganze Pressemeldung des BUND

Weitere Meldungen:

Eskalation am blutigen Donnerstag war geplant und provoziert
Durch Recherchen von Parkschützern und der Stuttgarter Jugendoffensive gelang mittlerweile der Nachweis, dass Polizisten einer “Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit” (BFE) – die später in Uniform brutal gegen Demonstranten vorgingen – vorher einen mit Polizei-Westen gekennzeichneten Trupp Schläger in Zivil stellten, die zu Anfang der Proteste im Park eintreffende Schüler körperlich attackierten und versuchten zur Gegengewalt zu provozieren.“ (Berliner Umschau)

Mappus, S-21 und die „Spätzle-Connection“
Pikant ist, dass dem geschäftsführenden Vorstand der Stiftung Lebendige Stadt Friederike Beyer angehört. Beyer ist die Lebensgefährtin von Günther Oettinger (CDU), früher Stuttgarter Ministerpräsident, heute EU-Energiekommissar. Endgültig zum Politikum jedoch macht die Sache, dass dem Stiftungsrat die Landesministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Tanja Gönner (CDU), und der Stuttgart-21-Architekt Christoph Ingenhoven angehören. (Handelsblatt)


Stuttgart 21: Schwäbischer Filz
Da verwundert es natürlich nicht, dass Herr Häussler einen der grössten je erhaltenen Bau-Aufträge von „Stuttgart 21“ bekommen hat, dass das Projekt über mehr als 60 km Tunnel verfügt, die im wesentlichen überflüssig sind, aber dem Tunnelbauer Herrenknecht Aufträge bringen, und von den Firmen natürlich dankbare Spenden an CDU, FDP und SPD zurückfliessen (am liebsten jene Spenden, die in schwarzen Aktentaschen kommen und nicht die offiziell zugegebenen – wer die Taschen wohl jetzt bei der CDU entgegennnimmt, nachdem Schäuble krank ist?) (Berliner Umschau)

Stuttgart 21 – der Bahnhof, den niemand will und niemand braucht
So ist die Frage der politischen Zukunft von S21 und der CDU vor allem eine Frage der Transparenz und des Informationsflusses. Gelingt es den Medien, das Dickicht zu lichten, wird S21 schon bald zum Fanal. Gelingt es den Befürwortern, die öffentliche Diskussion zu dominieren, wird S21 ebenfalls zum Fanal – aber erst mehr als zehn Jahre später, wenn der Bahnhof steht und nicht mehr zu leugnen sein wird, dass er eine gigantische Fehlplanung war. (Spiegelfechter)


Contra Stuttgart 21: Es spricht alles dagegen!
S21 ist kein zukunftsweisendes Bahn-Städtebau-Ökologieprojekt. Es ist zu teuer, belastet die Umwelt und die Bahninfrastruktur wird ab- statt ausgebaut. (n-tv)

Tadeusz, am 14.10.2010

Von wegen "warum erst jetzt"!

März 1998: Eine Kritische Stellungnahme vom Gemeinderat Schorndorf geht an das Ministerium für Verkehr. Die Schorndorfer Nachrichten bringen darüber einen Bericht.

Dass es damals keine Massenproteste gab, liegt einfach daran, dass
1. die Informierten noch daran glaubten, man könne mit Argumenten etwas erreichen
2. die Nicht-Informierten vertrauten, dass die Projektverantwortlichen schon wissen was sie tun, und dass die gewählten Vertreter ihnen schon auf die Finger schauen.

Tadeusz, am 13.10.2010

Geißler hat es schwer...

Mir könnet schwätze, solange es uns beim Bau net stört. So könnte man die Position der Bahn und Regierung zusammenfassen. Man spricht zwar gerne von Dialogbereitschaft und "Fakten auf den Tisch", aber bevor es dazu kommt, dass die Öffentlichkeit über alles aufgeklärt wird, sollen möglichst viele unwiderrufliche Fakten geschaffen werden, die einen Stopp selbst bei negativer Beurteilung verhindern oder erschweren. Hier geht es nicht um optimale Lösungen oder Kompropmisse, hier geht es vor allem um sehr viel Geld. Um garantierte Gewinne der Bahn AG, die umso höher ausfallen, je mehr das Ganze kostet - ohne dass der Verkehrswert eine Bedeutung hätte (oder gibt es ein Umtauschrecht bei Nichtgefallen - mit Geld-Zurück-Garantie?). Um lukrative Aufträge für spendable Unternehmen. Je mehr Geld ausgegeben wird, umso mehr Gewinn machen die Aktionäre - auch im Falle eines Baustopps. Das finanzielle Risiko, die Kosten für eine Rückabwicklung, für Stornierung von Verträgen, Zuschütten von Gruben und Neubepflanzung des Schlossgartens trägt ausschließlich der Steuerzahler. Daher die Eile, noch möglichst viele Verträge zu unterschreiben. Sie müssen es ja nicht zahlen, sondern wir, unsere Kinder und unsere Enkel.

Artikel im Spiegel

Tadeusz, am 13.10.2010

Fronten weiterhin verhärtet

Gutachten: Volksabstimmung und Ausstieg sind möglich
Eine landesweite Volksabstimmung über das Bahnprojekt wäre nach einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags doch zulässig. "Ein einseitiger Ausstieg vonseiten des Landes Baden-Württemberg aus dem Projekt "Stuttgart 21" verstieße nicht gegen bundesrechtliche Bindungen", heißt es in der Expertise.

Artikel bei evangelisch.de

Grube: kein Kompromiss
"Ich versichere Ihnen, und da bin ich viel zu sehr Cent-Fuchser, es rechnet sich sogar bis zu 4,8 Milliarden." Die Planungen zum jetzigen Zeitpunkt zu stoppen, sei überhaupt keine Alternative: "Das Geld ist projektgebunden. Wenn Stuttgart es nicht nimmt, landet es irgendwo bei Herrn Schäuble im Bermudadreieck."

ganzer Artikel bei Spiegel

Ende der Mogelei
[über das Schönrechnen der Projektkosten] Eine formidable Streichliste also. Ihr Schönheitsfehler: Die Sparvorschläge existieren nur auf dem Papier.
Zum einen wurden sie "ohne vertiefte Planung abgeschätzt", wie die Bahn in der Auflistung einräumt. Zum anderen sind "zur Realisierung dieser Punkte zum Teil die Zustimmung des Eisenbahnbundesamtes, der Architekten, der Projektplaner, der Bauherren und Gutachter notwendig".

ganzer Artikel bei Spiegel

Grube: kein Baustopp
Sollten die Bauarbeiten ausgesetzt werden, könnte sich eine Verzögerung von drei bis sechs Monaten ergeben. Ein Baustillstand koste die Deutsche Bahn zusätzlich rund zehn Millionen Euro im Monat.

ganzer Artikel bei Spiegel

Auch die Wirtschaft wehrt sich
Auch lokale Unternehmer positionieren sich zunehmend gegen S21:
"Die anspruchsvollen Ausschreibungsbedingungen können wir Kleinen doch gar nicht erfüllen. Dass können nur international agierende Bau- und Industriekonzerne", sagt eine Frau. "Die wollen so viel Kapital wie möglich herausschlagen und vergeben Aufträge an Subunternehmer weiter, welche Billigarbeitskräfte, aber keine lokalen Handwerksbetriebe einsetzen"

ganzer Artikel bei Stern

Währenddessen macht sich OB Schuster ein Hintertürchen auf:
OB spricht von K.o.-Kriterium (StZ)

Tadeusz, am 12.10.2010

Eine gute Frage

Aus dem Umweltspiel (Herausgeber: Umweltbundesamt) für Leute ab 8:

Wieviele junge Bäume müssen gepflanzt werden, damit sie genauso viel Sauerstoff abgeben wie ein hundertjähriger Baum?

Antwort: 25.000 Bäume


Agata, am 10.10.2010

Der schwäbische Filz

Die Verfilzung von Politik und Wirtschaft scheint ein Naturgesetz zu sein, sobald eine politische Kraft allzu lange an der Macht ist. Die Menge der Beziehungen, Verflechtungen und Abhängigkeiten, die immer mehr zu Tage treten, wird immer größer. Die Vermutung, es handle sich um zufällige Zusammenhänge, weicht der Vermutung, dass es die Spitze eines Eisbergs ist.

Der neueste Interessenkonflikt betrifft eine der besonders aggressiven Vorkämpferin für S21, Tanja Gönner: Baden-Württembergs Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) lässt nach Zweifeln an ihrer Unabhängigkeit ihre Mitgliedschaft im Stiftungsrat des Hamburger Shoppingcenter-Betreibers ECE ruhen. ECE plant im Zusammenhang mit Stuttgart 21 ein riesiges Einkaufszentrum.

Ganzer Artikel bei SWR

So berichtet der Stern u.a.:
Und geradezu symbolisch für den Geschäftssinn dieser engen Freunde der regierenden CDU steht der Name Martin Herrenknecht. Der Schwarzwälder ist mit Abstand der beste Tunnelbauer der Welt, er bohrte den Elbtunnel ebenso wie den Gotthard-Tunnel. Natürlich ist er CDU-Mitglied. Und an der Spitze des Aufsichtsrats des Tunnel-Weltmarktführers amtiert Lothar Späth. Stuttgart 21 steht bei Herrenknecht für enorme Gewinnaussichten.

Artikel im Stern

Dass die Menschen sich nicht mehr damit abfinden, die Welt nur von der Lokalzeitung erklärt zu bekommen, zeigen auch die Kommentare der Leser der StZ:

Michael Föll (CDU) der frühere Bürgermeister von Stuttgart sitzt im Beirat der Abrissfirma Wolff & Müller; Lothar Späth (CDU), der ehemalige Ministerpräsident, war Aufsichtsratsvorsitzender der Tunnelbaufirma (Herrenknecht AG). Diese hatte der CDU vor der Vergabe eine Spende von 70.000 Euro zukommen lassen; Ministerpräsident Oettinger hat dafür anschließend in einer Regierungserklärung hellseherisch gesagt: Herrenknecht wird in Stuttgart bohren (Jahre, bevor überhaupt mit den Arbeiten begonnen wird)

Kommentar "Mappus mit dem Rücken zur Wand"

Das passt gut dazu, dass es bei S21 gar nicht um eine Verbesserung der Bahnverbindungen geht:
Grünen-Chef Cem Özdemir stellte unterdessen in Frage, ob die Verlegung des Bahnhofs überhaupt etwas mit der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zu tun habe. "Im Kern ging es der Stadt Stuttgart darum, ein neues Stadtgebiet zu erschließen, ein Luxus-Stadtgebiet", sagte Özdemir dem Deutschlandfunk. "Es geht hier um ein großes Wirtschaftsprojekt, aber ganz sicher nicht um die Bahn."

Artikel im Stern

Tadeusz, am 10.10.2010

10 Mrd. Euro für 26 Minuten

Nach der Eskalation im Schlossgarten vergangene Woche dämmert es vielen, dass Stuttgart 21 nicht durchzusetzen ist. Der geringe Nutzen des Vorhabens für den Verkehr ist nicht zu vermitteln. Daher wird nun die Staatsräson bemüht. So sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich, ohne Festhalten an Stuttgart 21 könne sie nicht mehr nach Europa fahren, der griechische Kollege könnte ja sagen: "Wenn Deutschland vor Protesten einknickt, kann ich den Stabilitätspakt zu Hause nicht verteidigen."

Kommentar in Financial Times Deutschland

Weitere Artikel zu S21 bei FTD:

Opfer klagt die Polizei an

Tadeusz, am 07.10.2010

Brief von Dipl. Ing. Huck an Dr. Pfeiffer

Ein weiterer Beitrag zur Diskussion, ob der neue unterirdische 8-gleisige Bahnhof leistungsfähig genug wäre:
Ganzer Brief

Eine weitere, immer wieder gebrachte Desinformation betrifft die Anzahl der Zufahrtgleise. Fragt man aber einen Fachmann, der es als ehemaliger Bahnhofsvorsteher wohl wissen muss, heißt es:

Die Sprachregelung bezüglich der auf den Kopfbahnhof zulaufenden Streckengleise muß daher lauten:

"Der bestehende Kopfbahnhof hat 6 Zu- und Abfahrgleise und der Tiefbahnhof hat 4 Zu- und Abfahrgleise".


Die ganze Ausführung ist im Brief von Egon Hopfenzitz an W. Drexler vom 12.07.2010 nachzulesen.

Tadeusz, am 06.10.2010

Pressespiegel

Heute keine eigene Auswahl - um doppelten Aufwand zu vermeiden, verweisen wir auf den Pressespiegel bei kopfbahnhof-21.de.

Den Link haben wir auch rechts in der Spalte "Mehr Info".

Tadeusz, am 05.10.2010

Zurück zur Sache

Nun haben sie was sie wollten - weg von der sachlichen Diskussion über S21 und K21, nur noch Nachrichten, Stellungnahmen und Kommentare zu Gewalt, Verhältnismäßigkeit der Polizeieinsätze usw.

Die Regierungsseite wirft Demonstranten Gewaltbereitschaft vor, ohne es belegen zu können. Tanja Gönner unterstellt sogar, Eltern würden ihre Kinder instrumentalisieren und in die erste Reihe schieben. Mit ähnlich lächerlichen Vorwürfen und Unterstellungen versuchen Rech, Schuster und Konsorten die Bürger aufzuregen und von Sachthemen abzulenken. Grube spricht uns sogar das Recht ab, gegen S21 zu demonstrieren.

Der Verfassungsrechtler Ernst Gottfried Mahrenholz sagt dazu klar: „Das Volk darf gegen jeden Beschluss demonstrieren“. Interview im Kölner Stadtanzeiger

Die Menschen haben verstanden, dass man Politikern, auch wenn man sie selbst gewählt hat, nicht bedingungslos trauen darf, und wollen sich selbst ein Bild und eine Meinung machen. Deshalb lassen wir die Politiker in ihrer Panik weiter ihre Kommentare abgeben und gegenseitig kommentieren und kehren zurück zu unserer Aufgabe: die Wahrheit über das Immobilienspekulationsprojekt, das auf Kosten der Bahninfrastruktur Investoren mit attraktiven Grundstücken beglücken soll, unters Volk zu bringen. Wir werden uns wieder verstärkt dem Projekt selbst zuwenden.

Tadeusz, am 04.10.2010

Offener Brief, Dokumente, Presse

Hier ist ein Offener Brief von Prof. Bodack an Abgeordnete, sowie ein Kommentar von Heribert Prantl aus der Süddeutschen Zeitung.

Desweiteren ein offener Brief von Egon Hopfenzitz an Stefan Mappus, und ein weiterer Brief von Peter Hensinger an OB Schuster.

Seit gestern ist bekannt, dass das Eisenbahn-Bundesamt Baumfällarbeiten im Schlossgarten aus Naturschutzrechtlichen Gründen untersagt hat, bis eine bestimmte Stellungnahme vorgelegt wird, und setzt dafür eine Frist bis zum 8. Oktober. Da das Projektteam wie bekannt sofort nach Mitternacht des 1. Oktober die ersten 25 Bäume fällte, dürfen wir davon ausgehen, dass bald die erforderliche, bisher offensichtlich noch nicht vorliegende Stellungnahme auf wundersame Weise "wiedergefunden" wird.
Das Originalschreiben vom Bundesamt ist hier:
Seite 1 und Seite 2

Dazu auch ein Bericht des Stern: War das Abholzen illegal?

Es ist den Medien auch eine Videobotschaft vom OB Schuster zugespielt worden, in der er die Gegner aufruft, friedlich zu bleiben.

Tadeusz, am 03.10.2010

Plusminus über S21 und Güterverkehr

Ein Bericht mit Prof. Bodack über Projekte, die wegen S21 nicht finanziert werden können. Film bei ARD

Tadeusz, am 03.10.2010

Dr. Pfeiffer über S-21

Die Ansichten des Wirtschaftssprechers der CDU, Dr. J. Pfeiffer, zum Thema S-21 und zur Laufzeitverlängerung: Mailaustausch

Tut mir leid, ich habe keine Kraft, das zu kommentieren!
Bleibt uns überlassen, zu welcher Gruppe wir gehören wollen:


Tadeusz, am 01.10.2010

Prof. Bodack in Korntal

Bericht des "Aktionsbündnisses Korntal-Münchingen gegen S 21":

Liebe Mitstreiter,
viele von Ihnen waren gestern sicherlich beim Vortrag von Herrn Bodack in der Stadthalle Korntal. Der Saal war voll mit ca 670 Zuhörern! Ich bekam nur positive Rückmeldung. Herr Bodack erwies sich als praxiserfahrener Bahnspezialist, der vielerlei Gründe sieht, warum S21 technisch anders gelöst werden sollte. Viele Punkte, die Herr Bodack ansprach, finden Sie in der Anlage. Dieses Papier wurde auch nach der Veranstaltung verteilt. Ich glaube, für uns alle gilt das Fazit:
Wer sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat, und nicht irgendwelche politische Gedanken hat, kann nur gegen Stuttgart 21 in der jetzt geplanten Form sein. Eine Alternative würde zur Erreichnung der gleichen Ziele nur 1,5 bis 2 Milliarden Euro kosten statt 7 bis 10 und mehr, abgesehen von den anderen Vorteilen wir Erhalt des Bonatzbaus, des Parks der Mineralquellen usw..

Übrigens, die Presse weigert sich über eine solche Veranstaltung zu berichten! Es war keine Presse da; Stuttgart 21 ist ein Tabuthema!

Von diesem Vortrag mit den anschließenden Fragen haben wir ein Video erstellt. Diese wird jetzt aufgearbeitet und wird in etwa 14 Tagen zur Verfügung stehen. Dieses werden wir dann als DVD und im Internet breit verteilen. Da müssen Sie dann wieder mithelfen!

Video (Teil 1)

Noch mehr Videos bekommt man bei Eingabe von "Bodack" als Suchbegriff in Youtube.

Tadeusz, am 30.09.2010

Interview mit Schriftsteller Wolfgang Schorlau

Durch meine Arbeit als Krimiautor habe ich gute Kontakte zu Polizisten. Aus diesem Umfeld habe ich Hinweise erhalten, dass es im Innenministerium Überlegungen geben soll, Provokateure einzuschleusen, die Gewalttaten begehen, die man den Demonstranten in die Schuhe schieben kann. Möglicherweise eine Gewalttat an Bereitschaftspolizisten. Das wäre schrecklich. Und eine Eskalation droht ab dem 1. Oktober, wenn laut Gesetz Bäume gefällt werden dürfen. Im Park rund um den Bahnhof sollen viele 200 Jahre alte Bäume weichen. Wird dort gefällt ... Ich mag es mir nicht ausdenken.

Ganzer Artikel im Tagesspiegel

Tadeusz, am 30.09.2010

Chaos in der Planung

Heute im Stern Online:

Demnächst sollen die Arbeiten für die Tunnel vergeben werden, allerdings, wie die Projektberichte zeigen, "ohne eisenbahntechnische Ausrüstung". Oberleitungen sind in den Tunnel ebenso wenig vorgesehen wie Signalanlagen. In einem Protokoll vom Juli heißt es: "Aktuell fehlen systemrelevante Entscheidungen im Hinblick auf Oberleitungsanlagen und Signaltechnik."

Ganzer Artikel

In der Druckversion vom Donnerstag, 30.09.2010 soll es mehr geben...

Die Bahn AG dementiert den noch nicht veröffentlichten Bericht.

Dazu sagt Matthias Lieb vom VCD:
Die DB ist sowohl mit den Planungen als auch der Umsetzung von Stuttgart 21 sichtlich überfordert. Es gibt also weder eine Notwendigkeit noch besondere Eile, die begonnen Abrissarbeiten fortzusetzen. Man könnte sich ohne Zeitdruck zusammensetzen und über die bestmögliche Gestaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofes sprechen. Stattdessen verrennen sich die Stuttgart 21-Befürworter in einem trotzigen ‚Weiter so!’ und wollen bis zur Landtagswahl unumkehrbare Fakten schaffen. Das ist nicht nur unvernünftig, sondern vor allem unverantwortlich gegenüber den Menschen im Lande und den öffentlichen Haushalten.

Pressemeldung des VCD

Interview mit Winfried Kretschmann:
Ein Beispiel: mit einer Investition von etwa 80 Millionen Euro würden die ICEs auf der Gäubahn 15 Minuten schneller in Stuttgart ankommen. Dort erreichen sie dann die direkten ICE-Anschlüsse in Richtung Köln und Berlin, so dass man diese Ziele eine Stunde rascher erreicht. Das ist intelligente und vernetzte Modernisierung.

Ganzer Artikel bei StZ

Tadeusz, am 29.09.2010

Neues in der Presse

CDU-Politiker gegen S-21

Nach Auffassung des osthessischen Landtagsabgeordneten Norbert Herr (CDU) verdeutlichen die Proteste in Stuttgart, dass über das Projekt "Stuttgart 21" nochmals von Seiten der Politik nachgedacht werden muss. "Ein solch großes Projekt sollte und darf nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt werden!"

Artikel in FuldaInfo

Winfried Hermann kritisiert neuen Sprecher von Stuttgart 21

"Andriof ist nicht neutral, sondern parteiisch", sagte Hermann der "Rheinischen Post" laut Vorabbericht. Schon als Regierungspräsident habe sich Andriof "bedingungslos für das Projekt eingesetzt.

Artikel in FuldaInfo

Gabriel unterstützt Referendum

In den Streit um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ hat sich nun auch SPD-Chef Sigmar Gabriel eingeschaltet und die Forderung nach einem Referendum unterstützt.

Artikel in Focus

Streit spitzt sich zu

Nachdem am Freitag erneut mehrere tausend Menschen gegen das Bauvorhaben demonstriert hatten und einige Demonstranten festgenommen wurden, befürchtet Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) eine Zunahme der Gewaltbereitschaft bei den Protesten gegen das Milliardenprojekt. Es gebe „einen nicht unerheblichen Teil von Berufsdemonstranten“, die der Polizei das Leben schwer machten, sagte Mappus am Wochenende. Bei ihnen nähmen „Aggressivität und Gewaltbereitschaft“ zu. SPD und Grüne warfen Mappus vor, die Gegner aus Wahlkampfgründen zu kriminalisieren.

Artikel in Focus

Tadeusz, am 26.09.2010

Neues in der Presse

Redakteure der StN haben mit dem früheren Ministerpräsident Erwin Teufel ein Gespräch über S-21 geführt.
Zur Sache selbst ist dazu nichts Neues hinzugekommen - die üblichen Pauschalaussagen Zukunft... abgehängt... standhaft... und somit keines Kommentars würdig. Dass er als einer der "Väter" von S-21 nichts anderes sagen kann, ist nicht überraschend.

Was uns aber Sorgen macht, ist die Aussage, die Demokratie in Deutschland sein nicht reif und deshalb bräuchten die Deutschen eine starke Führung. Nach dem Motto, gegen alle großen Projekte hätte es Proteste gegeben, und würde man alle Gegner ernst nehmen, dann hätte das Musterländle heute gar nichts von dem, wovon heute alle profitieren.

Ich halte solche Aussagen für sehr gefährliches Gedankengift.

Ganzer Artikel in StN

Eine kurze Chronologie der Proteste zeigt, dass es Gegenstimmen nicht erst jetzt, sondern schon viel früher gab. Gemäß dem Standpunkt von Teufel (s.o.) hat die Regierung aber immer Standhaftigkeit angestrebt und "Nörgler" ignoriert.

Ganzer Artikel in StN

Die Vertaktung auf den Fildern wird durch S-21 wahrscheinlich verschlechtert.

Ganzer Artikel in StN

Mit Gedankenspielen über Baumverpflanzung versucht die Bahn, den S-21-Gegnern Wind aus den Segeln zu nehmen. Ob einige für viel Geld verpflanzte Altbäume den verkehrstechnischen Nutzen von S-21 erhöhen, darf angezweifelt werden.
Ganzer Artikel in StN

Der Deutschen Bahn (DB) liegt eine Expertise der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC) vor, in der die Kostenkalkulation für Stuttgart21 kritisch unter die Lupe genommen wurde. Der Aufsichtsrat des Staatskonzerns erhielt das Papier allerdings erst drei Monate nachdem er das Projekt trotz einer Kostensteigerung auf 4,1 Milliarden Euro genehmigt hatte.

Ganzer Artikel in StZ

Drexlers Nachfolger: Udo Andriof (68) gehört der CDU an und war von 1989 bis 2007 Regierungspräsident in Stuttgart. Zuvor war der gebürtige Ulmer unter anderem unter den CDU-Ministerpräsidenten Hans Filbinger und Lothar Späth im Staatsministerium tätig. Als Regierungspräsident war er bereits im Raumordnungsverfahren mit Stuttgart 21 befasst und kennt das Projekt im Detail. Seine Behörde war auch mit dem schwierigen, mit Massendemonstrationen verbundenen Genehmigungsverfahren für die Landesmesse betraut. Dieses sei "vom Widerstand her besonders anspruchsvoll gewesen" hat er einmal gesagt.

Ganzer Artikel in StZ

Tumulte im Rathaus
Die erste Sitzung des Stadtrats verlief chaotisch: Die Linke vergisst, Punkt über Baustopp auf die Tagesordnung zu setzen, SPD-Fraktion stellt sich gegen die Linie der Landes- und Bundesfraktion und für S-21, CDU und FDP boykottieren Sitzung... ich verstehe nur noch Bahnhof...

Ganzer Artikel in StZ

Ausgetrickst und abgekanzelt
"Die Menschen haben das Gefühl, dass über ihre Köpfe hinweg bestimmt wird", sagt der Kommunikationsforscher Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim. Ein Gefühl, das bei Tausenden irgendwann in Wut umgeschlagen ist. (...) Stuttgart 21 ist ein Beispiel, wie sich eine Stadt von ihren Bürgern entfremden kann. In kaum einem Bundesland sind die Machtverhältnisse so stabil wie in Baden-Württemberg, die CDU regiert hier seit mehr als 50 Jahren. Das hat etwas Verlässliches, aber darin liegt auch eine Verführung zur Bürgerferne, manche sagen: zur Arroganz.

Ganzer Artikel in Zeit Online

Tadeusz, am 24.09.2010

Sondierungsgespräche am Freitag geplant

Trotz der Zuspitzung des Konflikts durch Aussagen führender CDU-Politiker und des Bahnchefs Grube, gibt es immer noch Versuche, den Konflikt auf einer sachlichen Ebene zu lösen.

Beide Seiten wollen sondieren
Gegner und Befürworter des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 wollen sich am Freitagvormittag zu einem Sondierungsgespräch treffen. Wie berichtet, hat der katholische Stadtdekan Michael Brock diese erste Kontaktaufnahme zwischen den Kontrahenten vermittelt.

Artikel bei StZ

Wölfle über Möglichkeiten der Gespräche
Wölfle geht mit zarten Hoffnungen in die Sondierungsgespräche, bei denen neben ihm selbst auch Gangolf Stocker, Chef der Bürgerinitiative Kein Stuttgart 21, der Architekt und ehemalige Bundestagsabgeordnete Peter Conradi mit Volker Kefer, Infrastrukturvorstand bei der Bahn, Stuttgarts OB Wolfgang Schuster und Ministerialdirektor Bernhard Bauer am Freitag erstmals an einem Tisch sitzen werden. "Es wird sich schnell zeigen, ob die Gegenseite es Ernst meint"

Artikel bei Mühlacker Tagblatt

Tadeusz, am 22.09.2010

Aktuelle Pressemeldungen

Mappus hat es abgelehnt, das Thema sachlich anzugehen und macht daraus lieber einen vorgezogenen Wahlkampf, um sich kämpferisch zu zeigen - Polarisierung statt Diskussion, Machtkampf statt Demokratie. Die Folgen: Die Polizisten werden von der Regierung im Kampf gegen das eigene Volk verheizt - ständiger Einsatz, kein Privatleben, Dauerstress. Ebenso gestresst und übermüdet sind die Aktivisten. Wie leicht es zu einer unnötigen Eskalation kommen kann, zeigt das folgende Video: Polizist schlägt Frau ins Gesicht. Wir müssen sehr besonnen sein - wir haben die besseren Argumente und dürfen nicht zulassen, dass das Pulverfass hochgeht, das die Mächtigen bereitgestellt haben.

Mappus geht auf Konfrontationskurs Artikel in Stern
Wieder Proteste gegen S-21 Artikel in Hamburger Abendblatt
Polizei räumt Zeltstadt Artikel in TAZ
Grube bittet zum Gespräch Artikel in Spiegel
Mappus sagt Demonstranten den Kampf an Artikel bei RP Online

Inzwischen hat sich die SPD bewegt und ist zu einer Koalition unter grüner Führung bereit Artikel in NZZ Online

Tadeusz, am 19.09.2010

Stuttgart is everywhere - auch in Berlin

Bundeskanzlerin Merkel stellte sich in ihrer Haushaltsrede voll hinter das Projekt S-21. Statt Argumenten und Kompromisssuche wählt sie lieber Polemik, Polarisierung und Machtkampf. Damit wird nicht nur das Schicksal von Mappus, sondern auch das Merkels und ihrer Regierung an dieses höchst umstrittene Bauvorhaben geknüpft.

Einerseits verteidigt sie wider die besseren Argumente S-21 und die deswegen geschlossenen Verträge, die einigen Konzernen Milliardengewinne auf Szeuerzahlerkosten bringen, andererseits wirft sie gültige Verträge zum Atomausstieg über Bord und beschert anderen Konzernen wieder Milliardengeschenke auf Kosten der Sicherheit künftiger Generationen und blockiert damit zukunftsfähige Technologien, die die Chance fürs 21. Jahrhubndert darstellen. Gleichzeitig versucht sie nicht ein Mal zu erklären, warum das Sparprogramm der Regierung nur die Verlierer der neoliberalen Ellenbogengesellschaft trifft.

Angie, Angie, where will it lead us from here?

Artikel in der Süddeutschen vom 15.09
Artikel in der Süddeutschen vom 16.09

Und wenn es nicht so tragisch wäre, könnte man darüber eigentlich lachen:
Merkel-Rede bei Youtube

Tadeusz, am 16.09.2010

Wie die Bahn Milliarden in den Sand setzt

Handelsblatt - Artikel von Winfried Hermann (Vorsitzender des Bundestags-Verkehrsausschusses), fasst alle wichtigen Argumente kurz zusammen:

Stuttgart 21 sollte das Vorreiter- und Zukunftsprojekt der Deutschen Bahn für eine ganze Reihe sogenannter 21-er Projekte werden: die Lufthansa auf der Schiene. Andere Kopfbahnhöfe wie Frankfurt und München sollten danach ebenfalls in unterirdische Durchgangstationen verwandelt werden. 2008 sollte der neue Bahnhof samt Neubaustrecke eingeweiht werden.

Es kam anders.


Ganzer Artikel

Tadeusz, am 15.09.2010

ZDF- und SWR-Dokus vom 9.9.2010

"Der Protest gegen den Bahnhof Stuttgart 21. Seit Wochen gehen bis zu 20.000 Menschen in Stuttgart auf die Straße, denn die Mehrheit ist gegen den milliardenteuren Umbau des Hauptbahnhofs."

28-Minuten-Doku über S21-Proteste in der ZDF-Mediathek

92-Minuten Diskussion in der SWR-Mediathek

Tadeusz, am 14.09.2010

Bahn-Vorstand schon 1994 gegen S21

Im Vorstand der Deutschen Bahn wurde das umstrittene Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21" bereits im Februar 1994 als unwirtschaftlich bewertet, berichtet DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe.

Info im Spiegel

Tadeusz, am 14.09.2010

Tag des offenen Denkmals

Der Eisenbahn-Blog von Friedhelm Weidelich:

Die Deutsche Bahn muss da etwas falsch verstanden haben. Gestern noch biss der Abbruchbagger eifrig eine Ecke des dritten Teils am Nordflügel weg. Nun präsentiert sich das denkmalgeschützte Bauwerk buchstäblich offen.

Mehr dazu im Blog

Tadeusz, am 14.09.2010

Essay zu S21 (StZ)

Ist es auf der politischen Bühne nicht fast schon an der Tagesordnung, dass politische Entscheidungen, die fest zementiert schienen, verworfen werden? Der Atomausstieg legt aktuell davon Zeugnis ab. Vor kurzem schien noch unverrückbar, was Rot-Grün beschlossen hatte. Monatelang waren die Zeitungen voll von Berichten und Analysen über das nahende Ende der Atommeiler. Jetzt hat Schwarz-Gelb das Paket aufgeschnürt, mit kostspieligen Konsequenzen für jene, die sich auf die Haltbarkeit politischer Versprechen verlassen hatten.

Wenn selbst solche "Projekte" gestoppt werden, fragt sich der Bürger: Wieso sollte dann Stuttgart 21 unumkehrbar sein?

Ganzer Text

Tadeusz, am 14.09.2010

Nachteile von S-21 für die Region

In einer konzertierten Aktion versuchen Landrat Fuchs und zahlreiche Bürgermeister im Kreis das Großprojekt Stuttgart 21 schön zu reden und zu schreiben. Immer wieder werden Vorteile für den Personennahverkehr im Kreis angeführt, die Nachteile aber verschwiegen.

Als Antwort darauf listet der BUND Rems-Murr in einer Presseerklärung die wichtigsten Nachteile von S-21 für die Region auf.

Pressemitteilung des BUND

Hier ist noch der immer noch unbeantwortete offene Brief an Landrat Fuchs zur PM des LRA zu Stgt. 21 vom 31.01.08.

Darüberhinaus werden die Kreise - und damit alle Kommunen - über die nächsten 10 Jahre mit Kosten belastet. In Zeiten der krisenbedingten leeren Kommunalkassen, löchrigen Straßen, schimmeligen Schulgebäuden und Kürzungen im Bildungsbereich sind diese Zusatzbelastungen besonders schmerzhaft.

Anteile der Gemeinden an S-21-Kosten

Tadeusz, am 13.09.2010

Neue Texte von Prof. Bodack

Prof. Karl-Dieter Bodack arbeitete fast drei Jahrzehnte in Stabs- und Führungspositionen der DB und DB AG. Er stellt uns zwei Texte zur Verfügung, die wir hier dankend einstellen:

Offener Brief an Prof. Heimerl
Alternativen für S21

Tadeusz, am 13.09.2010

Neues Gutachten zu den Kosten der NBS

Hier haben wir das neue Gutachten von Vieregg und Rössler zur Neubaustrecken Wendlingen-Ulm: Gutachten

Tadeusz, am 13.09.2010

Rentabilität wird angezweifelt (StZ)

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Anton Hofreiter, will nun aus Bahnkreisen erfahren haben, dass sich der Bau der Schnellbahntrasse nicht rechnet. Das Dokument, auf das sich Hofreiter dabei bezieht, ist streng geheim und trägt den sperrigen Titel "Neubewertung der Nutzen-Kosten-Analyse der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm". Hofreiter hat, wie er gegenüber der Stuttgarter Zeitung erklärte, über einen "absolut vertrauenswürdigen" Mittelsmann die wesentlichen Inhalte des Papiers erfahren.

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 04.09.2010

Proteststrecke Stuttgart – Berlin (ND)

Stuttgart 21 und die Neubaustrecke von Ulm nach Wendlingen betreffen nicht nur Baden-Württemberg, sondern die gesamte Republik, sagt die Bundestagsfraktion der LINKEN. Diese will den Stuttgarter Protest nach Berlin holen und im Bundestag gegen das Projekt wirken.

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 04.09.2010

Strafanzeigen gg. DB und Abbruchfirma

Nachdem bereits anläßlich der Dachbesetzung durch sieben Mitglieder der Bürgerbewegung "Parkschützer" große gefüllte Säcke mit der Aufschrift "krebserregend" vorgefunden wurden, die später von Arbeitern hinunter geworfen wurden und einer dabei aufplatzte, wurde jetzt nach einer ersten Analyse des Zementstaubs, der beim Abriß über den Bahnhofsvorplatz weht, festgestellt, daß nicht nur der krebserregende Zementstaub, sondern auch andere, vorher nicht fachgerecht entsorgte gefährliche Materialien von den Menschen am Bahnhof über viele Stunden eingeatmet wurden. Darunter gestern allein schon die gezählten 232 Polizisten, die den rund 150 Meter langen Bauzaun weisungsgemäß bewachen mußten.

Mehr Info bei Drehschiebe Online

Tadeusz, am 04.09.2010

Zwischen friedlichem Protest und strafbarer Nötigung

Über die rechtliche Seite der Proteste schreibt Dr. Alfred Scheidler (Oberregierungsrat in Neustadt) in Legal Tribune:

Angesichts der ständig weiter wachsenden Kritik gegen "Stuttgart 21" aus der Bevölkerung ist damit zu rechnen, dass die Widerstandsaktionen, die vergangene Woche angelaufen sind, erst der Anfang massiver Protestbewegungen sind. Wenn es dadurch zu Verkehrsbehinderungen oder ähnlichen Beeinträchtigungen kommt, so ist dies hinzunehmen, da dem Grundrecht der Versammlungsfreiheit in einer Demokratie eine ganz herausragende Bedeutung zukommt. Nicht hinnehmbar, da von Art. 8 GG nicht mehr gedeckt, sind aber gezielte Blockadeaktionen, mit denen die Bauarbeiten verhindert werden sollen.

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 03.09.2010

Fledermauspopulation im Bonatzbau entdeckt

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) hat das Eisenbahnbundesamt aufgefordert, kurzfristig ein Moratorium der Abrissarbeiten am Bonatzbau anzuordnen. Begründet wird das damit, dass dort Fledermäuse entdeckt worden seien. Fledermäuse sind sowohl nach deutschem als auch nach europäischem Recht besonders geschützt.

Mehr Info bei Zughalt.de

Tadeusz, am 02.09.2010

Pressemitteilung des VCD

"Während die für Stuttgart 21 entscheidenden Bauarbeiten aufgrund eigener Versäumnisse der DB nicht vorankommen, werden nur noch die symbolischen Abrissarbeiten am Nordflügel fortgesetzt", kritisierte Matthias Lieb. Da diese Arbeiten aber nicht zeitkritisch seien, könnten sie auch problemlos für einige Zeit eingestellt werden. Das wäre nach Ansicht des VCD ein Zeichen der Vernunft und würde die Glaubwürdigkeit der Gesprächsangebote erhöhen.

ganzer Text der Presseerklärung

Tadeusz, am 31.08.2010

Schöpfer von Stuttgart 21 fordert sofortigen Stopp

Otto, der vor einem Jahr aus der S-21-Projektgruppe wegen wachsender Sicherheitsbedenken ausschied, sagte dem stern, dass er "laut" werden müsse: "Aus moralischer Verantwortung heraus, kann ich nicht anders handeln".

Der Tübinger Geologe Dr. Jakob Sierich, ein Spezialist für Anhydrid- und gipsführende Erdschichten, hat für das Magazin das Gutachten analysiert. Sein Befund: "Bei Stuttgart 21 geht es nicht um mögliche Risse in Häusern, es geht um mögliche Krater, in denen Häuser verschwinden können. Es geht um Menschenleben."

Artikel bei Stern

Der Abriss hat begonnen!

Artikel in Stuttgarter Zeitung
Artikel in Spiegel

Inzwischen haben also die Landes- und Stadt-"Väter" und andere gewählte Volksvertreter gezeigt, was sie von einem Dialog mit ihren Wählern und ihrem Volk halten - der Nordflügel des Hauptbahnhofs wird definitiv zerstört, und zwar nicht in Quader zerlegt, wie es versprochen war, um die wertvollen Steine für andere Bauwerke zu verwenden, sondern durch GL-Abbruch in wertlosen Schutt umgewandelt. Es werden Fakten geschaffen, im blinden Glauben, dass unsere Proteste verstummen, sobald wir endlich kapieren, dass der "Bau" unumkehrbar begonnen wurde.

Der Bonatzbau ist somit kein geschütztes Denkmal mehr. Aber das bedeutet nicht, dass der Widerstand sinnlos geworden ist. Im Gegenteil - die Verantwortlichen wollen sich nicht auf einen Dialog einlassen, wohl wissend, dass die besseren Argumente überwiegen, und verlassen sich auf ihre Macht, ihre Befehlsgewalt. Wir haben noch viel mehr als das Bauwerk zu schützen:
Wir treffen jeden Tag immer noch Mensachen, die sich wunden und nicht so recht wissen, worum es eigentlich geht. Das ist unsere große Chance - das Wissen um S21, das die Verantwortlichen zu verbergen versuchten, weitergeben. Je mehr Menschen wissen, umso mehr untersatützen sie unsere Forderungen.

Tadeusz, am 25.08.2010

Presseschau

Das "verbesserte" Stuttgart-21

Die offizielle Seite über den optimierten Entwurf erweckt den Eindruck, im Schlosspark würde sich nichts ändern, bis auf die hie und da auf dem Rasen zwischen den 200 Jahre alten Bäumen verstreuten Glasdeckeln. Soll der Park wie ein Teppich zusammengerollt und anschließend auf dem mehrere Meter hohen Betondeckel wieder ausgerollt werden?

Kommentar bei StZ:
Augenfällig bleiben hingegen die Lichtaugen, über die der Tiefbahnhof belichtet wird. Diese Markenzeichen des Entwurfs kamen bisher nicht bei allen gut an; dass sie von 4,50 Meter auf 4,30 Meter reduziert werden, dürfte für die wenigsten Kritiker ein Trost sein. Daran werden auch die hübschen Animationen nichts ändern, die den Eindruck erwecken, man könnte über die Lichtaugen drüberspucken und dann Bäume treffen, die es gar nicht mehr gibt.

Ganzer Text

Weitere Themen:

Schweigemarsch bei Spiegel.TV

Artikel in Kölner Stadt-Anzeiger
Artikel in Tagblatt
Artikel in Focus
Artikel in Hndelsblatt

Tadeusz, am 24.08.2010

Immer mehr Zweifel

Täuschen und tricksen

Inzwischen ist unstrittig: Als Bundes- und Landtag, Stadt Stuttgart und Bahn-Aufsichtsräte S21 einst abnickten, waren ihnen viele Risiken nicht bekannt. Das Projekt wurde gnadenlos schöngerechnet, kritische Stimmen und unliebsame Fakten rigoros unterdrückt. Zum Beispiel der Bedarf: Ohne S21 drohe Stuttgart der Verkehrskollaps, die Stadt verliere den Anschluss ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz, heißt es bis heute. In Wirklichkeit ist Stuttgart einer der leistungsfähigsten deutschen Bahnknoten.
Artikel bei FR-Online

Mitschöpfer des Bahnhofs Frei Otto zweifelt

Das Hauptproblem bis heute bleibt: wir sitzen mit dem Tiefbahnhof im Grundwasser, und das steigt nach oben. Die 400 Meter lange und 100 Meter breite Betonwanne, in der der Tiefbahnhof sitzt, muss also festgehalten werden, damit sie nicht aufschwimmt. Wie aber kann sie sicher verankert werden?
Artikel in StZ

Ramsauer fehlt das Geld für Streckenausbau
Vor allem die Rheintalbahn Karlsruhe - Basel sei für die Bewältigung der künftigen Transportmengen im Güterverkehr entscheidend. "Nur mit einem Ausbau dieser Verbindung werden wir in der Lage sein, die Container aus den deutschen Seehäfen und Rotterdam reibungslos abzutransportieren." Andernfalls bliebe nur der Transport mit Gigalinern, den umstrittenen 60-Tonnen-Lkws. Dies nennt Hermann "umwelt- und verkehrspolitisch eine Katastrophe".
Artikel in Spiegel

Tadeusz, am 20.08.2010

Die Projektträger lehnen "Friedenskonferenz" ab

Die Projektträger führten in ihrem Antwortschreiben aus, ein solches Spitzengespräch sei aus ihrer Sicht nicht zielführend. Es gebe kein Alternativkonzept, welches Stuttgart 21 gegenübergestellt werden könne. Die von den Gegnern vorgeschlagenen Alternativkonzepte seien keine planfestgestellten Varianten.

Ganzer Artikel bei Stuttgart Business-on

Tadeusz, am 19.08.2010

Wer ist Grube?

Die Vorgeschichte des Bahnchefs Grube (Seite 3) und weitere interessante Artikel der GewerkschafterInnen gegen S-21:

Stadt.Plan extra der SÖS

Tadeusz, am 19.08.2010

Bei Stuttgart 21 drohen geologische Katastrophen

Die Bahn verkündet in ihren Stuttgart-21-Broschüren, dass sie Hunderte von Probebohrungen im ganzen Stadtgebiet durchgeführt habe, um die vier Tunnel, die kreuz und quer unter die Innenstadt geschoben werden müssen, sinnvoll zu postieren. In diesen Werbeprospekten ist natürlich nicht davon die Rede, dass bei den Bodenuntersuchungen an vielen Stellen, wie befürchtet, Anhydrit gefunden worden ist; jenes Mineral, das, wenn es längere Zeit mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, um 50 Prozent anschwillt und unaufhaltsam alles zur Höhe oder zur Seite drängt, was in seiner Nähe ist. "Salzsprengung" nennen die Physiker diesen Vorgang, der beim Berg- und Tunnelbau katastrophale Folgen hat.

Ganzer Text bei Scribd.com

Tadeusz, am 18.08.2010

CDU-Wahnsinn Stuttgart 21 (Berliner Umschau)

Das Projekt "Stuttgart 21", ein gigantisches Bahn-Neubau-Projekt, das Milliarden und Abermilliarden kostet, nur um einige schnelle Züge ein paar Minuten eher ankommen zu lassen, ist der Skandal schlechthin. Mit einigen Alternativprojekten hätte sich im wesentlichen der gleiche Zeit-Einspareffekt erreichen lassen können, ohne in Zeiten der "alternativlosen" Sparorgien mit Milliarden von Euro nur so um sich zu werfen.

Ganzer Artikel bei Berliner Umschau

Tadeusz, am 18.08.2010

Subventionen für Stuttgart 21

Grüne zum Subventionsvorwurf bei Stuttgart 21
In der Gemeindedrucksache 664 aus dem Jahre 2001 ist in einer Protokollnotiz zu Ziffer 1 zur weiteren Zusammenarbeit zur Realisierung der Projekte, beim Erwerb von Zugkilometern und von Fahrzeugen von einem Kapitalwertbeitrag für die Realisierung der der Projekte Stuttgart 21 und NBS Wendlingen-Ulm die Rede.

"Hier ist nicht nur der Zusammenhang hergestellt, hier ist die Finanzierung von Stuttgart 21 explizit als Ziel genannt, die Subventionierung des Landes für die Deutsche Bahn wird nicht mal mehr versteckt", so Wölfle.

Presseerklärung der GRÜNEN vom 16.08.2010

Schutzgemeinschaft Filder e.V. berichtet:
S-21 vom Flughafenbetreiber subventioniert

Der Flughafen "gehört" Stadt und Land. Es wurden also Steuergelder sinnlos an die Bahn verschleudert, ohne Zweckbindung, ohne Risikoabsicherung und das skandalöseste, dieses Geld taucht in den 4,1 Milliarden Euro, die Stuttgart 21 angeblich kosten soll, nicht auf.

Zur Veranschulichung: Durch die Anbindung des Flughafens an die ICE-Strecke verspricht sich der Flughafenbetreiber bis zu 1 Mio zusätzliche Passagiere pro Jahr. Umgerechnet bedeutet das, je nach Größe, 30-40 zusätzliche Flugzeuge täglich, die über den Fildern und Umland kreisen. Umweltschutz geht anders!

Pressemeldung

Tadeusz, am 17.08.2010

Ihr kommt zu spät

Immer wieder hören die Gegner von S-21 den Vorwurf,
Warum kommt ihr erst jetzt, wenn alles schon gelaufen ist?




dass die Medien erst seit einigen Wochen von massiven Protesten berichten, nachdem mit einer Prellbock-Anhebung die Realisierung symbolisch begonnen wurde.


Hier ein Beweis, dass wir nicht die ganze Zeit geschlafen haben:

Video von 1997

Tadeusz, am 16.08.2010

Wer will noch S-21?

Umweltbundesamt für Baustopp:
Artikel in Stern

Leonberger gegen S-21
Artikel in Stuttgarter Zeitung

SPD-Mitglieder und Landtagskandidaten gegen S-21
Artikel in Stuttgarter Zeitung

Bundesstiftung Baukultur fordert Umdenken beim Projekt Stuttgart 21
Artikel in Stuttgarter Wochenblatt

Denkmalschützer gegen S-21
Artikel von Roland Ostertag in Stuttgarter Nachrichten

Tadeusz, am 12.08.2010

Werner Wölfle über S-21 bei taz

taz: Herr Wölfle, seit wann sind die Grünen gegen die Bahn?

Werner Wölfle: Wir sind nicht gegen die Bahn, wir sind für eine vernünftige Bahn. "Stuttgart 21" verbessert den Schienenverkehr nicht, es verschlechtert ihn.

Interview in der taz

Tadeusz, am 12.08.2010

Endstation für Merkels Koalition (The Independent)

Aber die immer größer werdenden Reihen der Projektkritiker behaupten, es handelt sich bei S21 um genau die Art von grandiosem und finanziell aufgeblasenem Unterfangen, das zu einer früheren und gierigeren Zeit gehöre, wo es noch keine Krise gab. Sie sagen, ein solches Megaprojekt lässt sich nicht in einem Deutschland rechtfertigen, wo die öffentlichen Ausgaben gerade um 80 Mrd. Euro gekürzt werden.

Ganzer Artikel (in engl.)

Tadeusz, am 10.08.2010

Thomas Felder an ev. Kirche

Thomas Felder (Musik und Wort) schreibt einen offenen Brief an die evangelische Landeskirche, Pfarrer Vosseler antwortet:

Offener Brief

Tadeusz, am 08.08.2010

Täglich ein Schwabenstreich (taz)

Ein sehr ausführlicher Artikel von Martin Kaul:

(...)Der Bahnhof, schön und gut. Wovon die Schwaben wirklich genug haben, ist die politische Kultur, die sich mit dem Mammutprojekt im Ländle verändert hat. Ob der Bagger die Steine einreißt, ist das eine; ein viel bedeutenderer Riss geht durch die Seele der Stadt. Denn "Stuttgart 21" steht für eine Politik, die ihren Souverän, das Volk, vergessen hat...

Ganzer Artikel in taz

Tadeusz, am 07.08.2010

Da rebelliert der Schwabe (JW)

Die Proteste gegen das Bahnhofsprojekt "Stuttgart-21" richten sich gegen die "Spätzle-Connection" von Politik, Immobilienspekulanten und Baukonzernen.

Junge Welt vom 04.08.2010

Tadeusz, am 06.08.2010

Welche Rolle spielt BILD bei Stuttgart 21?

Das, was die Mehrheit der geBILDeten Zeitungsleser vorgesetzt bekommt, erinnert an die Hetze 1967 (für die jüngeren unter uns: siehe Wikipedia, Stichworte "Benno Ohnesorg", "Rudi Dutschke"). Die einseitigen hasserfüllten Artikel und Gewaltaufrufe in der Springer-Presse haben zu einer Eskalation der Gewalt geführt und im Endergebnis den Nährboden für den deustchen Terrorismus bereitet.

Auch heute noch, scheint es, hat sich die Sprache bei Springer kaum verändert: Chaoten wollen S21-Sprecher erdrosseln,... gewaltbereite S-21-Gegner

Artikel bei BILD

Wer bei den Montagsdemos dabei war, der weiss, dass der Protest von allen Schichten der Bürger kommt. Wir wollen mit Argumenten eine sachliche Diskussion und dadurch eine Korrektur von politischen Entscheidungen erreichen. Aber wir müssen uns auch im Klaren sein, welches Bild die Mehrheit der BILD-Leser von uns vermittelt bekommt.

Tadeusz, am 05.08.2010

SPD tief gespalten

Die SPD-Parteiführung hatte sich darauf festgelegt, das Projekt mitzutragen. Die Anhängerschaft ist dagegen gespalten. Diese Spaltung hat sich in den letzten zehn Jahren vertieft.

Die stellvertretende Parteivorsitzende Hilde Mattheis ermahnte im SWR ihre Partei, die Zustimmung zu dem Bahnprojekt zu überdenken.
Fraktions-Vize Katrin Altpeter sagte der "Waiblinger Kreiszeitung", ihre Bedenken seien durch die Massenproteste der vergangenen Tage größer geworden.
Der Landtagsabgeordnete Stephan Braun (Böblingen) hatte verlangt, das Projekt vorübergehend ruhen zu lassen.
Der Waiblinger SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer forderte eine Bürgerbefragung.
Den auftretenden Zweifeln tritt Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel entschieden entgegen: „Die SPD-Landtagsfraktion steht ohne Wenn und Aber zu Stuttgart 21." Wer Hoffnungen auf einen Ausstieg nähre, "streut sich selbst und den Menschen auf unverantwortliche Weise Sand in die Augen."

Artikel in Eisenbahnjournal
Artikel in Bönningheimer Zeitung
Artikel in Esslinger Zeitung
Artikel in T-Online
Artikel in Esslinger Zeitung

Tadeusz, am 05.08.2010

Welche Rolle spielt Michael Föll bei Stuttgart 21?

Ferpress zitiert namentlich nicht genannte CDU-Gemeinderatsmitglieder, dass Föll "wohl nicht zu halten ist, da sonst auch Schuster schwer belastet würde."

Artikel in Zughalt.de

Finanzbürgermeister Michael Föll (CDU) ist in die Kritik geraten. Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 hat den Demonstranten mitgeteilt, dass der Kämmerer in dem von der Stuttgarter Baufirma Wolff & Müller am 14. Juli gegründeten Firmenbeirat berufen wurde und hat ihm indirekt unterstellt, dem familiengeführten Unternehmen zum Zuschlag für den Abriss des Bahnhofsnordflügels verholfen zu haben.

Artikel in Stuttgarter Zeitung

Tadeusz, am 03.08.2010

Streit um Finanzierung von S-21 (TS von 2007)

Zu der immer wieder gemachten Aussage, dass S-21 nicht auf Kosten des Nahverkehrs gebaut werden soll:

...Der Finanzminister sagte, die Regionalisierungsmittel des Bundes würden künftig verstärkt für den unterirdischen Bahnhof in Stuttgart ausgegeben. Damit bleibe weniger für den Nahverkehr übrig. Die Opposition im Landtag kritisierte die mögliche Kürzung der Nahverkehrsmittel scharf. SPD-Fraktionschefin Ute Vogt sagte: "Kaum ist die Tinte unter dem Vertrag zu Stuttgart 21 trocken, da kündigt der Finanzminister flugs an, dass jetzt der Nahverkehr bluten muss. Aber nicht mit der SPD!"

Artikel in Tagesspiegel

Tadeusz, am 02.08.2010

neue SMA-Stellungnahme

Um bei der Anhörung im Landtag am 29.07.2010 Vorwürfe der Projektgegner zu entkräften, die sich auf die SMA-Studie von 2008 stützen, veröffentlicht Tanja Gönner eine weitere Stellungnahme der SMA.

Anstatt auf einzelne Zitate und Polemik einzugehen und vorgekaute Meinungen zu übernehmen, empfehlen wir, sowohl den gesamten Text der Stellungnahme, als auch den gesamten Bericht von 2008 zu lesen. Die bisherige Erfahrung zeigt: Je mehr die Menschen über das Projekt S-21 informiert sind, umso vehementer sind sie dagegen.

Stellungnahme vom 28.07.2010

Gutachten von 2008

Kommentar von Franz Geser

Leserbrief aus StN

Tadeusz, am 30.07.2010

Kostensteigerung auf Wendlingen – Ulm?

Dass die 60 Kilometer lange Trasse auf die Schwäbische Alb - die zur Hälfte in Tunneln und durch bautechnisch anspruchsvolles Karstgestein führt - deutlich teurer wird als die bisher angegebenen 2,025 Milliarden Euro, ist keine Überraschung.

Artikel in zughalt.de
Artikel in Stuttgarter Nachrichten
Artikel bei Welt Online

Inzwischen sind Auszüge aus dem SMA-Bericht bei Parkschützer.de nachzulesen (siehe auch Stern):

Das Gutachten legt ausführlich dar, dass die Planung des Verkehrs unseriös ist und schon bei kleinsten Verzögerungen das vollständig Chaos auszubrechen droht. Wesentliche Veränderungen am Konzept gibt es seit der Verfassung des Gutachtens im Sommer 2008 nicht, so dass alle Kritikpunkte weiterhin gültig sind. (zughalt.de)

Tadeusz, am 27.07.2010

Tag der offenen Tür im Landtag

Trotz Panik vor "möglicherweise gewaltbereiten" S-21-Gegnern verlief der Tag der offenen Tür friedlich, wenngleich auch heftig diskutiert wurde.

Artikel in Schwäbische Zeitung

Artikel in Stuttgarter Nachrichten

Inzwischen wird der Ton der Diskussion rauer...

Artikel in Stuttgarter Nachrichten - Schlagabtausch per Brief

Beleidigender Brief von Dr. Pfeiffer

...Mappus lässt sich vorsichtshalber Hintertürchen offen

Artikel in Stuttgarter Nachrichten - "Wollen das Projekt nicht um jeden Preis"

...und die Bauarbeiten verzögern sich zum Nachteil des Regionalverkehrs immer mehr.

Artikel in Stuttgarter Nachrichten - Bahn verlängert Umbauzeit

Tadeusz, am 26.07.2010

Landtag fürchtet Sturm der Stuttgart-21-Gegner

Die StZ schreibt...
Aus dem Tag der offenen Tür könnte ein Tag der geschlossenen Tür werden. Diesen Samstag will sich der Landtag der Öffentlichkeit präsentieren, aber Stuttgart-21-Gegner drohen mit Protesten.

Artikel in StZ

Beispiel für Panikmache und Verunglimpfung

Man habe diesen Bericht von dem anonymen E-Mail aus dem Landtag erfahren...
Also zum einen gibt es keine echt anonymen E-Mails: Es kann jederzeit festgestellt werden, woher bzw. von wem es stammt. Zum anderen sollte man nicht alles ungeprüft übernehmen, nur weil es von Politikern kommt: Man sollte sich bei solcher Art von Pressemitteilunbgen erst einmal fragen "wem nutzt es?" (im Landtag).

Es scheint, die gewählten Volksvertreter haben Angst, mit Diskussion und Wählerwillen konfrontiert zu werden, und verunglimpfen vorsorglich S-21-Gegner pauschal als möglicherweise gewaltbereite...

Hier die Pressemeldung der S-21-Parteien.

Kommentar vom 26.07: Unruhen im Landtag sind wie erwartet ausgeblieben.
Nachrichten bei T-Onlilne

Tadeusz, am 22.07.2010

Folgen bis in die Arktis (NRZ)

Der Planfeststellungsbeschluss für das Bauvorhaben schreibe der Bahn AG eindeutig vor, „im Rahmen der Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen sicherzustellen, dass nur schadstoffarme Fahrzeuge und Maschinen nach dem Stand der Technik zum Einsatz kommen.“ Genau diese Anforderung fehlt jedoch scheinbar in den Ausschreibungen für Auftragnehmer.

Artikel bei Neue Rheinische Zeitung

Tadeusz, am 21.07.2010

Bürgerchor unterstützt Protest (StZ)

5000 Demonstranten zählten die Veranstalter bei der gestrigen Montagsdemo, nach Polizeiangaben waren es 2500.
Erstmals trat dabei der von Staatstheater-Regisseur Volker Lösch gegründete Bürgerchor auf.

Artikel bei Stuttgarter Zeitung

Tadeusz, am 21.07.2010

Handel nicht begeistert von S21 (StZ)

...übte der Einzelhandelsverband Kritik am geplanten neuen Einkaufszentrum auf dem Stuttgart 21-Areal. "Das ECE-Zentrum ist nicht verträglich für Stuttgart", so Hagmann. Den knapp 50 000 Quadratmetern Ladenfläche fehle die besagte Anbindung an die Innenstadt.

Artikel bei Stuttgarter Zeitung

Tadeusz, am 21.07.2010

Déjà-Vu - Hauptbahnhof Stuttgart vor 100 Jahren

Vor 108 Jahren gab es in unserer Stadt schon ein Mal eine hitzige öffentliche Debatte darüber, ob der Stuttgarter Kopfbahnhof nicht besser in einen Durchgangsbahnhof umzuwandeln sei. Weil die Argumente, die damals schlussendlich zur Ablehnung der Durchgangsbahnhof-Idee führten, großenteils noch heute ihre Gültigkeit besitzen, sei an sie in einem kurzen Rückblick erinnert.

Rückblick von Klaus Gebhard bei Siegfried Busch

Tadeusz, am 20.07.2010

Stuttgart 21 bremst Kultur aus (SP)

Jugendeinrichtungen und Subkultur siedeln sich gern in oder in der Nähe von Bahnhöfen an - meist Orte mit besonderem Flair. Aber immer öfter erscheint die Bahn im Südwesten Deutschlands als Kultur-Killer.

Artikel in Südwest Presse

Tadeusz, am 20.07.2010

Ökologische Standards? (ne)

Die Deutsche Bahn AG verstößt beim Milliardenprojekt Stuttgart 21 offenbar gegen Gesundheits- und Klimaschutzauflagen zur Minimierung von Feinstaubemissionen, haben Recherchen der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) ergeben. Die DUH hat daher die Deutsche Bahn AG förmlich um Offenlegung der Ausschreibungskriterien für Bauaufträge auf der Großbaustelle gebeten. Die Deutsche Bahn AG lehnt jedoch jede Art der transparenten Kommunikation ab und verweigert die Offenlegung ihrer Vergabepraxis von Millionenaufträgen.

Artikel bei news aktuell

Tadeusz, am 20.07.2010

Zwang zur Elektrifizierung durch S-21 (SK)

...Elektro-Lokomotiven eigentlich nur dadurch benötigt werden, weil im neuen Bahnsymbol „Stuttgart 21“ keine Dieselloks mehr einfahren dürfen. (...)
Trotzdem muss die Frage erlaubt sein, ob man in Zeiten knapper Kassen so ein Projekt wie Stuttgart 21 wirklich durchziehen muss. Und wenn der neue Untergrundbahnhof steht, dann ist eine Schnellverbindung von Sigmaringen nach Stuttgart nicht mehr möglich. Es sei denn, im Landkreis können E-Loks fahren.

Artikel bei Südkurier

Tadeusz, am 16.07.2010

Grüne in Radolfzell

In Stuttgart sähe man immer noch den mittleren Neckarraum als den Nabel der Welt. Das sei zuletzt wieder deutlich geworden, als es um den Bau des Verkehrs- und Städtebauprojektes Stuttgart 21 ging. Lehmann bemängelte, dass zum Beispiel die Optimierung der Bahnstrecke nach Plochingen im Landtag eine Diskussion Wert war, die Infrastrukturanbindung rund um den Bodensee aber nicht.

Artikel im Südkurier

Tadeusz, am 16.07.2010

Skepsis bei Eisenbahnern vom Bahnsozialwerk (RZ)

Trotz aller Vorteile, wie weiter erläutert wurde, blieb bei vielen Teilnehmern große Zweifel. Kommen nicht doch große Unannehmlichkeiten für die Reisenden, die Stuttgarter Bürger und die Umwelt? Wer soll den Umbau bei der jetzigen Finanzlage finanzieren? Trotz der positiven Führung waren viele Teilnehmer skeptisch. Und sie hegten große Zweifel, ob der Umbau Stuttgart 21 überhaupt nötig ist.

Artikel in Remszeitung

Tadeusz, am 16.07.2010

S-21 ist kein Projekt für Radfahrer

Der ADFC Kreisverband Stuttgart, die Naturfreunde Radgruppe Stuttgart und der Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Stuttgart sprechen sich gemeinsam und einhellig gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 mit Tieflage des Hauptbahnhofes aus. Dessen Nachteile gegenüber dem eben zugänglichen Kopfbahnhof sind erheblich.

Neben der Frage wie viele Fahrräder in den Fahrstuhl passen, beantwortet Hr. Drexler ebenso die Frage nach den Kinderanhängern und Tandems gleich gar nicht. Den Kinderanhänger soll man wohl auf dem Bahnsteig stehen lassen und sein Rad nach oben befördern um es dort abzustellen um dann im zweiten Schritt den Kinderanhänger nachzuholen? Tandemfahrer die im Stuttgarter Untergrund landen, fahren am besten gleich zu einen Vorortbahnhof um dort auszusteigen und per Fahrrad nach Stuttgart zu gelangen oder sie tragen es – ggf. mit Gepäck – durch das Fluchttreppenhaus 26,40 Meter nach oben.

Mehr Info bei ADFC

Mehr Info bei Kettenblatt

Tadeusz, am 16.07.2010

Leitungen zur Grundwasserkontrolle (Ad Hoc)

Die Deutsche Bahn installiert ab August ein rund 17 Kilometer langes Netz von Wasserleitungen zur Kontrolle des Grundwasser- und Mineralwasserspiegels im Bereich des Bahnprojektes «Stuttgart 21». Über die Leitungen soll das Grundwasser aus den Baugruben für den unterirdischen Bahnhof gepumpt werden...

Artikel bei Ad Hoc News

Tadeusz, am 13.07.2010

Meldungen über die Samstagsdemo

Thema des Tages: das Protestival am Samstag, 10.07.2010:

Trotz Rekordhitze haben sich zwischen 5000 (lt. Polizei) und 20000 (lt. Veranstalter) im Park versammelt. Hat die Polizei von Hubschraubern Teilnehmer gezählt? Die meisten haben sich unter Bäumen versteckt! Vor der Sonne, nicht vor der Polizei... Die Demo war betont friedlich, die Stimmung erinnerte ein kleines Bisschen an Woodstock.

Leitartikel in Südwest Presse
Noch ein Artikel in Südwest Presse
Artikel in BILD
Artikel in Junge Welt
Artikel in Eisenbahnjournal
Artikel in Frankfurter Rundschau

Dass die Bahn AG ernsthaft (am falschen Ende) spart, zeugt die Affäre um defekte Klimaanlagen in mehreren ICEs: bei Temperaturen über 50°C mussten etliche Passagiere von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden:
Artikel im Spiegel

Schon in Eschede war der ursprüngliche Grund für die bislang größte Zugkatastrophe Deutschlands, dass an Sicherheit gespart wurde.

Siehe auch: Monitor im TV (Das Erste) am 29.07.2010 um 21:45.

Tadeusz, am 12.07.2010

Bäume fallen erst 2011 (StZ)

Die umstrittene Baumfällaktion im Schlossgarten findet nicht mehr wie geplant im Herbst dieses Jahres statt, sondern erst 2011. Ursächlich für diese Verschiebung ist der Umstand, dass die Bahn, wie berichtet, das Vergabeverfahren für die Verlegung des Nesenbachabwasserkanals aufgehoben hat. Deshalb kann sie erst mit Verspätung diese Vorabmaßnahme für den Bau des geplanten Tiefbahnhofs erledigen.

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 12.07.2010

Gönner weist Stern-Vorwürfe zurück (SWR)

Verkehrsministerin Gönner (CDU) weist Vorwürfe des Magazins Stern zum geplanten Tiefbahnhof Stuttgart 21 zurück. Die in der aktuellen Ausgabe des Blatts zitierte Studie des Züricher Verkehrsplanungsinstituts SMA sei veraltet, sagte Gönner.

Video-Beitrag bei SWR

Tadeusz, am 09.07.2010

Heftige Kritik an der Bahn (LKZ)

Massive Kritik wegen der aktuellen Störungen im S-Bahn-Verkehr musste sich die Deutsche Bahn jetzt im VVS-Aufsichtsrat und besonders im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart anhören.

Artikel bei Ludwigsburger Kreiszeitung

Tadeusz, am 09.07.2010

BUND fordert Moratorium (EJ)

Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass im Wissen um gravierende Mängel von Stuttgart 21 im letzten Jahr die Finanzierungsverträge unterzeichnet wurden.

Artikel bei Eisenbahnjournal

Tadeusz, am 09.07.2010

Spatenstich für NBS We-Ulm im Herbst (SZ)

Die Baugenehmigung des Eisenbahn-Bundesamtes für den Albaufstieg ("Abschnitt 2.2") liegt zwar noch nicht vor. Doch beim Schienenkonzern wird schon der Sekt kalt gestellt. An einer Brücke bei Aichelberg (Kreis Göppingen) soll im Herbst die neue ICE-Strecke begonnen werden.

Artikel bei Schwäbische Zeitung

Tadeusz, am 09.07.2010

Protest mit Hintergrund (StW)

Stellt Stuttgart 21 jetzt gar noch ein Risiko fürs heimische Mineralwasser dar? Darüber wird beim Sternmarsch der Bürgerinitiative "Cannstatter gegen Stuttgart 21" informiert

Artikel in Stuttgarter Wochenblatt

Tadeusz, am 08.07.2010

Historiker protestieren gegen Stuttgart-21-Urteil (SZ)

Die 75 Historiker protestieren gegen das Urteil, weil es ohne Hinzuziehung von Sachverständigen gefällt worden sei und „in der Urteilsbegründung schwerwiegende Bewertungsfehler unterlaufen“ seien, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben.

Artikel in Schwäbische Zeitung

Tadeusz, am 08.07.2010

Erhebliche Mängel bei Stuttgart 21 (StZ)

"Konflikte zwischen Hauptbahnhof und Flughafen mit dem Regionalverkehr" und ist "nicht kompatibel mit den angenommenen Fernverkehrszügen". Was sich liest wie ein Gutachten von Projektgegnern, findet sich in einer von der Landesregierung vor zwei Jahren in Auftrag gegebenen und bis heute geheim gehaltenen 60 Seiten starken Studie des Züricher Verkehrsplanungsinstituts SMA.

Artikel in Stuttgarter Zeitung

Tadeusz, am 08.07.2010

Grüne fordern Moratorium (StZ)

Die baden-württembergischen Grünen fordern von der Landesregierung und der Deutschen Bahn ein Moratorium für das Bahnprojekt Stuttgart 21. "Land und Bahn dürfen bei Stuttgart 21 nicht einfach mit Abrissbirne und Bagger Fakten schaffen, so lange das Projekt überhaupt nicht zu Ende geplant und rechtsgültig planfestgestellt ist."

Artikel in der Stuttgarter Zeitung

Tadeusz, am 08.07.2010

Verkehrsplanung steht Kopf (VCD)

„Anstatt Änderungen an der vorgesehenen Eisenbahninfrastruktur, wie von der Firma SMA im Gutachten zu S 21 dringend angeraten, vorzunehmen, überarbeiten Land und DB die Fahrpläne aufgrund der begrenzten Kapazitäten des neuen Bahnhofs“, erklärt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. „Das heißt im Klartext, sie dünnen die Fahrpläne so weit aus, um Fahrplankonflikte zu vermeiden und um S 21 funktionsfähig zu halten“

Pressemeldung des VCD

Tadeusz, am 08.07.2010

S-Bahn-Takt völlig zerstört (StZ)

Nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat Stuttgart 21 den S-Bahn-Takt und damit das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs im Großraum Stuttgart bereits so zerstört, "dass Verbesserungen beim S-Bahn-Betrieb unter den aktuellen Voraussetzungen kaum realistisch sind".

Zum Artikel

Tadeusz, am 07.07.2010

Große Studie zweifelt Stuttgart 21 an (Stern)

Die Züricher Firma SMA, die häufig mit der Bahn zusammen arbeitet, kommt zu dem Befund, dass durch S 21 "Infrastrukturengpässe" entstehen. "Konflikte zwischen Hauptbahnhof und Flughafen mit dem Regionalverkehr" stellen die Gutachter fest, das alles sei "nicht kompatibel mit den angenommenen Fernverkehrszügen in Stuttgart".

Die knapp 60-seitige Studie wurde vor zwei Jahren vom baden-württembergischen Innenministerium in Auftrag gegeben - und ist seitdem unter Verschluss.

Zum Artikel

Tadeusz, am 07.07.2010

Was hat Bietigheim mit Stuttgart-21 zu tun? (BöZ)

So ergibt sich für die Stadt Bietigheim-Bissingen am Projekt "Stuttgart 21" eine Beteiligung in Höhe von rund 171 000 Euro.

Der Verband Region Stuttgart beteiligt sich nach derzeitigem Stand mit insgesamt 100 Millionen an dem Projekt, heißt es in der Antwort an die SPD-Fraktion. In einer Vereinbarung ist geregelt, dass die Region ihren Finanzierungsanteil frühestens ab 2010 in acht Jahresraten zu erbringen hat.

Der Anteil des Landkreises Ludwigsburg beträgt demnach insgesamt 18,5 Millionen Euro.

Ganzer Text in der Bönnigheimer Zeitung

Tadeusz, am 06.07.2010

Ist S21 überhaupt noch realistisch? (EJ)

Nun sieht es sehr stark danach aus, dass der Zeitplan den Bach runter geht und somit das Projekt Stuttgart 21 wesentlich länger benötigen wird als ursprünglich gedacht – und das sogar schon, bevor es überhaupt richtig startete. Da wäre es fast ein Wunder, wenn dann nicht auch, wie bereits an mehreren Stellen vermutet, die Kosten explodieren würden.

Ganzer Text im Eisenbahnjournal zughalt.de

Tadeusz, am 06.07.2010

Sprachlos (StZ)

Die aktuelle Panne bei den Gleisvorfeldarbeiten, die Verspätungen im S-Bahn-Verkehr auslöst, zeigt, dass die Vertreter von CDU, SPD, FDP und Freien Wählern nichts tun - aus Sorge, Kritik könnte ihnen als Abkehr von Stuttgart 21 ausgelegt werden. Für diese Sprachlosigkeit dürfen sie von den Bürgern aber kein Verständnis erwarten.

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Tadeusz, am 05.07.2010

Baubeginn rückt in weite Ferne (StZ)

Der Zeitplan für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 gerät aus den Fugen. Das Kommunikationsbüro des Bahnprojekts Stuttgart - Ulm hat nun auf StZ-Anfrage eingeräumt, dass die wichtige Ausschreibung für den Neubau des dreiröhrigen Nesenbach-Abwasserkanals im Schlossgarten erst einmal geplatzt ist. "Nach Prüfung und Aufklärung der Angebote wurde das Verhandlungsverfahren eingestellt", teilte die Bahn mit. Es wird also vorerst nichts mit dem großen Graben.

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Tadeusz, am 05.07.2010

Stadtbahn muss Platz machen (StZ)

Um Platz für den neuen Tiefbahnhof und den Fernzugtunnel zu schaffen, müssen zuvor Stadtbahnröhren tiefer oder höher gelegt und die Haltestelle Staatsgalerie neu gebaut werden. Bei der Station Türlenstraße genügt ein Umbau. Die Kosten dieser Folgemaßnahmen von Stuttgart 21 liegen bei 132 Millionen Euro

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Zum gleichen Thema in zughalt.de

Tadeusz, am 05.07.2010

Verbände fordern Entschädigung (StZ)

Züge der Linie S1 werden zum Teil vom Hauptbahnhof aus über die Gäubahn nach Vaihingen geführt und können deshalb die Stationen Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld nicht mehr anfahren. Eine Sonderkommission der Bahn sucht "mit Hochdruck" nach einer Lösung - bis jetzt allerdings vergeblich. Wie am Donnerstag bereits gemeldet, wirkt sich die schwere Panne bei der Stuttgarter S-Bahn inzwischen auch auf zahlreiche Bahnverbindungen im weiteren Umland der Landeshaupstadt aus.

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Tadeusz, am 02.07.2010

Empörung nach Absage (StZ)

Wellen der Empörung hat am Mittwoch die Nachricht ausgelöst, dass der Verband Region Stuttgart eine Regionalversammlung mit Bahnchef Rüdiger Grube wohl auch deshalb abgesagt hat, weil man Störungen durch Stuttgart-21-Gegner befürchtete. "Das ist eine völlig hysterische Reaktion", meint Gerhard Pfeifer vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21. Er erkennt darin sogar Absicht: "Der Protestbewegung Gewaltbereitschaft zu unterstellen, ist eine perfide Taktik."

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Tadeusz, am 02.07.2010

Bodack kritisiert Gewinnabzüge aus dem Netz (Zughalt.de)

Verkehrsexperte Karl-Dieter Bodack, langjähriger Manager bei Deutscher Bundesbahn und Deutscher Bahn AG, hat im Internetradio Detektor-FM die Gewinnabführungen der DB-Infrastruktur an den Mutterkonzern kritisiert. Er sehe das Problem darin, dass da Gewinne erzeugt werden, die sowohl von den Bestellern der Nahverkehrsleistungen wie auch von den Konkurrenten bezahlt werden müssen.

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Tadeusz, am 02.07.2010

Stuttgarts Polizeipräsident im Interview (StZ)

Die Entscheidung des Bundesverkehrsministers, auf den Fildern eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, wird von den S-21-Gegnern als "kriminell" bezeichnet. Der Ministerpräsident will Randalierer "gnadenlos" verfolgt haben. Bereiten solche Wortwahl den Boden für eine weitere Radikalisierung?

Wir sollten nicht unterschätzen, was Sprache bewirkt. Und da kommt beiden Seiten - Befürwortern wie Gegnern - eine große Verantwortung zu. Mit beiden sind wir intensiv im Gespräch. Festzuhalten ist aber, dass der Widerstand zu ganz großen Teilen aus politisch-gesellschaftlich engagierten Bürgern besteht, die von dem im Grundgesetz garantierten Recht auf Demonstration Gebrauch machen und nichts mit gewaltbereiten Autonomen zu tun haben wollen.

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Tadeusz, am 30.06.2010

Planungspanne: erhebliche Verspätungen (StZ)

Bei Stuttgart 21, dem "bestgeplanten Projekt der Deutschen Bahn AG" (Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn), gibt es bereits in der allerersten Bauphase eine gravierende Panne: Nachdem im Zuge des Umbaus der S-Bahn-Rampe auf dem Gleisvorfeld auch die Signaltechnik für die S-Bahn-Züge verändert worden ist, müssen die Zugführer seit kurzem einen Mindestabstand von 1000 Metern - den sogenannten Blockabstand - zum "Vordermann" einhalten. Die Folge: es kommt zu erheblichen Verspätungen im gesamten S-Bahn-Betrieb.

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Sonderkommission soll Panne beheben

Bei der S-Bahn-Panne ist nach fast zwei Wochen noch keine Abhilfe in Sicht: "Seit Tagen sucht eine alle Bereiche umfassende Arbeitsgruppe nach Lösungen", erklärte am Dienstag ein Bahnsprecher. Wie berichtet, können nicht mehr alle sechs S-Bahn-Linien den Tunnel unter dem Hauptbahnhof passieren, weil durch Umbauarbeiten im Gleisvorfeld für Stuttgart21 eine Ausnahmegenehmigung aus dem Jahr 1978 erloschen ist. Diese erlaubte es den Lokführern, auf Sicht nahe an einen vorausfahrenden Zug heranzufahren.

Die Bahn hat inzwischen eingeräumt, dass die Leistungsfähigkeit der neuen Signale "nicht wie erwartet den betrieblichen Anforderungen in der hoch ausgelasteten Hauptverkehrszeit entspricht".

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Tadeusz, am 30.06.2010

Wie teuer wird die Neubaustrecke? (StZ)

Drexler in Ulm, Februar 2010:
Nachdem er die Unumkehrbarkeit von Stuttgart 21 feststellte - und dafür von Ulms OB Ivo Gönner Beifall erhielt - deutete er in einem Interview am Rande der Veranstaltung erstmalig an, dass die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm teurer werde als bisher dokumentiert. Er könne allerdings nicht sagen, in welchem Umfang die Kosten bis zur geplanten Fertigstellung 2019 steigen könnten. Dies sei auch nicht relevant, da es für das Projekt keine Schmerzgrenze geben dürfe.

Diese Aussage hat deshalb ein so großes Echo gefunden, weil die Befürworter des Projekts bisher dementiert hatten, dass die Strecke für den Hochgeschwindigkeitsverkehr - anders als der Umbau des Bahnknotens Stuttgart - teurer werden könnte.

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Tadeusz, am 28.06.2010

ICE-Trasse nach Ulm viel teurer (StZ)

Die Projektgegner sind am Freitag erneut in die Offensive gegangen. Sie stützen sich dabei auf Daten des Statistischen Bundesamts und auf den Bericht des Bundesrechnungshofs aus dem Jahr 2008, der bei Großprojekten mit Tunnelbauten Preissteigerungen von bis zu 60 Prozent angenommen hat. So kommt das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 auf Gesamtkosten von bis zu 5,6 Milliarden Euro für die ICE-Trasse. Unterstellt wird dabei auch ein verspäteteter Baubeginn ab dem Jahr 2015.

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Tadeusz, am 28.06.2010

Lässt Ramsauer sich ein Hintertürchen offen? (StZ)

Die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erteilte Ausnahmegenehmigung für die Nutzung der S-Bahn-Trasse durch Regional- und Fernverkehrszüge ist bei Projektgegnern auf scharfe Kritik gestoßen.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestags, der Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann, sprach von einer Fortsetzung der "Murkserei" bei Stuttgart 21. Von der geplanten Beschleunigung des Zugverkehrs durch das Bahnprojekt könne spätestens jetzt keine Rede mehr sein. "Die Ausnahmegenehmigung enthält so viele Restriktionen, dass faktisch ein reibungsloser hochvertakteter Verkehr mit modernen Hochgeschwindigkeitszügen in den Flughafentunneln ad absurdum geführt wird", so Hermann.

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Tadeusz, am 28.06.2010

Kostenexplosion auch bei Neubaustrecke (EjZ)

Aus Eisenbahnjournal:
Nicht nur das Bahnhofsprojekt selbst, sondern auch die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm, droht kostenmäßig aus dem Ufer zu laufen. Das befürchtet Roland Ostertag, der im Auftrag des Bündnisses Kopfbahnhof 21 eigene Berechnungen durchgeführt hat. Er kommt auf 5,2 Milliarden Euro – geplant sind rund zwei Milliarden Euro.

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Tadeusz, am 26.06.2010

Bonatz-Enkel geht in Berufung (StZ)

Peter Dübbers, der Enkel des Erbauers des Stuttgarter Hauptbahnhofs, will fristgerecht Berufung gegen das Urteil des Stuttgarter Landgerichts einlegen.

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Tadeusz, am 24.06.2010

Ausnahme von der Ausnahme (VCD)

Ramsauers Ausnahmegenehmigung für Stuttgart 21 offenbart Planungsmängel

Der Umwelt- und Verbraucherverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. kritisiert die am Freitag von Bundesverkehrsminister Ramsauer erteilte Ausnahmegenehmigung für den Flughafentunnel im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 als Armutszeugnis für die DB-Planungen. Die mit der Ausnahmegenehmigung erteilten Auflagen offenbarten, dass Stuttgart 21 nicht nur im Bereich des Hauptbahnhofes eklatante Planungsmängel aufweise. Auch auf den Fildern würden zu Gunsten des Prestigeprojekts auf Dauer massive Einschränkungen im Bahnverkehr in Kauf genommen.

(...)
Minister Ramsauers Ausnahmegenehmigung mache deutlich, dass es sich bei Stuttgart 21 nicht um ein Projekt zum Wohle des Bahnknotens Stuttgart und zur Verbesserung des Schienennetzes im Lande handle. Vielmehr werde nach Ansicht des VCD der Schienenverkehr zu Gunsten eines innerstädtischen Immobilienprojektes geopfert.

Vollversion der Pressemeldung

Tadeusz, am 22.06.2010

Argument gegen K21 entkräftet

Ein wichtiges Argument Drexlers gegen K21, dass nämlich im Neckartal zwei neue Gleise die Anwohner mit zusätzlichen Lärm belasten, ist lt. Stuttgarter Zeitung (Artikel Zwei neue Gleise - eine Wahrheit) relativiert.
Es hat sich nämlich herausgestellt, das auch das S21-Projekt zwei neue Gleise im Neckartal vorsieht, es nur bisher verschwiegen wurde.

Tadeusz, am 18.06.2010

Bahn sucht Käufer (StZ)

Nur etwa die Hälfte des 16 Hektar großen Bau-Areals, das durch die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs entsteht, sei bisher verkauft worden, sagte der Vorsitzende des Immobilien-Gutachterausschusses der Stadt Stuttgart, Karlheinz Jäger, am Dienstag in der Landeshauptstadt. "Die Interessenten sind zurückhaltend." Schon seit etwa zwei Jahren sei kein Grundstück auf dem Areal am Hauptbahnhof mehr veräußert worden.
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Tadeusz, am 16.06.2010

Warum München kein M21 hat (StZ)

Die Planer der Bahn, sagt Christiane Thalgott, würden sich oft nicht an den Bedürfnisse der Fahrgäste und Bürger orientieren. Sie bezweifelte auch, dass die Bahn überhaupt genug Geld für solche Großprojekte habe: "Das ist wohl eine Frage der Rechenkünste."

"Man sieht, es geht auch anders", so das Fazit eines Zuhörers. Und wie sieht [die damalige Baubürgermeisterin] Christiane Thalgott die Stuttgarter Verhältnisse: "Der Hauptbahnhof ist ein architektonisches Meisterwerk", sagte sie. Städte hätten ein Gesicht. Mit Tiefbahnhöfen gehe das verloren: "Wenn man nicht mehr weiß ob man in München, Stuttgart oder Shanghai ist, haben unsere Städte verloren."

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 15.06.2010

IHK für S-21

Die IHK, Lobbyverband für Straßenbau (macht sich im Rems-Murr-Kreis mit der Forderung nach einem Nord-Ost-Ring über das Schmidener Feld, beste landwirtschaftliche Böden und einzigartige Naturschutzgebiete stark), steht voll hinter Drexler und seinem Projekt S-21.

Artikel in Remszeitung

Tadeusz, am 15.06.2010

Extremisten raus!

Am Samstag, dem 12. Juni protestierten in Stuttgart zwischen 10 und 20 tausend Menschen gegen die unausgewogene, unsoziale Sparpolitik von Schwarzgelb. Die Proteste richteten sich ebenfalls gegen das unsinnige Prestigeprojekt S-21, das auf unsinnige Weise Milliarden verbrät, die an anderer Stelle fehlen.

Das S-21-Thema haben einige unverantwortliche Extremisten zum Anlass genommen, um Flaschen, Eier und Fahnenstangen auf die Bühne zu werfen. Zwei Personen wurden verletzt. Das ist Angriff nicht nur auf Menschen, sondern auch auf unsere Demokratie. Es ist eine Provokation, die sachliche Auseinandersetzungen beschädigt und die Debatte vom Kernthema ablenkt.

Wir vertreten die Meinung, dass man effektive Politik durch Bündnisse und Zusammenarbeit macht, auch mit Respekt gegenüber abweichenden Meinungen. Gewalt und Konfrontation führen nur zu Chaos und Eskalation.

Wir verabscheuen jegliche Gewalt und rufen alle Gleichgesinnten auf, die Debatte über S-21 auf der sachlichen Ebene zu führen. Wer sich nicht an die Grundregeln einer zivilisierten Debatte hält, ist bei uns unerwünscht.

Kommentar in der StZ

Tadeusz, am 14.06.2010

Der neue Herzschrittmacher der Propagandamaschine

S21-Sprecher Drexler startet eine neue Propaganda-Offensive. Für eine halbe Million Euro werden Flyer verteilt und Großplakate geklebt. Drexler geht davon aus, dass die Gegner des Projekts nur deswegen dagegen sind, weil sie nicht genügend wissen. Die neue Herz-Kampagne erweckt scheinbar den Eindruck, auf Argumente der Gegner einzugehen. Zu ausgewählten Stichworten und infantil formulierten Bedenken werden Plattitüden ohne wirklichen Informationsgehalt gebracht.

Zu den wesentlichen Kritikpunkten (Stichworte: unseriöse Finanzplanung, alternative Projekte, integraler Taktfahrplan, Unterfinanzierung anderer Regionalprojekte u.v.m.) wird nichts gesagt.

Wie denn auch? Eine echte Diskussion sieht anders aus. Hier soll nur ein Eindruck einer Diskussion erweckt werden. In Wirklichkeit ist Bürgerbeteiligung explizit unerwünscht (Siehe Artikel in StZ).

Die "Argumente" für Stuttgart 21

Tadeusz, am 08.06.2010

Es droht ein Jahr Verspätung

Laut VCD handelt es sich bei S 21 um eines der am schlechtesten geplanten Bauprojekte der deutschen Eisenbahngeschichte. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung sei mit einer Verzögerung von einem Jahr zu rechnen, so dass mit dem Bau des neuen Hauptbahnhofs frühestens im Sommer 2013 begonnen werden könnte.
Gründe seien zum Teil monatelange Verzögerungen bei den Bauzuständen. Die DB Netz AG liefere die dafür notwendigen Pläne zu spät. Dies wiederum, weil es einen allgemeinen Mangel an Eisenbahningenieuren gäbe.
Aber auch die Tatsache, dass die DB anstatt eines modernen elektronischen Stellwerkes ihr altes Drucktastenstellwerk mit einer Technik aus den 50er-Jahren weiter verwenden wolle. Inzwischen hat die Firma Thales - sie hat Anfang 2009 den Auftrag für die Leit- und Sicherungstechnik erhalten - Konsequenzen aus dem Verhalten der DB Netz gezogen und Verträge über einzelne signaltechnische Bauzustände gekündigt.

VCD: 100 Tage nach Prellbockanhebung
StZ: Es droht ein Jahr Verspätung

Tadeusz, am 02.06.2010

Gegen die Interessen der Bürger (StZ)

Wieder mal hochkarätige Sprecher bei der Montagsdemo:
Literatin Hannelore Schlaffer und Bahnexperte Prof. Karl-Friedrich Bodack. Auf dem Platz vor dem Nordflügel haben sich einige Tausend Gegner von S21 versammelt.

Weitere Einzelheiten und Argumente entnehmen Sie dem Artikel.

Tadeusz, am 01.06.2010

Argumente pro Stuttgart-21

Die Befürworter des Milliardengrabs S21 finden sich unter:
http://www.prostuttgart21.de/liste

Wer ist warum für Stuttgart 21? Das Stuttgart 21-Kartell zu finden unter:
http://kopfbahnhof-21.de/index.php?id=320


Tadeusz, am 25.05.2010

Stuttgart 21 überfordert die Bahn (VCD)

VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb: „Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Stuttgart 21 schon vor seiner Inbetriebnahme zum Hindernis für den Bahnverkehr in der Region Stuttgart und im ganzen Land wird. Die Unterlagen zum angeblich ‚am besten geplanten Bahnprojekt aller Zeiten’ sind nicht dazu geeignet, dass Auftragnehmer einfache Vorarbeiten termingerecht und im Kostenrahmen ausführen können. Jetzt wäre der ideale Zeitpunkt um aus dem Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21 auszusteigen und die laufenden Arbeiten im Gleisvorfeld für eine Modernisierung nach dem Modell Kopfbahnhof 21 zu nutzen.“

Voller Text der Presseerklärung

Tadeusz, am 25.05.2010

Bahn macht den Kopfbahnhof fit für die Zukunft (VCD)

Modernisiertes Gleisvorfeld und längere Bahnsteige für Kopfbahnhof 21 nützlich

Gut 100 Tage nach dem offiziellen Baubeginn für Stuttgart 21 durch eine symbolische Prellbockanhebung zieht der Umweltverband Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V. eine erste Bilanz der bisherigen Bauarbeiten. Sowohl die Modernisierung des Gleisvorfelds als auch die vorgesehene Verlängerung der Bahnsteige seien zu begrüßen und hervorragend für das Alternativkonzept Kopfbahnhof 21 nutzbar. Nur auf das anschließende Ausheben einer Baugrube für den Tunnelbahnhof könne aus verkehrlichen und müsse aus finanziellen Gründen verzichtet werden.

Ganze Pressemeldung des VCD

Hier ist auch die aktualisierte Präsentation über Kopfbahnhof-21.


Tadeusz, am 20.05.2010

Fahrgäste sind verärgert (StZ)

Wegen der Bauarbeiten für Stuttgart 21 wurde der S-Bahnverkehr am vergangenen Wochenende oberirdisch in den Haupbahnhof verlegt.

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 18.05.2010

Landesjugendring: Nahverkehr stärken (SN)

Man sollte keinen teuren Tiefbahnhof bauen, sondern den Nahverkehr ausbauen, gerade im ländlichen Raum, und zudem verbilligen, um Jugendlichen Führerschein und Autokauf unattraktiv zu machen.

Ganzer Artikel
Erklärung des LJR

Tadeusz, am 18.05.2010

Fragen an Drexler

Am 7. Mai 2010 fand eine nicht öffentliche Klausur des Kreistages des Rems-Murr-Kreises statt. Unter anderem war Wolfgang Drexler, SPD, MdL und Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart – Ulm zu Gast, um in üblicher unkritischen Art und Weise für das Projekt Stuttgart 21 zu werben.

Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellten unter Anderem 21 Fragen zum Projekt Stuttgart 21.

Da es sich um eine nichtöffentliche Veranstaltung handelte, können und wollen wir hier die Antworten von Herrn Drexler nicht wiedergeben, und bitte sie, die Antworten bei Herrn Drexler bzw. bei der Kreisverwaltung einzuholen.

Hier die Fragen der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN.


Tadeusz, am 14.05.2010

Schlechtere Anbindung des Flughafens infolge S21

Im Zuge von Stuttgart 21 sind im Betriebsprogramm der Deutschen Bahn für den Streckenabschnitt Rohrer Kurve – Flughafen nur noch 49 statt wie bisher 74 S-Bahn Züge pro Tag und Richtung vorgesehen. „Das bedeutet im Vergleich zu heute deutlich weniger direkte Züge der S2 und S3 aus Schorndorf und Backnang Richtung Flughafen und Messe“, so der Sprecher der Grünen Rems-Murr und Backnanger Stadtrat, Daniel Mouratidis.

Die Bürgerinnen und Bürger müssen über die Steuern und über Abgaben an den Verband Region Stuttgart das Projekt wesentlich mitfinanzieren, als Pendler aber weniger direkte Verbindungen akzeptieren und während der über zehnjährigen Bauzeit allerlei Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen.

Gesamte Pressemitteilung

Tadeusz, am 14.05.2010

Gfragt ham sie uns ned, aber zahle müsse mer trotzdem. (Stuttgarter Nachrichten)

Welchen Nutzen hat das Bahnprojekt Stuttgart 21 für das Bottwartal?, fragten die Ortsverbände der SPD in Oberstenfeld, Großbottwar, Steinheim und Murr. Rund 40 Interessenten waren ins Oberstenfelder Bürgerhaus gekommen, um zu hören, was "Mister Stuttgart 21" Wolfgang Drexler dazu zu sagen hatte. Der wortgewaltige Werber für den Neubau von vier Bahnhöfen in der Landeshauptstadt und der ICE-Trasse nach Ulm bedauerte die nicht vorhandene Informationspolitik in den vergangenen Jahren. Seit Anfang April seien die Verträge unterzeichnet. Jetzt gebe es "kein Zurück" mehr.

Was das Bottwartal von Stuttgart 21 habe, dazu sagte Drexler lapidar: "Das ist ein Projekt für den Fernverkehr, der Nahverkehr profitiert davon erst mal nicht." Im Gegenteil...

Ganzer Artikel

Tadeusz, am 06.05.2010

Ökologisch? zigtausend Flüge mehr (Stuttgarter Wochenblatt)

Flughafengeschäftsführer Walter Schoefer: "Die Vernetzung der beiden Verkehrsmittel Flugzeug und Bahn ermöglicht eine sichere, staufreie Erreichbarkeit des Flughafens. Wir versprechen uns von Stuttgart 21 bis zu 1,5 Millionen neue Passagiere."

Kommentar:
1500000 Passagiere - bei geschätzten 100 Passagieren pro Flieger wären das 15000 zusätzliche Flüge auf den Fildern. Also 42 extra Flüge pro Tag. Früher oder später wird eine weitere Startbahn nötig.

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Tadeusz, am 06.05.2010

Der Widerstand ebbt nicht ab (Schwäbische Zeitung)

Die veranschlagten Kosten für den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs belaufen sich inzwischen auf acht Milliarden Euro. 248 Bäume sollen im Schlossgarten gefällt werden, Bäume, die über 250 Jahre alt sind. Der Antrag, die Stuttgarter Bürger über die Realisierung des Projekts entscheiden zu lassen, wurde abgelehnt, obwohl er von 67 000 Menschen unterschrieben worden war. Offenbar fürchten die Politiker den Willen des Volks, so Werner Wölfe im Gespräch mit Wolfram Frommlet.

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Tadeusz, am 05.05.2010

Nachfragen nicht erwünscht (Südwest Presse)

Merklingen. Eine offene Diskussion über das Projekt "Stuttgart 21" hätte es werden sollen, doch der Auftritt des SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Drexler glich einer Werbeveranstaltung, Kritik war unerwünscht.

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Tadeusz, am 05.05.2010

Noch nicht zu spät

Frage:
Seid ihr mit der Gründung des Bündnisses rems-murr-gegen-s21 nicht etwas spät dran, die Baumaschinen sind doch schon auf dem Weg.

Antwort:
Seit Anfang der 90er Jahre ist S21 in der Planung, immerhin sollten 2010 schon die Züge durch den Tiefbahnhof rollen. Einige Jahre – unter Bahnchef Ludewig - erschien es dann so, als ob die Bahn und die Verkehrspolitik das Projekt S21 nicht weiter verfolgt und zur Vernunft zurück gekehrt ist. Dem war jedoch nicht so, die Betonfraktion aus CDU/SPD/FDP mit ihren Interessenverflechtungen ließ nicht locker.

Die an unserem Bündnis beteiligten Gruppen wenden sich von Anfang an gegen das Projekt S21. Vor 15 Jahren bildete sich in Stuttgart das Bündnis UMKEHR STUTTGART aus ADFC, BUND, LNV, NABU, Naturfreunde, PRO BAHN und VCD, erstellte eine kritische Analyse von S21 und präsentierte zukunftsfähige Alternativen.

Die Landtagsfraktion der GRÜNEN und der BUND gaben beim renommierten Ingenieurbüro VIEREGG-RÖSSLER eine Kostenkalkulation für S21 in Auftrag, Ergebnis: mind. 7 Mrd. Euro. Erst dadurch sahen sich Bahn, Land und Stuttgart gezwungen, ihre absichtlich niedrig gehaltenen Kostenberechnungen ein wenig der Realität anzunähern.

Es gibt weitere Beispiele des politischen Widerstands in Stuttgart und der Region gegen S21: die Ablehnung von relevanten Haushaltsbeschlüssen durch grüne und alternative Regionalräte und Gemeinderäte, der vielfältige Widerstand in Stuttgart, eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen zu diesem Thema, …

Aus Rems-Murr gab und gibt es ebenfalls verschiedene Aktivitäten und viele Menschen beteiligen sich an dem Widerstand. Mit unserem Bündnis rems-murr-gegen-s21 wollen wir diese miteinander vernetzen und uns organisatorisch abstimmen – dazu ist es nicht zu spät. Ein Anlass war die Bereitstellung weiterer 1,3 Millionen Euros für Werbezwecke, um S21 stärker zu propagieren. Dem müssen wir etwas entgegensetzen.


Tadeusz, am 15.04.2010

Mehr Info

Kopfbahnhof-21 VCD über Kopfbahnhof Die Parkschützer Bei Abriss Aufstand Initiative Barrierefrei – Gegen Stuttgart 21 Facebook: Kein S21! Siegfried Busch
sehr gute Argumente
Pressespiegel bei K21 Kopfbahnhof-21 in Wikipedia Dossier über den Hauptbahnhof Eisenbahn-Blog von Friedhelm Weidelich Leben in Stuttgart Finanzielle Beteiligung der Gemeinden an S-21 Leserbrief K. Arnoldi 2004 Offene Mail von Pollmann und Mauz Brief von Dietrich Neumann Argumente von "Lust auf Stadt" Gutachten Vieregg und Rösler von 2008 Dialog-21 Fotos vom Gleisvorfeld Bildergallerie: Folgen für den Schlossgarten (SWR) Brief von Franz Geser an OB Palm: Konsequenzen von S-21 für Fellbach Blog von Hessenmichel Alternativen für S-21 von Karl-Dieter Bodack Offener Brief von Prof. Bodack an OB Schuster Protestsong auf Youtube Gutachten Vieregg-Rössler zu NBS Stellungnahme: Abriss nicht notwendig! Sicherheitsrichtlinien für Eisenbahntunnel Fotogalerie Schuttgart 21 Neues Diskussionsforum über S-21 LobbyPedia über S21 Finanzierungsvertrag von 2009 Netzwerke-21 Geologie 21
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